Mein C64 Heimcomputer. Das Adventure "The Hobbit" von 1982 ist geladen. (Bild: André Eymann)
Mein C64 Heimcomputer. Das Adventure „The Hobbit“ von 1982 ist geladen. (Bild: André Eymann)

Wir veröffentlichen persönliche Texte über Video- und Computerspiele der vergangenen Jahrzehnte.

Warum machen wir das?

Wir sind der Meinung, dass die Geschichte der Videospiele direkt von ihren Machern und Spielern erzählt werden sollte. Wichtig sind uns dabei die persönliche Sicht auf die Spiele und die Hintergründe. Bei uns findest Du Erinnerungen und Interviews von Zeitzeugen der Spielebranche, sowie Fakten oder Anekdoten über Heimcomputer, Spielkonsolen und PC-Spiele. Auch den Literaturbereich (Bücher, Zeitschriften usw.) beleuchten wir.

Außerdem glauben wir daran, dass klassische Computer (heute oft als „Retrocomputing“ eingeordnet) einen wichtigen Beitrag für unsere moderne Informationsgesellschaft geleistet haben und weiterhin leisten. Wir selbst sind mit TV-Sendereihen über Computertechnik und technologischer Wissensvermittlung aufgewachsen. Besonders die Heimcomputer-Ära hat den spielerischen Umgang mit Computertechnik beflügelt und das Fundament unser heutigen IT-Gesellschaft geschaffen. Dieses Wissen wollen wir ebenfalls bewahren.

Authentizität

Unsere Texte sind gewollt subjektiv und kommen direkt aus den Kinderzimmern, Studentenbuden oder Hobbykellern unserer Autoren, die ihre ganz eigenen Spielgeschichten für uns aufgeschrieben haben.

André Eymann

Gründer und Chefredakteur von VSG

André Eymann
André Eymann

Mich faszinieren Videospiele seit dem Anfang der 1980er Jahre. Damals begegnete ich dem Videospiel-Automaten Galaga in einer Gaststätte. Schnell erlag ich der Ausstrahlung der Maschine. Zu diesem Zeitpunkt war ich dreizehn Jahre alt. Es folgten ungezählte Duelle und Abenteuer mit den damals domninierenden Weltraumspielen Gyruss, Moon Patrol, Phoenix oder Wettkämpfe mit dem Sportspiel Hyper Olympics. Zum Weihnachtsfest 1984 bekam ich meinen ersten Homecomputer, einen ZX81 von Sinclair, geschenkt. Der Kauf einer Atari 2600 Junior Konsole auf einem Flohmarkt am Ende der 1990er Jahre entfachte meine Leidenschaft für Videospiele erneut. Seitdem interessieren mich der kulturelle Hintergrund und die Geschichte der Videospiele besonders. Aus diesem Interesse heraus habe ich 2009 die Webseite Videospielgeschichten.de gegründet. Mittlerweile schreibe ich regelmäßig Texte und veröffentliche – gemeinsam mit vielen verschiedenen Autoren – Artikel über Computer- und Videospielen auf VSG oder in Form von Gastbeiträgen für andere Projekte.

VSG möchte die persönlichen Erinnerungen der Menschen festhalten, die von den Spielen und ihrer Kultur begeistert und geprägt worden sind.

André Eymann

Guido Frank

Mit-Gründer und Autor

Guido Frank
Guido Frank

Meine Begeisterung für Videospiele entstand irgendwann Ende der 1970er Jahre, als ich als kleiner Knirps (Jahrgang 1968) erstmals den großen schillernden Spielautomaten gegenüberstand. Sofort erlag ich der Faszination, die solche Geräte auf mich ausübten. Es folgte der typische Lebenslauf wie für viele Jugendliche der Generation Pong. Nach dem Kauf einer eigenen Konsole nahm ich ab 1983 aktiv an der Atari VCS Bundesliga teil, der weltweit ersten überregionalen Gemeinschaft von Videospielern. Mit dem Commodore 64 erlebte ich die frühe Ära der Homecomputer und wurde dabei langsam erwachsen. Später hieß dann meine beste Freundin Amiga 500. Das Interesse an dem unterhaltsamen Medium hat mich seit damals nicht verlassen. Mit unserer Arbeit möchten wir erreichen, dass diese aufregende Pionierzeit nicht einfach in Vergessenheit gerät.

René Achter

Grafiken, eigene Webseite 3DPeek.

René Achter
René Achter

Dank meiner Eltern, die damals den Unterschied zwischen einer Spielekonsole und einem Computer nicht kannten, habe ich 1983 meinen ersten Heimcomputer geschenkt bekommen. Ursprünglich hatte ich mir ein Atari VCS 2600 zu Weihnachten gewünscht. Beschenkt wurde ich allerdings mit einem Atari 600 XL. Zuvor kannte ich nur Spieleautomaten wie Phoenix oder Burgertime, wobei bei Battlezone wegen seiner „echten“ 3D-Grafik den größten Eindruck bei mir hinterlassen hatte. Da der Atari 600 XL nicht gerade mit Software gesegnet war, habe ich mich damals schon mit den Themen Programmierung und Grafik beschäftigt. Seitdem gehört der Computer zu meinem Alltag und ich bin über Atari, C64 und Amiga mittlerweile beim PC sowie der Xbox 360 gelandet. Die Begeisterung, die ich damals verspürte, als ich beispielsweise zum ersten Mal Rescue on Fractalus gespielt hatte, vermisse ich bei den heutigen Spielen leider oft. Deshalb starte ich heutzutage Emulatoren oder lese in klassischen Computerzeitschriften, um anschließend in alten Zeiten zu versinken. Mein Schwerpunkt in Hobby und Beruf ist das Thema Grafik und damit unterstütze ich Projekte wie Videospielgeschichten.de so gut ich kann. Ich bin froh, dass man über das Internet so viele Gleichgesinnte findet und so manche Wissenslücke von damals geschlossen wird. Und Wissenslücken gibt es „dank“ des damaligen Informationsmangels genug.