TEXT UND BILDER: DIRK MAYER
AUSGABE: JANUAR 2012
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Ein H.E.R.O. unter Helmut Kohl
Wir befinden uns etwa in der Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Ganz Deutschland ist von Commodore besetzt...
Ganz Deutschland? Nein! Ein paar vereinzelte User hören nicht auf, dem Brotkasten Widerstand zu leisten.
Dabei sind sie fast so allein auf weiter Flur wie der allseits bekannte Haufen Gallier aus der Feder Uderzos und Goscinnys.
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Der geneigte Leser mag sich nun fragen: wie konnte das geschehen? Machen wir also einen kleinen Zeitsprung
zurück in das Jahr 1985. Helmut Kohl regiert das Land, in den Charts geben sich (unter anderem) Modern Talking,
Tina Turner und Falco die Klinke in die Hand und der Verfasser dieser Zeilen spielt vermutlich gerade H.E.R.O.
auf dem Atari 2600. Zu diesem Zeitpunkt steht die Computer-Zukunft des gerade mal 11-jährigen Zockers
noch in den Sternen - doch wenn die Dinge ihren natürlichen Lauf nehmen, krönt wohl bald ein C64 seinen Schreibtisch.
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Tastatur-Detail des Spectrum 16k
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Doch irgendetwas lief schief. Schuld waren wohl die eher klammen finanziellen Umstände, in denen die
Familie seinerzeit lebte. Die Preise für einen C64 im Jahre 1985 sind dem Verfasser dieser Zeilen
(der übrigens bald in die Ich-Perspektive wechseln wird, versprochen) zwar gerade nicht zur Hand,
es darf aber bezweifelt werden, dass man diesen gebraucht für 100,-- DM hätte erwerben können.
Mit genau dieser Summe nämlich wurde ein „Computer“ ohne nähere Angabe zum Modell auf einer Karte
am „Kaufe/Verkaufe“-Brett im örtlichen Einkaufszentrum beworben.
Mögen die Spiele beginnen
Und so nahm das Schicksal seinen Lauf: meine Mutter zog von dannen und kehrte alsbald mit dem uns
noch völlig unbekannten Computer zurück, der sich beim näheren Hinsehen als ein Sinclair ZX Spectrum
mit 16k Speicherkapazität entpuppte. Ein paar Infos, wie man ein Spiel lädt, waren auch dabei -
sowie eine einzelne Kassette voller „Sicherheitskopien“.
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