Ein Jahr im Leben des neuen Hofbesitzers in Stardew Valley

Veröffentlicht in Videospielgeschichten
Mit Kommentaren von Sylvio Konkol, Tobi, Thomas, Christina Knauf, Alexander Strellen, Nadine

Wir werfen einen Blick in die Tiefen von Stardew Valley: Wie könnte das private Tagebuch der Person aussehen, die neulich den Hof im Westen von Pelikan Stadt übernahm?

2. April

Liebes Tagebuch,

es ist soweit! Vor einigen Monaten hatte ich doch berichtet, dass ich gerne etwas nach draußen ziehen möchte, weil mir die Innenstadt auf Dauer nicht gut bekommt. Ich mag den Trubel und die Möglichkeiten, bin aber im Herzen ein „Landei“. Und was soll ich sagen… es hat geklappt! Es hat sich eine Gelegenheit ergeben, ich habe den Sprung gewagt und schreibe diese Zeilen nun aus meinem neuen Zuhause! Ich bin so aufgeregt! 

Viele Jahre lebte ich in dieser anonymen Hochhaussiedlung und darum war es für mich ziemlich ungewohnt, dass ich gleich zum Einzug schon in Kontakt mit meinen Nachbarn kam. Sie sagten, hier draußen würden selten neue Menschen einziehen und sie würden sich freuen, mich kennenzulernen. Ganz ehrlich, ich glaube, die waren einfach neugierig und wollten herausfinden, was ich für einer bin. Aber alle sind sehr freundlich. Hoffentlich bleiben sie das auch und ich habe nicht verlernt, wie man Freunde gewinnt. 

Als erstes habe ich mir aber trotzdem einen Hund angeschafft, damit es hier nicht einsam wird. Max ist super lieb und tollt den ganzen Tag auf dem Hof herum. Er kennt sich hier bestimmt schon besser aus als ich. 

15. Mai

Mittlerweile fühle ich mich hier richtig wohl. Ich habe ein kleines Häuschen mit einem Stückchen Garten, das ist ein riesiger Schritt im Vergleich zu dem winzigen Balkon in der Stadt. Auf dem hatte ich vorher ja schon ein paar Pflänzchen stehen – die meisten waren Zierpflanzen, aber auch das eine oder andere Gemüse war darunter. Für die Zeit hier habe ich mir vorgenommen, mehr Essbares anzupflanzen und mich so zumindest ein bisschen auch selbst versorgen zu können. Natürlich ist die Auswahl an Läden nicht so groß wie in der Stadt, es gibt tatsächlich nur einen kleinen Krämerladen und einen Supermarkt. Das reicht zwar, aber ich habe schon immer davon geträumt, einen komplett selbst gepflanzten und geernteten Salat zu essen. 

Neulich fand ein Dorffest statt. Die meisten Nachbarn meiner Straße kannte ich schon und habe sie dort alle auch wieder getroffen. Lustig zu sehen, wie so eine kleine Feier ein ganzes Dorf mobilisiert – würde mich nicht wundern, wenn wirklich alle Einwohner dort gewesen wären. Jedenfalls habe ich auch ein paar neue Bekanntschaften gemacht. Und ich habe jemanden kennengelernt… ich muss unbedingt mehr über ihn herausfinden. 

8. Juni

Die Pflanzen gedeihen! Das Meiste wächst gut und brav vor sich hin, ein-zwei der Pflanzen sind mir eingegangen. Ich muss beim Gießen noch besser werden, manche wollen viel, andere wenig Wasser. Ich überlege, mir eine automatische Bewässerungsanlage anzuschaffen, aber die ist nicht billig. Außerdem muss man die ja programmieren und anschließen. Ach, mal schauen. Vielleicht kann Sam mir helfen, dann würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe… Achso, Sam ist der, von dem ich neulich schrieb. Wir haben uns nach dem Dorffest noch ein paar Mal beim Einkaufen und auf der Straße getroffen und jedes Mal ein bisschen gequatscht. Ich mag ihn sehr gerne, er ist so lebensfroh. 

