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Die Komm Puter
im ZDF

Das Vorbild:
Der ebenfalls sehr erfolgreiche WDR Computerclub war ein Vorbild von Klaus Möller für die Sendereihe Komm Puter.
Die Mitwirkenden:
Christian Spanik, Dietmar Westenberger, Alwin Stumpf, Hans Georg Mahler, Klaus Möller und natürlich Max Babbelnase.
Das Goggomobil:
Der umlackierte Kleinstwagen begleitete Max Babbelnase bei seinen Abenteuern im Komm Puter Land.
 
Komm Puter - Die ultimative Computersendung im ZDF mit Max Babbelnase und Klaus Möller
TEXT UND BILDER: KLAUS MÖLLER
KATEGORIE: TV & FERNSEHEN
AUSGABE: DEZEMBER 2005
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Vorwort von André Eymann
Wer kennt sie nicht, die legendären ZDF-Fernsehserien Computer Corner, Technik 2000 oder Komm Puter von und mit Klaus Möller. In der Frühzeit der Computerisierung war die Kommerzialisierung der PC-Industrie noch nicht bis in jeden Haushalt vorgedrungen. Seinerzeit standen die fantastischen Heimcomputer von Atari oder Commodore im Rampenlicht des Interesses. Gemeinsam entdeckte man seine Spielfreude und die Vielseitigkeit der neuen Mitbewohner. Dabei waren es vor allen Dingen TV-Sendungen wie Computer Corner oder Komm Puter, die das Thema den Kindern, aber auch den Erwachsenen näher brachte.   Klaus Möller, Autor, Redakteur und ZDF-Moderator
Klaus Möller,
Autor, Redakteur und ZDF-Moderator

Klaus Möller war und ist als Autor, Redakteur, Moderator und Mitgestalter dieser Sendungen eine Schlüsselfigur unserer kulturellen Landschaft. Wir sind sehr stolz darauf, dass uns Herr Möller einige exklusive Rück- und Einblicke in die Hintergründe von damals ermöglicht. Beginnen wollen wir mit der Serie Komm Puter, die allein schon durch ihr bemerkenswertes Sendekonzept eine ganz besondere Erwähnung verdient.

Klaus Möller ist weit über die TV-Moderation hinaus höchst kreativ. Am Ende des Artikels findet ihr eine kurze Übersicht über die bisher wichtigsten Stationen seines Schaffens, sowie entsprechende Verweise.



Die Vorbilder von Komm Puter
Na also!! Ist doch toll, dass sich heute in Zeiten von W-Lan, Hotspots, Blogs, PDAs und anderen Feinheiten Leute noch an so gediegene Produktionen wie Komm Puter im ZDF Jugendfernsehen erinnern.

Komm Puter wurde 24-mal ausgestrahlt in den Jahren 1989 und 1990 und war eine innovative Computersendung, in der wir versuchten, die Elemente der Comedy, des Puppenfilms und einer Wissenssendung zusammenzubringen. Auslöser für die Idee zu Komm Puter waren die erfolgreichen Vorgängersendungen Computer Corner und Technik 2000, in denen ich bereits in den Achtziger Jahren Wissen und Information über die neuen Technologien auf die Mattscheibe gebracht habe. Mein Vorbild für alle Sendungen und den damit verbundenen Ideen war der legendäre Computerclub im WDR.   Klaus Möller und das Team von der Computer-Ecke und Compu-Tivi
Klaus Möller
und das Team von der Computer-Ecke
und Compu-Tivi

Der WDR Computerclub mit Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph war eine Sendereihe, die vor Fachwissen und Kompetenz geradezu strotzte, aber auch ein nicht zu unterschätzende Nähe zum Fachpublikum hatte. Kaum eine andere Sendung im Deutschen Fernsehen hatte eine solch geschlossene Fangemeinde, wenn es den Machern auch mehr auf die Präsentation von Technik, als auf das Umfeld ankam, so war der Computerclub doch in der bundesdeutschen Fernsehlandschaft beispiellos.

Mit Komm Puter habe ich versucht, Kindern und Jugendlichen eine Brücke vom spielerischen Einsatz bis hin zu ernstzunehmenden Aufgaben der neuen Rechnergeneration zu bauen. Dabei geholfen haben mir Christian Spanik, Dietmar Westenberger, Alwin Stumpf, der damalige Deutschland Chef der Computermarke Atari und last not least „Max Babbelnase“, der von dem Puppenspieler und Mitgründer des Frankfurter Klappmaultheaters Hans Georg Mahler gespielt und gesprochen wurde.

Wer ist Max Babbelnase?
Die - wenn auch leider nur kurze - Serie Komm Puter gehörte für mich zu den schönsten Aufgaben, die ich als Redakteur jemals betreuen durfte. Einmal, weil ich Redakteur, Miterfinder, Moderator, Intimus von Max Babbelnase und Kollege von Hans Georg Mahler war. Zum anderen, weil bedingt durch meine Fernsehpräsenz, die im Jahre 1989 den 13jährigen bundesdeutschen Mitmenschen, mich sogar auf Straßen, Wegen und Plätzen ansprachen und mich baten, Max Babbelnase unserem Fernsehputer gegenüber ein wenig höflicher zu sein und ihn nicht immer so arrogant abzukanzeln, weil er so wenig von Rechnern, hier dem Atari 800, wusste.

Puter und Klaus beschäftigen sich heute mit Musik am Computer. Sendung Komm Puter vom 03.08.1989. Copyright: ZDF und Look Video & Film Wiesbaden.
Puter und Klaus beschäftigen sich heute mit Musik am Computer.
Sendung Komm Puter vom 03.08.1989.
Copyright: ZDF und Look Video & Film Wiesbaden.

Es war schon eine tolle Erfahrung, wenn ich mitbekam, wie dank der Drehbücher von Christian Spanik, diese Puppe, unser Max, durch Hans Georg Mahler zum Leben erweckt wurde und in unserem, gemeinsam von Dietmar Westenberger für die Produktion angeschafftem „Goggomobil“. Mit mir in Deutschland und bei diversen Messen unterwegs war. Bei den Dreharbeiten, lag der Puppenspieler Hans Georg Mahler neben mir in dem klitzekleinen Goggomobil und bespielte dabei noch zusätzlich mit Bravour die Puppe: Max Babbelnase.

Klaus Möller im Goggomobil. Sendung Komm Puter vom 26.10.1989. Copyright: ZDF und Look Video & Film Wiesbaden.
Klaus Möller im Goggomobil.
Sendung Komm Puter vom 26.10.1989.
Copyright: ZDF und Look Video & Film Wiesbaden.

Ob wir mit dem Goggomobil anlässlich der CeBIT 1990 durch die Ausstellungshallen pesten (fuhren) - natürlich mit Genehmigung der Hallenaufsicht, der Messeleitung und der Sicherheitsdienste - ich meine, wer sonst außer Max Babbelnase und Klaus Möller durfte damals in einem Zweitaktmobil durch ungelüftete Ausstellungshallen fahren?

Oder ob wir mit dem Goggomobil zu Außenaufnahmen im schönen Taunus, im herzigen Westerwald oder auf Wiesbadens Einkaufsmeile unterwegs waren. Wir haben uns immer gefreut, wie die Kinder die Figur von Max Babbelnase angenommen haben! Die Dreharbeiten haben großen Spaß gemacht und auch die Einschaltquoten und die Zuschauerresonanz auf Max Babbelnases Abenteuer im Komm Puter Land waren überzeugend und machten Laune auf mehr.
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