Auf der Suche nach alten Videospiel-Schätzen
Als Anfang des Jahres 1983 David Crane's
Pitfall! für das Atari VCS
auf dem deutschen Spielemarkt erschien, wurde damit wieder einmal ein
neues Kapitel in der Geschichte der Videospiele geschrieben. Nicht dass dieses
Spiel unbedingt wegen seiner tollen Grafik die Aufmerksamkeit der Spieler
erregte.
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Auch wenn die Grafik für diese Zeit bestimmt überdurchschnittlich gut war. Pitfall!
kam vielmehr durch seinen einzigartigen Levelaufbau und die neuen Features schnell an die Spitze der
damaligen Spiele-Hitparaden. Während die meisten Videospiele Anfang der Achtziger Jahre
durch die geringe Speicherkapazität der Konsolen von Level zu Level einfach immer nur
schwieriger oder schneller wurden und dabei kaum Abwechslung im Spielablauf boten, hatte
Pitfall! bei gleichem Schwierigkeitsgrad 255 verschiedene Bildschirme, in denen die Gegner
und Gefahren ständig abwechselten.
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Pitfall! für Ataris VCS von Activision (1982).
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In der Welt von Pitfall-Harry
Es gab viele Unterschiede zu den üblichen Videospielen. Zum Beispiel verlor man in der
Regel bei einem gegnerischen Kontakt mit seiner Spielfigur ein Leben. Bei
Pitfall! bekam man dafür
nur einen Punkteabzug. Doch somit konnte das erklärte Hauptziel, die maximale Punktzahl im Spiel,
nicht mehr erreicht werden.
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Das Höhlenlabyrinth von Pitfall!.
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Spielerisch bleibt
Pitfall! eines der besten Jump and Run Spiele
seiner Zeit. Es galt mit großen Sprüngen Fallgruben oder
rollende Baumstämme zu überwinden, gefährlichen Gegnern wie
giftigen Schlangen und Skorpionen auszuweichen, und man konnte sich sogar
an Lianen über Treibsand oder tiefe Sümpfe schwingen. Auf seinem
Weg durfte der Spieler aber nie die vielen verschiedenen Schätze aus
den Augen verlieren.
Lianen, Gold und Krokodile
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Pitfall-Harry hatte die Möglichkeit, seine Abenteuer auf zwei unterschiedlichen Ebenen zu
bestehen: Über einen normalen Weg auf der Erde oder durch einen unterirdischen Tunnel,
um in den nächsten Bildschirm zu gelangen. Der Unterschied hierbei: Benutzte man den
unterirdischen Weg, wurden pro Bildschirm immer zwei Bilder übersprungen.
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Pitfall-Harry auf der Jagd nach dem Gold.
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So konnte dabei leicht ein Schatz übersehen werden und schon wieder
war es vorbei mit der vollen Punktzahl. Wollte man alle Bildschirme oben durchlaufen,
gab es ein Zeitlimit von genau 20 Minuten, das dieses Vorgehen unmöglich machte!
Unter der Erde standen dafür öfter Mauern im Weg, die dort ein
Weiterkommen nicht mehr zuließen. Es musste also die richtige Kombination
aus den beiden Wegen sein, um an all die versteckten Schätze zu kommen.
Nicht die Orientierung verlieren!
Ohne eine genaue Karte blieb das Ziel alle Schätze innerhalb des Zeitlimits
einzusammeln unerreichbar. Aber auch mit einer Karte musste man ja fast 20 Minuten
fehlerfrei spielen, was ein Höchstmaß an Konzentration erforderte. Man kann sich den Ärger
leicht vorstellen, wenn man kurz vor Ende noch ein Hindernis berührt und somit einen
Punktabzug erhält. Andererseits war das Erfolgserlebnis, als Pitfall-Harry mit einem
Tarzanschrei und der vollen Punktzahl von 114.000 das Spiel zu beenden, größer als heute
bei einem neuen Computerspiel mit einem Video-Abspann von zehn Minuten Länge.
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Auszug aus der Pitfall!-Schatzkarte.
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Mit
Pitfall!, dem ersten richtigen Abenteuerspiel seiner Zeit, wurde die Spielfigur Pitfall-Harry
zu einem berühmten Zeitgenossen der damaligen Videospielgeschichte. Er ist sozusagen der
Großvater von Lara Croft und ein Kollege von des namenlosen Spielhelden aus
Pharaoh's Curse. In einer ähnlichen Szenerie,
wenn auch wesentlich weniger Komplex vom Spielablauf, spielt übrigens
auch der Klassiker
Jungle Hunt.
Pitfall! ist immer wieder auf neueren Konsolen und später sogar für den PC umgesetzt worden,
trotzdem ist der Spielspaß des Originals von 1982 unerreicht geblieben.
Pitfall 2: Lost Caverns
Nur David Crane selbst, der Programmierer des Original-
Pitfall!, konnte mit seinem Nachfolger
Pitfall 2: Lost Caverns
von 1984 den ersten Teil noch einmal überbieten und schuf damit meiner Meinung nach sogar das technisch und
qualitativ beste Spiel, das je für das VCS auf den Markt kam. Das aber ist eine andere Geschichte...
Die Schatzkarte zur Lösung von Pitfall!
Nun also viel Spaß für alle Fans der klassischen Videospiele, die mit Hilfe meiner alten
Pitfall!-Schatzkarte noch einmal die Herausforderung annehmen wollen und zusammen mit
Pitfall-Harry auf seine abenteuerliche Schatzsuche gehen möchten.
bekannt.
Download der
Pitfall!-Schatzkarte
Die Legende der Karte erklärt sich schnell von selbst, wenn man mit dem Bildaufbau von
Pitfall! vertraut ist. Es sind jeweils drei Bildschirme übereinander gezeichnet, die aus drei
Querstrichen bestehen. Diese Querstriche enthalten für den Spieler alle wichtigen
Informationen, wie zum Beispiel die Lianen, Fallen, Schlangen und die rollenden
Baumstämme. Aber natürlich auch die Schätze oder die Leitern, über die man in die
verschiedenen Ebenen wechselt.
Unter den gezeichneten Bildschirmen stehen die Zahlen der Bilder in Dreier-Schritten,
insgesamt 255 Stück. Über den Schätzen steht in roter Farbe die Punktzahl (abgekürzt - es
fehlen drei Nullen), die Ihr bis dahin erreicht habt - ohne Punkteabzug. Es ist in manchen
Bildern nötig, sofort zu springen, um den rollenden Baumstämmen auszuweichen. Diese
besonders schwierigen Bilder sind mit einem blauen Ausrufezeichen markiert. Der genaue
Weg wird durch Pfeile angezeigt, auch ist es im Spiel öfters notwendig, nach Aufnahme
eines Schatzes wieder zurückzulaufen, um weiter hinten in die andere Ebene zu wechseln.
Viel Erfolg!
PS: Für diejenigen unter euch, die den ersten Teil von
Pitfall! schon hinter sich gebracht
haben, gibt es hier noch die Schatzkarten zu
Pitfall 2: Lost Caverns zum Download:
© 2001
GUIDO FRANK