Sam hat irgendwann einmal fallen lassen, dass er Blumen mag. Das hätte ich nicht erwartet, muss ich sagen. Normalerweise sehe ich ihn draußen nur am Smartphone oder auf dem Skateboard. Er spielt auch manchmal mit den kleinen Kindern, das finde ich süß. Vielleicht mag ich ihn deshalb so gerne, weil er einfach sympathisch rüberkommt. Jedenfalls habe ich mir überlegt, die Tomaten, die neulich eingegangen sind, durch hübsche Zierpflanzen zu ersetzen. Dann kann ich ihm mal eine mitbringen. Oder wirkt das zu aufdringlich?

28. Juli

WIE PEINLICH! Vorhin machte ich nach dem Einkaufen noch einen kurzen Spaziergang durchs Dorf und kam zufällig an Sams Haus vorbei. (Okay, nicht ganz zufällig. Es gibt mehrere Wege nach Hause und einer führt nun mal an seinem Haus… ach, ich muss mich hier doch nicht rechtfertigen!) Ich blieb davor stehen und träumte ein bisschen vor mich hin. Ob er mich wohl auch mag, wie es wäre, mit ihm zusammen zu wohnen – solche Dinge. Mitten in meinem Tagtraum geht plötzlich die Haustür auf, Sam tritt aus der Tür und sieht mich fragend an. Ich habe mir eine total blöde Ausrede einfallen lassen, irgendwas mit Architektur oder so. Wenn er nicht vollständig bescheuert ist, hat er es gemerkt. Ich hätte im Boden versinken können. 

Meine Pflanzen gedeihen prima. Vielleicht ist es einfach nur eine Frage der Routine. Ich gieße sie jetzt jeden Morgen noch vor dem Frühstück. Neulich habe ich danach einen kleinen Ausflug über das Gelände gemacht. Der Hof ist viel größer, als ich gedacht hatte! Hinter dem Teich fand ich ein kleines Wäldchen, das sich als schier endlos herausstellte. Es gibt unglaublich viel aufzuräumen alles ist total zugewachsen. Ich hätte eine Machete mitnehmen sollen. 

Beim Dorffest
Beim Dorffest

13. August

Ich habe beschlossen, ein paar der Bäume weiter hinten zu fällen und Platz für einen kleinen Hühnerstall zu schaffen. Mit etwas Glück habe ich dann jeden Morgen ein frisches Ei zum Frühstück. Und die Hühner können den Hof etwas beleben und Max auf Trab halten. Oder anders herum, wir werden sehen. 

Neulich fand wieder ein Dorffest statt. Ich muss sagen, die wissen hier wirklich, wie man Party macht. Alle feierten bis tief in die Nacht, selbst die Kinder waren dabei – aber es sind ja auch Ferien. Für Sam hatte ich extra eine frisch geerntete Chili dabei, weil ich dachte, das könnte ihm gefallen. Ich will ihm nicht ständig Blumen schenken. Geschenke waren bei der Feier aber nicht erwünscht, also unterhielten wir uns einfach nur. Ich habe bemerkt, dass er mir Blicke zuwirft, wenn wir entfernt voneinander stehen. Oder schaut er nur zurück, weil ich ihn anschaue? Aaah!

18. September

Hier gibt es sehr viel zu entdecken. In einer alten Mine habe ich allerlei Material für den Hof gefunden. Die Höhlen sind allerdings etwas gruselig, sogar Max will da nicht rein. Mich beschleicht das Gefühl, dass ich dort nicht das einzige Lebewesen bin. Ob ich mich bewaffnen sollte? Vielleicht können mir die Leute von der Jägergilde nebenan ein paar Tipps geben. 

Das Freiräumen auf dem Hof geht gut voran. Ich habe im Dorf einen Hühnerstall und auch schon ein paar Hühner bestellt. Toll, dass das hier alles vor Ort möglich ist. Sobald der Stall fertig ist, können die Hühner einziehen. Ich soll mir schon mal Gedanken über die Namen machen, haben sie gesagt, das bringt sonst Pech. Haha! 

Ich brauche dringend etwas Deko!
Ich brauche dringend etwas Deko!

11. Oktober

Am Strand habe ich ein paar unglaublich schöne Muscheln gefunden. Vielleicht kann ich einige davon in meiner Wohnung platzieren. Leider habe ich nicht so viel Ahnung vom Dekorieren, es sieht recht eintönig aus. Neulich war ich bei Sam, sein Zimmer ist total gemütlich eingerichtet. Vielleicht lade ich ihn mal zu mir ein für ein paar Tipps. Als Dankeschön bekommt er eine der Muscheln. 

