CommaVid
Im Jahre 1983 wurde die durch Irwin Gaines, John Bronstein and Joseph Biel
gegründete Firma CommaVid aus Chicago exklusiv
in den deutschen Ariola-Vertrieb aufgenommen. Die ersten Titel
waren
Cosmic Swarm, Mines of Minos und
Room of Doom.
Ein Spiel kostete ca. 100 DM. CommaVids Spiele hatten oft
einen deutschen Untertitel, so dass aus
Mines of Minos
Im Labyrinth des Roboters und aus
Room of Doom nach der Übersetzung
Raum ohne Ausweg wurde.
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Mines of Minos von CommaVid (1983).
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Quelle International
Ebenfalls Spiele mit deutschen Titeln hatte die Quelle International
unter dem Vertrieb der Firma Universum zu bieten. Die Quelle Spiele
waren simple Kopien meist bekannter Atari, Activision oder
Imagic-Titel. Die Anleitung war lediglich ein Beipackzettel und
die Titel der Spiele sollten vor allen Dingen die jüngeren Spieler ansprechen.
So wurde aus Activisions
Keystone Kapers einfach
Wachroboter jagt Jupy oder aus Imagics
Atlantis
der Titel
Strahlen der Teufelvögel. Weitere Titel
waren
Invasion aus der Galaxis, Weltraumtunnel oder
Bobby geht Heim.
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Das Logo von Quelle International.
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Angriff der Luftflotten von Quelle International (1983).
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Tigervision
Die Firma Tigervision wurde aus einer Abteilung der amerikanischen
Spielzeugfirma Tiger Electronics gegründet, die unter anderem als Produzent
von Handheld-Spielen bekannt wurde. Der erste Erfolg von Tigervision war
King Kong, dass von MCA lizenziert wurde und eine Kopie des
Spielhallenerfolgs
Donkey Kong war.
Einen großen Hit konnte Tigervision 1982 mit ihrem
Miner 2049er landen. Tigervision produzierte verschiedene
Spiele für das VCS. Darunter auch das Spiel
Polaris.
Allerdings blieb
Miner 2049er mit seinem Spielcharakter
Bounty Bob der größte Erfolg. Das Spielprinzip
von
Miner 2049er ähnelte stark den klassischen Cave Jump-and-Run-Spielen
wie
Pitfall! oder dem Klassiker
Montezuma's Revenge
(Parker Brothers, 1984, programmiert von Robert Jaeger).
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Das Logo von Tigervision.
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Miner 2049er von Tigervision (1982).
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Der Charakter
Bounty Bob war so erfolgreich, dass er später auf
verschiedene Heimcomputer portiert wurde. In Deutschland wurden
die Tigervision-Spiele über die Firma Teldec vertrieben. Unter
dem Motto „Jetzt ist der Tiger los“ bekamen Mitglieder
des Tigervision-Clubs, genau wie bei Activision, Sticker die
gesammelt werden konnten.
Unvergängliche Klassiker
Zweifellos hat die große Nachfrage nach VCS Spielen
unterschiedlichste Wettbewerber mit unvergesslichen
Videospielen erschaffen. Selbst heute werden immer wieder Titel
aufgelegt, die für das VCS entwickelt wurden. So gibt es
beispielsweise
Montezumas's Return für den PC,
Gauntlet Dark Legacy für Nintendo GameCube, PlayStation 2
und XBox, sowie regelmäßig Arcade-Packs für verschiedene
aktuelle Konsolen.
Neben den hier erwähnten Unternehmen, gab es noch viele kleinere Firmen
die ebenfalls Spiele für das VCS vertrieben. Dazu gehören zum
Beispiel:
- 20th Century Fox
- Bit Corp
- Coleco
- Epyx
- HES
- INTV
- M Network
- Polygram
- Sears
- Starpath
- Technovision
- VentureVision
Von allen damaligen Anbietern, hatten jedoch Atari und Activision
die umfangreichsten Spielekataloge. So konnten
Bezerk,
Centipede oder
Commando immer wieder auf anderen Plattformen eine
Wiedergeburt erleben. Spiele wie
Summer Games oder
Winter Games von Epyx haben den Sportspielen auf den
Konsolen zum Durchbruch verholfen.
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Commando von Activision (1988).
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Allein schon deshalb kann man das VCS mit seinen Spiele-Herstellern
als eine wesentliche Epoche der Videospieldynastie nennen. Wie hieß
es bei Atari 1983 schon: „Spaß für alle, ohne Ende“.
So ist es nicht unwahrscheinlich, dass uns auch in der Zukunft wieder einmal ein
klassisches VCS-Spiel begegnen wird.
Quellenangaben:
- Taschenbuch Phoenix: The Fall & Rise of Videogames (Second Edition)
Leonard Herman, Rolenta Press 1999, ISBN 0-9643848-2-5
© 2002
ANDRÉ EYMANN