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Das Logo der Atari VCS 2600 Konsole.
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Woher kommen die Spiele für Ataris VCS-Konsole?
Warum waren manche Verpackungen silberfarben? Warum konnte man
andere aufklappen wie ein Buch? Was unterschied die
Hersteller der umfangreichsten Sammlung an Videospielen zurzeit
des Atari VCS überhaupt? Welche Firmen und Menschen steckten dahinter?
Viele Fragen, auf die es eine Menge überraschende Antworten
gibt. Man muss allerdings zuerst einige Fakten über die Geschichte von Atari
erfahren, um die Hintergründe zu verstehen. Fangen
wir also damit an: Atari wurde am 27.10.1972 im US-Bundesstaat
Kalifornien als Atari Inc. von Nolan Bushnell und Ted Dabney gegründet.
Erste Erfolge
Die Firma Atari produzierte in der ersten Hälfte von 1974 verschiedene
Videospiele, darunter
Grand Track 10 und
World Cup Football,
die allerdings beide keinen großen Erfolgen wurden. Einen ganz anderen Erfolg
allerdings konnte
Tank verbuchen, das im gleichen
Jahr entwickelt und sofort ein Hit in den Spielhallen wurde.
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Da die Microchip-Preise 1974 dramatisch sanken, entschloss sich
Atari parallel zum Spielhallengeschäft (engl. Arcade) auch in den
Verbrauchermarkt der Videospiel-Konsolen für Zuhause einzusteigen.
Zu diesem Zeitpunkt war Atari die einzige Firma, die in beiden
Geschäftsfeldern gleichzeitig vertreten war. Das erste Spiel für
den Heimgebrauch war Pong. Dank eines
Exklusiv-Vertrages mit der amerikanischen Handelskette Sears,
konnte Atari mit dem Videospiel Pong im Jahr 1975 einen
Gesamtprofit von 3 Millionen US$ erwirtschaften.
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Eine Spielkonsole für Zuhause - Das Atari VCS
Zu dieser Zeit hatten die Entwickler bei Atari bereits einen
Prototypen für eine Videospielkonsole mit dem Namen „Stella“ enworfen.
Bei Atari wurden alle Projekte nach Namen von weiblichen
Mitarbeitern benannt. Um die finanziellen Mittel erreichen
zu können, die für die Weiterentwicklung der Konsole notwendig waren, wurde
Atari von Bushnell im Oktober 1976 für 28 Millionen US$ an
Warner Communications verkauft. Warner investierte ungefähr
100 Millionen US$ in Atari.
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Combat für das Atari VCS (1977).
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Im Oktober 1977 veröffentlichte Atari dann das „Video Computer System“
für 200 US$ mit dem Steckmodul
Combat, einem Satz Joysticks und einem Paar Paddles.
Combat bot 27 Spielvariationen und war an Ataris
Tank angelehnt.
Gegen Ende des Jahres 1978 verließ Bushnell Atari und wurde von
Ray Kassar als Geschäftsführer ersetzt. Die Firmenkultur wandte
sich mehr dem Profit zu und veränderte den Geist von Atari. Dies war ein
erster wesentlicher Meilenstein in der Geschichte von Atari.
Asteroids und Space Invaders
Die Spielmodule
Basic Math, Video Olympics, Hunt & Score
(später
A Game of Concentration),
Outlaw und
Breakout
wurden für das VCS verfügbar.
In den Spielhallen löste Ataris
Asteroids den Erfolg von Midways
Space Invaders
ab. Insgesamt wurden 12 neue Module im Jahre 1979 für das VCS
entwickelt. Im Januar 1980 wurde
Space Invaders für das VCS lizensiert
und startete damit erneut einen Verkaufsschlager. Das
Brutto-Einkommen von Atari schnellte 1980 auf 415 Millionen US$
und verdoppelte sich zum Vorjahr.
Eines der folgenden Spiele war
Adventure.
Dieses Spiel wurde zum Symbol der Unzufriedenheit
der Atari-Entwickler mit ihrer Firma. Warren Robinett, der
Entwickler von
Adventure, programmierte einen versteckten Raum,
ein so genanntes „Easter Egg“, in das Spiel hinein, in dem sein
Name zu lesen war. Über diesen Weg, wollten die Entwickler sich
die Anerkennung holen, die ihnen die mittlerweile unpersönlich
gewordene Firma Atari nicht mehr geben konnte.
Genau diese Umstände führten am 25.04.1980 zur Geburt der Firma
Activision.
Activision wird gegründet
Vier Atari-Mitarbeiter, die ähnlich wie Warren
Robinett enttäuscht von den Arbeitskonditionen waren, wollten
ihre eigenen Wege gehen. Die vier waren: David Crane,
Alan Miller, Bob Whitehead und Larry Kaplan.
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Chopper Command von Activision (1982).
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Activision entschloss sich, ausschließlich Spiele für das VCS zu entwickeln,
da es zu diesem Zeitpunkt in mehr Haushalten vorhanden war, als
alle anderen Konsolen des Marktes zusammen. Die ersten vier Module waren
Dragster, Fishing Derby,
Checkers und
Boxing.
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Activisions Spiele zeichnen sich durch pfiffige Grafiken aus und anders
als bei den Atari Spielen, wird
das Activision Logo regelmäßig im Spiel angezeigt. Die Verpackung
enthielt eine ausführliche Anleitung mit Tipps, einen Hinweis
des Entwicklers und ein Foto. Zusätzlich boten sie die Teilnahme
an Wettbewerben an, bei denen Spieler eigene Fotos ihrer
High-Scores zu Activision schicken konnten, um einen kleinen
Preis zu gewinnen. Durch diese Ideen versuchte Activision seinen
Spielen eine persönliche Note zu geben. Gegen Ende 1980
erwirtschaftete Activision so einen Profit von 12,9
Millionen US$.
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Activision Entwickler Garry Kitchen.
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Das Atari-Imperium schlägt zurück
Im Januar 1981 wurde
Missile Command von Atari
veröffentlicht. Das Spiel bot 34 Variationen, inklusive einer
speziellen Version für Kinder an. Obwohl Activision eine
Menge interessante Ideen für die Vermarktung ihrer Spiele
einbrachte, wurden verschiedene Variationen einen Spiels nur
mit Atari-Modulen angeboten.
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Missile Command von Atari (1981).
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Activision war dennoch sehr erfolgreich im VCS-Markt und schuf Klassiker
wie
River Raid,
Enduro,
Kaboom! oder das legendäre
Pitfall!, von denen
später viele auf Heimcomputer wie dem Commodore 64 und auch
anderen Plattformen portiert wurden. Bill Grubb, der derzeitige
Marketing Vize-Präsident bei Atari, entschied sich die Firma zu verlassen.
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Enduro von Activision (1983).
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Inspiriert von Activisions Erfolg traf er mit Dennis Koble, einem
Atari-Entwickler, zusammen. Koble hatte 1976
Sprint 2 und
1978
Avalanche für Atari entwickelt. Nachdem sich
beide über Pläne eine eigene Firma aufzubauen ausgetauscht
hatten, kamen die beiden Intellivision Entwickler Jim Goldberger
und Brian Dougherty von Mattel hinzu.
Grubb stellte zwei weitere Atari-Entwickler und drei Hardware-Spezialisten ein.
So wurde am 17.07.1981 die Firma Imagic geboren.
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