Hier lebt so ein stiller Typ in einem Zelt am Dorfrand, der ist die meiste Zeit allein. Ich dachte, er freut sich vielleicht über ein paar Materialien aus der gruseligen Höhle. Habe ich ihm neulich vorbei gebracht. Meine Güte, war der sauer, sagte irgendwas von ekelhaft und stillos. Die Woche drauf habe ich ihm eine Schale frischer Himbeeren vom eigenen Feld gebracht, das hat ihn besänftigt. Ich sollte eine Liste anlegen, wer hier was mag. 

Die Hühner sind mittlerweile alle eingezogen. Sie legen mehr Eier als ich essen kann, also habe ich beschlossen, ein paar davon zu verkaufen. Das lohnt sich richtig, die Nachfrage ist groß. Ich überlege sogar, ob ich einen zweiten Stall anschaffen sollte. 

29. November

Beim Stadtbummel kam ich mit der Schreinerin ins Plaudern und was soll ich sagen, ich habe jetzt einen neuen Stall und vier Kühe. Sie hat mir einen Sonderpreis gemacht und ich hatte sowieso noch Platz auf dem Hof. Die Kühe und die Hühner vertragen sich super. Max findet das alles großartig und läuft immer hin und her, wenn er nicht gerade ein Nickerchen in seiner Lieblingsecke macht. 

Die Kinder im Dorf haben anfangs noch gesagt, sie würden mit Fremden nicht reden. Fand ich eigentlich ganz gut. Mittlerweile sind die meisten aber aufgetaut und spielen auch mal mit mir Ball, wenn ich ins Dorf gehe. Ich kenne mittlerweile fast alle Dorfbewohner, es ist ja auch schon über ein halbes Jahr vergangen. 

Sam und ich reden häufig miteinander. Manchmal telefonieren wir abends noch ein bisschen, das finde ich schön. Ich war schon häufiger bei ihm, wir haben in seinem Zimmer abgehangen und naja, einmal hat seine Mutter uns fast beim Fummeln erwischt. Das war mir ziemlich peinlich, weil ich der Ältere von uns beiden bin. Als sie wieder raus war, hat er Tränen gelacht, weil ich wohl knallrot geworden bin. Ich habe gesagt, wir treffen uns ab sofort nur noch bei mir. 

Mama hat mir einen Brief geschrieben. Ich habe mich so gefreut! Ich habe ihr Fotos vom Hof, den Ställen und dem Garten geschickt. Von Sam habe ich nichts gesagt, ich will noch etwas warten. 

12. Dezember

Kann das wahr sein? Selbst im tiefsten Winter ist dieses Dorf wunderschön. Ich war heute wieder am Strand, es war allerdings eiskalt. Trotzdem habe ich wieder einige schöne Muscheln gefunden. 

Dieser Tage gehe ich aber wegen der Kälte häufiger in die Stollen. Mit meinem Schwert kann ich mittlerweile ganz gut umgehen. Da kommt man auch nicht drum herum, denn je tiefer man kommt, desto fieser sind die Höhlengestalten. Die meisten fühlen sich glaube ich einfach nur durch Menschen gestört, aber sie greifen immer zuerst an, diese kleinen Biester. 

Sam hat mir endlich ein wenig beim Dekorieren geholfen. Ich habe ihn richtig beknien müssen! Mein Haus sieht jetzt echt wohnlich aus. In den letzten Wochen habe ich allerlei Rezepte ausprobiert, das Meiste natürlich mit Produkten von meinem kleinen Hof. Ich überlege, ihn zum Jahreswechsel zu einem Dinner einzuladen. Vielleicht sogar ein romantisches…

4. Januar

Habe ich schon erwähnt, dass hier ständig irgendwelche Feten stattfinden? Wenn nicht gerade die jeweilige Jahreszeit gefeiert wird, hat jemand Geburtstag. Es wäre ein Halbtagsjob, ständig ein Auge darauf zu haben, wer wann dran ist. Ich habe mir einen Kalender in meine Wohnung gehängt, damit ich den Überblick nicht verliere. 

