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Atari VCS Pitfall!

Kommerzieller Hit:
Pitfall! gehört zu den erfolgreichsten Spielen für die Atari VCS Spielkonsole überhaupt. Es wurde über 4 Millionen Mal verkauft.
Spiel-Plattformen:
Das Spiel wurde für die folgenden Systeme angeboten: Atari 2600, Atari 5200, Atari 8-bit, ColecoVision, Commodore 64, Intellivision, Sega SG-1000.
Entwicklungszeit:
Die Entwicköung von Pitfall! benötigte laut David Crane ca. 1.000 Stunden Arbeitszeit.
 
Die Atari VCS Pitfall!-Schatzkarte
TEXT UND BILDER: GUIDO FRANK
AUSGABE: FEBRUAR 2001
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Auf der Suche nach alten Videospiel-Schätzen
Als Anfang des Jahres 1983 David Crane's Pitfall! für das Atari VCS auf dem deutschen Spielemarkt erschien, wurde damit wieder einmal ein neues Kapitel in der Geschichte der Videospiele geschrieben. Nicht dass dieses Spiel unbedingt wegen seiner tollen Grafik die Aufmerksamkeit der Spieler erregte.

Auch wenn die Grafik für diese Zeit bestimmt überdurchschnittlich gut war. Pitfall! kam vielmehr durch seinen einzigartigen Levelaufbau und die neuen Features schnell an die Spitze der damaligen Spiele-Hitparaden. Während die meisten Videospiele Anfang der Achtziger Jahre durch die geringe Speicherkapazität der Konsolen von Level zu Level einfach immer nur schwieriger oder schneller wurden und dabei kaum Abwechslung im Spielablauf boten, hatte Pitfall! bei gleichem Schwierigkeitsgrad 255 verschiedene Bildschirme, in denen die Gegner und Gefahren ständig abwechselten.   <i>Pitfall!</i> für Ataris VCS von Activision (1982).
Pitfall! für Ataris VCS
von Activision (1982).

In der Welt von Pitfall-Harry
Es gab viele Unterschiede zu den üblichen Videospielen. Zum Beispiel verlor man in der Regel bei einem gegnerischen Kontakt mit seiner Spielfigur ein Leben. Bei Pitfall! bekam man dafür nur einen Punkteabzug. Doch somit konnte das erklärte Hauptziel, die maximale Punktzahl im Spiel, nicht mehr erreicht werden.

Das Höhlenlabyrinth von <i>Pitfall!</i>.
Das Höhlenlabyrinth von Pitfall!.

Spielerisch bleibt Pitfall! eines der besten Jump and Run Spiele seiner Zeit. Es galt mit großen Sprüngen Fallgruben oder rollende Baumstämme zu überwinden, gefährlichen Gegnern wie giftigen Schlangen und Skorpionen auszuweichen, und man konnte sich sogar an Lianen über Treibsand oder tiefe Sümpfe schwingen. Auf seinem Weg durfte der Spieler aber nie die vielen verschiedenen Schätze aus den Augen verlieren.

Lianen, Gold und Krokodile
Pitfall-Harry hatte die Möglichkeit, seine Abenteuer auf zwei unterschiedlichen Ebenen zu bestehen: Über einen normalen Weg auf der Erde oder durch einen unterirdischen Tunnel, um in den nächsten Bildschirm zu gelangen. Der Unterschied hierbei: Benutzte man den unterirdischen Weg, wurden pro Bildschirm immer zwei Bilder übersprungen.   Pitfall-Harry auf der Jagd nach dem Gold.
Pitfall-Harry
auf der Jagd nach dem Gold.

So konnte dabei leicht ein Schatz übersehen werden und schon wieder war es vorbei mit der vollen Punktzahl. Wollte man alle Bildschirme oben durchlaufen, gab es ein Zeitlimit von genau 20 Minuten, das dieses Vorgehen unmöglich machte! Unter der Erde standen dafür öfter Mauern im Weg, die dort ein Weiterkommen nicht mehr zuließen. Es musste also die richtige Kombination aus den beiden Wegen sein, um an all die versteckten Schätze zu kommen.

