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TATSACHEN


Spielehersteller des Atari VCS

Games By Apollo:
Existierte von 1981-1983 und wurde durch Pat Rope und Ed Salvo gegründet.
Spectravision:
Existierte von 1982-1983 und lieferte zusätzlich das einzige VCS-Keyboard am Markt mit dem Namen CompuMate.
Telesys:
Existierte 1983-1983 und galt als Hersteller für kreativere und etwas verrücktere Spiele.
CBS Electronics:
Existierte von 1982-1984 und konnte durch seine große Finanzkraft Spiele von Bally lizenzieren.
Parker Brothers:
Existierte von 1982-1983 und war einer der ersten Anbieter von sogenannten „Filmversoftungen“.
XONOX:
Existierte von 1983-1983 und war der zweite Anbieter neben Playaround, der zwei Spiele in einem Modul anbot.
 
Imagic, Games by Apollo, CommaVid und Co: Die Spielehersteller des Atari VCS
TEXT UND BILDER: ANDRÉ EYMANN
KATEGORIE: ZEITGESCHEHEN
AUSGABE: SEPTEMBER 2002
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Das Logo von Imagic.
Das Logo von Imagic.

Imagic greift an
Die Firma Imagic hatte sich, ähnlich wie Activision, vorgenommen ausschliesslich Software zu produzieren. Ihr Ziel war es aber, die Spiele parallel zum VCS auch für Mattels Intellivision-System zu verkaufen. Sie glaubten, dass sich das Intellivision möglicherweise als Marktführer etablieren würde.

Die ersten drei Spiele die Imagic 1982 präsentierte waren Trick Shot, Star Voyager und Demon Attack. Um ihre Spiele bei den Händlern von der Masse abzuheben, lieferte Imagic jedes Modul in einer leuchtenden, silberfarbenen Verpackung aus. Besonders Demon Attack wurde ein großer Erfolg. Im Grunde war dieses Spiel eine Kopie von Centuris Automatenspiel Phoenix, die aufgrund ihrer guten Grafik und der unberechenbaren Bewegungsmuster der Vögel eine Menge Spielspass garantierte. Interessanterweise wurde Demon Attack selbst unter dem Titel Condor Attack für das VAS (Video Arcade System) von Ultravision geklont. Weitere Titel von Imagic waren Atlantis, Riddle of the Sphinx oder Fire Fighter.

<i>Demon Attack</i> von Imagic (1982).
Demon Attack von Imagic (1982).

Games by Apollo
Ebenfalls 1981 gründete sich die Firma Games by Apollo. Sie bestand aus nur zwei Mitarbeitern: Pat Rope als Geschäftsführer und Ed Salvo als Programmierer. Das erste Spiel, dass Games by Apollo veröffentlichte war Skeet Shot. Kurz danach wurde der Titel Space Chase produziert.

Das Logo von Games By Apollo.
Das Logo von Games By Apollo.

<i>Space Chase</i> von Games By Apollo (1981).
Space Chase von Games By Apollo (1981).

Space Chase war Ataris Space Invaders sehr ähnlich, setzte aber durch seine gute Grafik und dem scrollenden Spielfeld einen neuen Maßstab. Ein weiteres Spiel war Lochjaw, welches später aufgrund einer drohenden Klage der MCA in urheberrechtlichen Bezug auf den Film Jaws in Shark Attack umbenannt wurde. Games by Apollo produzierte noch weitere Spiele, musste aber Anfang 1983 aufgrund des großen Wettbewerbs seine Geschäfte einstellen.

Spectravision, Telesys und CBS Electronics
Verschiedene kleinere Firmen wie Spectravision oder Telesys begannen Software für das VCS herzustellen. Spectravision bot zusätzlich als einziger Lieferant im Markt eine Tastatur für Ataris VCS mit dem Namen CompuMate an. Auch die großen Unternehmen, sahen das Spiele-Potential des VCS-Marktes. 1982 lizenzierte zum Beispiel CBS Electronics die Arcade-Hits Wizard of Wor und Gorf für die Atari-Konsole.

Das Logo von Spectravision.
Das Logo von Spectravision.

<i>Gas Hog</i> von Spectravision (1984).
Gas Hog von Spectravision (1984).

Parker Brothers
Eine weitere große Firma die in das Videospielgeschäft einstieg war Parker Brothers, die SEGAs Frogger lizenzierte und mit Titel wie The empire strikes back auch eigene Spiele entwickelte. Parker-Brothers war eine der ersten Firmen, die Videospiele an Filmtitel und Comics anlehnte. So wurden 1982 die beiden Titel Spiderman und The incredible Hulk von Marvel Comics lizenziert.

Das Logo von Parker Brothers.
Das Logo von Parker Brothers.

<i>Spiderman</i> von Parker Brothers (1982).
Spiderman von Parker Brothers (1982).

Die Verpackungen der Spiele von Parker konnte man ähnlich wie bei einem Buch aufklappen und dann Modul und Anleitung entnehmen. Parker produzierte sehr erfolgreiche Spiele für das VCS, darunter weitere Teile der Star Wars-Serie, sowie Popeye, Q*Bert, Astro Chase und Montezuma's Revenge.

XONOX - Doppelt hält besser
Etwas gänzlich Neues wurde 1983 von der Firma XONOX geschaffen. XONOX gehörte zur K-Tel Schallplattenfirma und verkaufte seine Spiele als so genannte „Double-Ender“. Der ungewöhnliche Firmenname wurde gewählt, weil er sich von jeder Richtung gleich liest und somit unverwechselbar in Bezug auf die Produkte des Herstellers sein sollte.

Das Logo von XONOX.
Das Logo von XONOX.

Ein Double-Ender enthielt zwei Spiele, die je nach Einsteckrichtung gespielt werden konnten. XONOX hatte sich vorgenommen Spiele für die ganze Familie zu produzieren und veröffentlichte Spike's Peak / Ghost Manor und Super Kung-Fu / Artillery Duel. Artillery Duel wurde später sehr erfolgreich auf den Commodore 64 portiert und konnte auch dort mit seiner simplen Spielidee viele Stunden fesseln. Ziel von Artillery Duel war es, mit möglichst wenigen Schüssen eine gegnerische Kanone zu zerstören. Dazu konnten Winkel des Kanonenrohres und Schusskraft festgelegt werden. Wenn man daneben traf, war der Gegner am Zug.   Werbung für XONOX Double-Ender.
Werbung für XONOX Double-Ender.

Spike's Peak
Hier ein Werbetext zu dem XONOX-Spiel Spike's Peak: „Du bist Spike und Du kletterst gegen die Zeit. Statt den langen und sicheren Weg zu nehmen, kannst Du auch die Abkürzung wählen... wenn Du Dir das zutraust. Du brauchst eine ausgefeilte Klettertechnik. In fünf verschiedenen Spielebenen kommst Du zum Gipfel.“

<i>Spikes Peak</i> von XONOX (1983).
Spikes Peak von XONOX (1983)

„Aber: Raubvögel machen Jagd auf Dich und ein hungriger Bär lauert Dir in einer Höhle auf. Achte auf Steinschlag und pass' auf, dass Du nicht ausrutscht - sonst fällst Du in einen giftigen Bergkaktus. Je höher Du steigst, desto kälter wird es. Also schnell, bevor Du erfrierst.“
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