Bald beginnt das Frühjahr, ich sollte mir Gedanken machen über die neuen Pflanzen, die ich anbauen will. Im vergangenen Jahr habe ich viel ausprobiert und einiges ist auch schief gegangen. Vor allem aber habe ich gelernt, wie unterschiedlich die Preise sind, die man je Pflanze aufrufen kann. Wenn man dazu bedenkt, dass manche nur kurz blühen oder Früchte tragen, andere dafür mehrfach… ich mache mir mal eine Liste. 

Sam hat neulich gesagt, er könnte sich ein grundsätzlich ein Leben auf dem Land vorstellen. Es kam zwar in einem Nebensatz und ganz beiläufig, aber mir ist fast das Herz stehen geblieben. Hat er das als die Anspielung gemeint, als die ich es verstanden habe?!

7. Februar

Sam und ich waren an unserem geheimen Lieblingsort im Dorf. Er hat mich geküsst und ich habe angefangen zu zittern vor Aufregung. Er hat gelacht und gesagt, ihm würde es ähnlich gehen. Wir haben uns über unsere Zukunft unterhalten. Und dann hat er zugestimmt… bei mir… EINZUZIEHEN!! ICH WERDE WAHNSINNIG!!!!

Am nächsten Tag haben wir es seinen Eltern gesagt. Die beiden sind ausgerastet vor Freude. Sogar sein kleiner Bruder war froh, aber ich glaube, er hat eher ein Auge auf Sams Zimmer geworfen. Das ist nämlich größer als seins. 

Womit ich nicht gerechnet habe, ist der Traditionalismus hier im Dorf. Es stand für alle sofort fest, dass wir heiraten würden. Für mich als ehemaligen Städter war das gar nicht so wichtig, aber ich habe mich natürlich gerne gefügt. Endlich mal wieder eine Party im Dorf 😉

Ach, der Hofplan fürs Frühjahr steht auch! Ich werde weniger anpflanzen und mehr auf die Tiere setzen. Dafür brauche ich zwar eine ganze Menge Heu, aber für selbstgemachte Milch und Mayonnaise verdiene ich pro Tag einfach mehr als für das meiste Gemüse. Mit der neuen, automatischen Bewässerungsanlage spare ich außerdem sehr viel Zeit. Es hat sich doch gelohnt, dass ich damals in der Stadt etwas BWL gelernt habe. Moment, damals? Das ist noch nicht mal ein Jahr her. 

Der schönste Tag meines Lebens
Der schönste Tag meines Lebens

16. März

Unsere Hochzeit war unglaublich schön. Ich habe es ja schon geschrieben: Feiern können die hier gut. Das ganze Dorf kam zusammen, alle schick herausgeputzt, der komplette Dorfplatz war geschmückt. Der Bürgermeister hat ein paar Worte gesagt und ich habe gesehen, dass sogar die sonst eher zurückgezogenen Leute ergriffen waren. 

Sam ist letzte Woche mit Sack und Pack bei mir eingezogen. Ich habe uns den Anbau hergerichtet. Bisher hatte ich ihn gar nicht genutzt, allein war das auch nicht nötig. Jetzt steht hier sein Schlagzeug und seine ganze Skaterausrüstung. Am ersten Tag stand ich morgens auf, da fuhrwerkte er schon in der Küche herum und brutzelte uns ein Rührei. Es ist schön, zusammen zu leben. 

Danach habe ich mir beim Krämerladen die Gemüsesamen für das ganze anstehende Jahr besorgt. Bei der Schreinerin habe ich einen zweiten Hühnerstall und eine Erweiterung für den Kuhstall bestellt. Als ich zurückkam, hatte Sam sich mit der Bewässerungsanlage vertraut gemacht. Ich glaube, wir sind ein gutes Team und fühle mich gewappnet für die anstehende Saison. 

Sylvio KonkolAndré EymannAlexander StrellenTobiNadine

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Kommentare10

  1. Es scheint, dass diese Art von Spiel zum Schreiben eines Tagebuches irgendwie einlädt. Vor ein paar Jahren, als ich Harvest Moon 64 spielte, hatte ich dieselbe Idee. Es hat mir Freude gemacht, die Leerstellen, die das Spiel lässt, mit eigenen Gedanken zu füllen und oberflächlich “primitives” Spielgesehen literarisch umzuformen. Ich habe das Gefühl, das auch in deinem Text zu erkennen. Ein wohliges Lesevergnügen.

