Vorwort von André Eymann
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Wer kennt sie nicht, die legendären ZDF-Fernsehserien Computer Corner,
Technik 2000 oder Komm Puter von und mit Klaus Möller. In der Frühzeit
der Computerisierung war die Kommerzialisierung der PC-Industrie
noch nicht bis in jeden Haushalt vorgedrungen. Seinerzeit standen die
fantastischen Heimcomputer von Atari oder Commodore im Rampenlicht des Interesses.
Gemeinsam entdeckte man seine Spielfreude und die Vielseitigkeit der neuen
Mitbewohner. Dabei waren es vor allen Dingen TV-Sendungen wie Computer Corner
oder Komm Puter, die das Thema den Kindern, aber auch den Erwachsenen näher
brachte.
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Klaus Möller, Autor, Redakteur und ZDF-Moderator
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Klaus Möller war und ist als Autor, Redakteur, Moderator und Mitgestalter
dieser Sendungen eine Schlüsselfigur unserer kulturellen Landschaft. Wir sind sehr
stolz darauf, dass uns Herr Möller einige exklusive Rück- und Einblicke in die
Hintergründe von damals ermöglicht. Beginnen wollen wir mit der Serie
Komm Puter,
die allein schon durch ihr bemerkenswertes Sendekonzept eine ganz besondere
Erwähnung verdient.
Klaus Möller ist weit über die TV-Moderation hinaus höchst kreativ. Am Ende des
Artikels findet ihr eine kurze Übersicht über die bisher wichtigsten Stationen
seines Schaffens, sowie entsprechende Verweise.
Die Vorbilder von Komm Puter
Na also!! Ist doch toll, dass sich heute in Zeiten von W-Lan, Hotspots,
Blogs, PDAs und anderen Feinheiten Leute noch an so gediegene Produktionen
wie
Komm Puter im ZDF Jugendfernsehen erinnern.
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Komm Puter wurde 24-mal ausgestrahlt in den Jahren 1989 und 1990 und war
eine innovative Computersendung, in der wir versuchten, die Elemente
der Comedy, des Puppenfilms und einer Wissenssendung zusammenzubringen.
Auslöser für die Idee zu Komm Puter waren die erfolgreichen Vorgängersendungen
Computer Corner und Technik 2000, in denen ich bereits in den Achtziger Jahren
Wissen und Information über die neuen Technologien auf die Mattscheibe gebracht habe.
Mein Vorbild für alle Sendungen und den damit verbundenen Ideen war der
legendäre Computerclub im WDR.
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Klaus Möller und das Team von der Computer-Ecke und Compu-Tivi
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Der WDR
Computerclub mit Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph war eine Sendereihe,
die vor Fachwissen und Kompetenz geradezu strotzte,
aber auch ein nicht zu unterschätzende Nähe zum Fachpublikum hatte.
Kaum eine andere Sendung im Deutschen Fernsehen hatte eine solch geschlossene
Fangemeinde, wenn es den Machern auch mehr auf die Präsentation von Technik,
als auf das Umfeld ankam, so war der
Computerclub doch in der bundesdeutschen Fernsehlandschaft beispiellos.
Mit
Komm Puter habe ich versucht, Kindern und Jugendlichen eine Brücke vom spielerischen Einsatz
bis hin zu ernstzunehmenden Aufgaben der neuen Rechnergeneration zu bauen.
Dabei geholfen haben mir Christian Spanik, Dietmar Westenberger, Alwin Stumpf,
der damalige Deutschland Chef der Computermarke Atari und last not least
„Max Babbelnase“, der von dem Puppenspieler und Mitgründer des Frankfurter
Klappmaultheaters Hans Georg Mahler gespielt und gesprochen wurde.
Wer ist Max Babbelnase?
Die - wenn auch leider nur kurze - Serie
Komm Puter gehörte für mich zu den
schönsten Aufgaben, die ich als Redakteur jemals betreuen durfte.
Einmal, weil ich Redakteur, Miterfinder, Moderator, Intimus von Max Babbelnase
und Kollege von Hans Georg Mahler war. Zum anderen, weil bedingt durch meine
Fernsehpräsenz, die im Jahre 1989 den 13jährigen bundesdeutschen Mitmenschen,
mich sogar auf Straßen, Wegen und Plätzen ansprachen und mich baten,
Max Babbelnase unserem Fernsehputer gegenüber ein wenig höflicher zu
sein und ihn nicht immer so arrogant abzukanzeln, weil er so wenig von Rechnern,
hier dem Atari 800, wusste.
Puter und Klaus beschäftigen sich heute mit Musik am Computer. Sendung Komm Puter vom 03.08.1989. Copyright: ZDF und Look Video & Film Wiesbaden.
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Es war schon eine tolle Erfahrung, wenn ich mitbekam, wie dank der Drehbücher von
Christian Spanik, diese Puppe, unser Max, durch Hans Georg Mahler zum Leben
erweckt wurde und in unserem, gemeinsam von Dietmar Westenberger für die Produktion
angeschafftem „Goggomobil“. Mit mir in Deutschland und bei diversen Messen
unterwegs war. Bei den Dreharbeiten, lag der Puppenspieler Hans Georg Mahler
neben mir in dem klitzekleinen Goggomobil und bespielte dabei noch zusätzlich
mit Bravour die Puppe: Max Babbelnase.
Klaus Möller im Goggomobil. Sendung Komm Puter vom 26.10.1989. Copyright: ZDF und Look Video & Film Wiesbaden.
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Ob wir mit dem Goggomobil anlässlich der CeBIT 1990 durch die Ausstellungshallen
pesten (fuhren) - natürlich mit Genehmigung der Hallenaufsicht, der Messeleitung
und der Sicherheitsdienste - ich meine, wer sonst außer Max Babbelnase und Klaus
Möller durfte damals in einem Zweitaktmobil durch ungelüftete Ausstellungshallen
fahren?
Oder ob wir mit dem Goggomobil zu Außenaufnahmen im schönen
Taunus, im herzigen Westerwald oder auf Wiesbadens Einkaufsmeile unterwegs waren.
Wir haben uns immer gefreut, wie die Kinder die Figur von Max Babbelnase
angenommen haben! Die Dreharbeiten haben großen Spaß gemacht und auch
die Einschaltquoten und die Zuschauerresonanz auf Max Babbelnases Abenteuer
im
Komm Puter Land waren überzeugend und machten Laune auf mehr.
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