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Atari Deutschland von 1980-1984
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TEXT UND BILDER: YODA ZHANG
AUSGABE: MAI 2013
KOMMENTARE ()



Eine Freundin meiner Mutter, sie hieß Beate, arbeitete im Nachbarort bei einem Unterhaltungselektronik-Geschäft. Damals hieß das noch Radiogeschäft. Dort verkauften sie natürlich auch das Atari VCS und die Spielmodule. Und weil Beate mich wohl mochte, durfte ich mir dort Spiele aussuchen und sie auf Lieferschein „zur Ansicht“ mit nach Hause nehmen. So konnte ich zwei Tage zocken bis die Finger qualmten, die Spiele dann wieder schön einpacken und zurückbringen. Aber nur, um gleich die nächsten Spiele mitzunehmen. Ok, gut, ab und zu musste ich auch mal ein Spiel kaufen. Das war dann aber eher seltener der Fall, denn die meisten Spiele hatte ich nach den paar Tagen schon durchgespielt, oder sie wurden eben schnell langweilig - man bedenke die begrenzten Möglichkeiten des VCS.

E.T. - Telefonieren nach Hause. Oder lieber nach Mexiko, wo meine Brüder begraben sind... E.T. - Telefonieren nach Hause. Oder lieber nach Mexiko, wo meine Brüder begraben sind...

Langfristig interessant waren immer die Abenteuerspiele. Adventure, Haunted House, Superman, sogar E.T. Über E.T. wird ja viel gelästert. Und es wurden sehr viele dieser Spielmodule in der Wüste von Mexiko begraben, weil das Spiel eigentlich ein Flop war und Atari damals viel zu viele davon produziert hatte. Mir machte es trotzdem Spaß. Es war komplex, es war ein Abenteuerspiel, es war schwierig zu meistern und es war sogar etwas frustrierend. Ok gut, es hatte nicht die Klasse von Adventure oder Haunted House. Da kam eigentlich kein anderes Spiel ran.
weiter...



Es gibt insgesamt 2 Kommentar(e) zu diesem Artikel
Die neuesten Kommentare werden zuletzt angezeigt

  1. Kommentar Slicer
    kommentierte am 17.05.2013 um 14:58 Uhr

    Na endlich mal jemand der etwas Nettes über E.T. für das VCS zu schreiben weiß. Man hat ja sonst fast das Gefühl, dass es keinen da draußen gegeben hat, der das Spiel nur ansatzweise gemocht hatte. Außer Howard Scott Warshaw selbst natürlich ;-) Mehr über den Entwickler von E.T. kann man übrigens bei http://www.digitpress.com erfahren (Library, Interviews).

  2. Kommentar Sterni
    kommentierte am 17.05.2013 um 23:27 Uhr

    Hätte die Freundin meiner Mutter in einem Elektronik Laden gearbeitet wäre das garantiert mein zweites Zuhause. Es gab schon eine Menge guter Spiele die so einiges aus der kleinen Konsole herauszauberten. Damals war die Grafik eh zweitranging - was man von den heutigen Spielen nicht behaupten kann.

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