    André EymannTobi
  2. Ich habe sehr viele Stunden in Stardew Valley (Switch) verbracht. Sehr viele. Das Spiel hat mir durch eine Zeit in meinem Leben geholfen, die man nur als dunkel bezeichnen kann. Wobei geholfen ist relativ – es war eine Realitätsflucht für mich. Danke für diesen Artikel, er hat die guten Erinnerungen wieder hervorgerufen, ohne den Schmerz, den ich automatisch damit verbinde, wach werden zu lassen. Ich vermisse dieses Spiel wirklich, aber ich finde keinen Zugang mehr dazu. Du hast die herzliche Essenz eingefangen, das mit Zucker und Schweiß überzogene Landleben, nach dem ich eine kleine Sehnsucht hege. Das klingt alles ziemlich wirr, oder?
    Ich freue mich schon auf den nächsten Artikel, vielleicht ja zu Animal Crossing? Oder Terraria? Oder The Binding of Isaac?

    TobiThomas
    1. So wirr klingt das gar nicht, finde ich. Spiele können alles mögliche mit einem machen. Wenn dir Stardew Valley in einer Zeit geholfen hat, heißt das nicht, dass es heute eine gute Wahl für dich ist. Ein anderes Beispiel: Ich spielte mal ein Spiel, mit dem ich versehentlich viel mehr verband als von den Entwickler:innen vorgesehen, und das hat mich regelmäßig sehr aus der Bahn geworfen. Sowas passiert.

      Vielleicht findest du ja einen anderen Zugang zum schweiß-zuckrigen Landleben und magst dann auch mal einen Tagebuch-Blog schreiben.

      Tobi
    2. Liebe Christina, das ist einer der schönsten Kommentare, die ich auf VSG bisher gelesen habe. Was für eine schöne Würdigung. Für ein Spiel und erst recht für einen Beitrag.
      Wenn ich auch in besagtes Spiel erst kurz reingeschnuppert habe, kann ich deine Zeilen, nicht nur des Spiels wegen, so sehr nachvollziehen. Danke schön!

      Thomas
  3. Wirklich! Eine sehr schöne Idee das Tagebuch. Und du hast tatsächlich nur ein Spieljahr erlebt und in diesem Jahr auch die Hochzeit gefeiert? Wahnsinn. Das war bei mir erst im 5 oder 6 Spieljahr erreicht. Ich glaube ich habe meinen Pflanzen und Tiere zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Wie im echten Leben, jeder setzt andere Prioritäten 🙂 .
    Da hast du ja wirklich noch viele Dinge im Spiel nicht erlebt. Inzwischen dürfte ich 120 Stunden bei Steam in das Spiel gesteckt haben und noch weitere Dutzend auf der Switch. Ich mag dieses Spiel sehr. Es holt mich immer aus stressigen Tagen ab und bringt mir Entspannung oder Entschleunigung. So wie Urlaub auf dem Bauernhof. Natürlich ist das echte Leben auf einem Bauernhof nicht so entspannt wie bei Stardew Valley. Aber lassen wir das mal so stehen.
    Bemerkenswert auch das dieses Spiel heute immer noch mit Updates und Erweiterungen beliefert wird. Ich kann jedem nur einen Ausflug nach Stardew Valley empfehlen.
    Nur eines habe ich an diesem Spiel zu kritisieren. Der Spielstand sollte Systemübergreifend gespeichert werden. Dann könnte ich auf der Switch oder auf dem PC den gleichen Hof bewirtschaften.

    André EymannThomasNadineTobi
    1. Das sehe ich ganz genauso: Das Spiel ist gemütlich, aber es gibt trotzdem immer etwas zu tun. Selbst wenn es ein bisschen Holzhacken oder ein entspannter Gang in die Höhlen ist. Auch wenn man einfach nur einem Dorfbewohner zum Geburtstag gratuliert, erholt dieses simple Leben doch mitunter sehr von dem Leben außerhalb des Bildschirms.

      Die fehlende Synchronisation hat mich auch schon geärgert. Eine Weile habe ich auf dem Smartphone gespielt (wobei der kleine Bildschirm sehr gewöhnungsbedürftig ist), und da wäre es schon nett gewesen, wenn ich mit meiner echten Farm hätte weitermachen können statt eine neue beginnen zu müssen. Aber ich stelle mir vor, dass ein Einzelentwickler so ein Servernetzwerk mit laufenden Kosten nicht stemmen kann. Bei der Verbreitung des Spiels ist das vielleicht eine falsche Theorie, aber eine bessere fällt mir nicht ein.