Nicht die Orientierung verlieren!
Ohne eine genaue Karte blieb das Ziel alle Schätze innerhalb des Zeitlimits einzusammeln unerreichbar. Aber auch mit einer Karte musste man ja fast 20 Minuten fehlerfrei spielen, was ein Höchstmaß an Konzentration erforderte. Man kann sich den Ärger leicht vorstellen, wenn man kurz vor Ende noch ein Hindernis berührt und somit einen Punktabzug erhält. Andererseits war das Erfolgserlebnis, als Pitfall-Harry mit einem Tarzanschrei und der vollen Punktzahl von 114.000 das Spiel zu beenden, größer als heute bei einem neuen Computerspiel mit einem Video-Abspann von zehn Minuten Länge.

Auszug aus der <i>Pitfall!</i>-Schatzkarte.
Auszug aus der Pitfall!-Schatzkarte.

Mit Pitfall!, dem ersten richtigen Abenteuerspiel seiner Zeit, wurde die Spielfigur Pitfall-Harry zu einem berühmten Zeitgenossen der damaligen Videospielgeschichte. Er ist sozusagen der Großvater von Lara Croft und ein Kollege von des namenlosen Spielhelden aus Pharaoh's Curse. In einer ähnlichen Szenerie, wenn auch wesentlich weniger Komplex vom Spielablauf, spielt übrigens auch der Klassiker Jungle Hunt. Pitfall! ist immer wieder auf neueren Konsolen und später sogar für den PC umgesetzt worden, trotzdem ist der Spielspaß des Originals von 1982 unerreicht geblieben.

Pitfall 2: Lost Caverns
Nur David Crane selbst, der Programmierer des Original-Pitfall!, konnte mit seinem Nachfolger Pitfall 2: Lost Caverns von 1984 den ersten Teil noch einmal überbieten und schuf damit meiner Meinung nach sogar das technisch und qualitativ beste Spiel, das je für das VCS auf den Markt kam. Das aber ist eine andere Geschichte...

<i>Pitfall 2: Lost Caverns</i>.
Pitfall 2: Lost Caverns.

Die Schatzkarte zur Lösung von Pitfall!
Nun also viel Spaß für alle Fans der klassischen Videospiele, die mit Hilfe meiner alten Pitfall!-Schatzkarte noch einmal die Herausforderung annehmen wollen und zusammen mit Pitfall-Harry auf seine abenteuerliche Schatzsuche gehen möchten. bekannt.

Download der Pitfall!-Schatzkarte

Die Legende der Karte erklärt sich schnell von selbst, wenn man mit dem Bildaufbau von Pitfall! vertraut ist. Es sind jeweils drei Bildschirme übereinander gezeichnet, die aus drei Querstrichen bestehen. Diese Querstriche enthalten für den Spieler alle wichtigen Informationen, wie zum Beispiel die Lianen, Fallen, Schlangen und die rollenden Baumstämme. Aber natürlich auch die Schätze oder die Leitern, über die man in die verschiedenen Ebenen wechselt.

Unter den gezeichneten Bildschirmen stehen die Zahlen der Bilder in Dreier-Schritten, insgesamt 255 Stück. Über den Schätzen steht in roter Farbe die Punktzahl (abgekürzt - es fehlen drei Nullen), die Ihr bis dahin erreicht habt - ohne Punkteabzug. Es ist in manchen Bildern nötig, sofort zu springen, um den rollenden Baumstämmen auszuweichen. Diese besonders schwierigen Bilder sind mit einem blauen Ausrufezeichen markiert. Der genaue Weg wird durch Pfeile angezeigt, auch ist es im Spiel öfters notwendig, nach Aufnahme eines Schatzes wieder zurückzulaufen, um weiter hinten in die andere Ebene zu wechseln.

Viel Erfolg!

PS: Für diejenigen unter euch, die den ersten Teil von Pitfall! schon hinter sich gebracht haben, gibt es hier noch die Schatzkarten zu Pitfall 2: Lost Caverns zum Download:


© 2001 GUIDO FRANK