      André EymannTobi
  4. Lieber Thomas, vielen Dank für deinen Text in dieser Tagebuch Form! Ich hatte, außer ein paar Screenshots, bisher absolut nichts mit Stardew Valley am Hut. Du hast es geschafft, mir den Alltag dort auf so schöne, sympathische und amüsante Weise zu beschreiben, dass ich es mir tatsächlich noch mal näher ansehen werde.
    Dass Spiele oft mehr sind als nur “Zeit totschlagen” und man so in ihnen abtauchen kann, beschreibst du hier sehr eindrucksvoll. Lieben Dank für deinen Beitrag!

    André EymannThomasNadine
    1. Hey Tobi,

      auja, probier das Spiel einfach mal aus. Es ist sowohl total gemütlich, als auch auf seine Art und Weise stressig. Denn es gibt immer mehr zu tun als an einem Tag möglich ist, und nachts muss man sich hinlegen und schlafen.

      Was ich am Spiel besonders finde, ist die Tatsache, dass die vielen eingebauten Mechaniken sich erst nach und nach öffnen. Ich bin erst bei einem in-game-Jahr und habe noch lange nicht alles gesehen. Es gibt gewisse Orte, die einfach noch nicht zugänglich sind und ein Blick ins Internet zeigt, dass viele Produkte (Pflanzen und herstellbare Objekte) erst nach und nach hinzu kommen. So wird das Spiel auch bei dem recht eingeschränkten Bewegungsradius einfach nicht langweilig.

      Also, viel Spaß dir!

      André EymannTobiNadine
  5. Lieber Thomas,
    was für ein wunderschöner „Artikel“! Ich finde die Idee eines Videospielcharakter-Tagebuchs immer eine sehr spannende (habe selbst bei „Skyrim“ mit dieser Idee geliebäugelt) Angelegenheit und finde, du hast es in diesem Fall wirklich sehr schön umgesetzt.

    Ich selbst habe schon viele, viele, viiieeele Spielstunden in Stardew Valley versenkt und es ist eines meiner liebsten „Eskapismus“-Spiele, um dem tristen Alltag und den manchmal Überhand nehmenden schlechten Nachrichten zu entkommen. Und dein „Tagebuch“ hat mich mit derselben Stimmung eingefangen, die auch das Spiel immer für mich vermittelt. Einfach so ein harmonisches Grundgefühl.

    Beim Lesen musste ich an vielen Stellen schmunzeln und dein Artikel hat mich einfach mit einem Lächeln auf den Lippen zurückgelassen – und mir mal wieder Lust auf mehr Stardew Valley gemacht. 😀

    Danke für diese schöne Samstagmorgen-Lektüre!

    P.S.: Dein Charakter und Sam geben ein sehr süßes Paar ab! 😉

    André EymannThomasTobi
    1. Hallo Nadine,

      danke für den lieben Kommentar! Es freut mich, dass du das Format mochtest, es war einfach mal ein Versuch. Beim Spielen vor einiger Weile fiel mir ein, dass man den “Spielbericht” auch auf diese Art und Weise verfassen könnte. Erst jetzt, wo du es schreibst, fällt mir auf, dass man das natürlich auch für jedes andere Spiel mal so umsetzen könnte. Gute Idee!

      Ich habe in Stardew Valley tatsächlich erst ein Spieljahr erledigt, das Tagebuch endet ziemlich genau mit meinem echten Spielstand. Irgendwie habe ich dann aber die Motivation verloren, was nicht heißt, dass ich nicht doch einmal zurückkehre und schaue, wie es den beiden jetzt geht. Bis hierhin hat das Spiel ja auch schon seeeehr viel Echtzeit gefressen. Es gibt aber noch so einige Dinge, die ich gerne machen würde, zum Beispiel würde ich gerne erfahren, ob es eine gute Idee war, mehr auf Tierprodukte und weniger auf Pflanzen zu setzen.

      Vielleicht gibt’s ja irgendwann eine Fortsetzung 😉 Falls du auch wieder mal in Pelikan Stadt vorbei schaust: viel Spaß!

      André EymannTobiNadine