Road Rash – Knüppel dich ins Ziel

Von Sarah Bee am
Veröffentlicht in Spielebesprechungen
Mit Kommentaren von Sven, Chris, Michael, André Eymann, Tobi

Na, hast du Bock ein paar Rockern auf ihren fetten Bikes die Kartoffeln vom Hals zu hauen? Dann steig auf deine Maschine, fahr los und halt dich gut fest! Doch pass auf, dass du nicht selbst am Boden liegst, denn die Motorradpolizei O’Connor, O’Leary und Co. kann dich schneller aus dem Rennen holen als du denkst!

Road Rash – ein Spiel aus dem Hause Electronic Arts von 1991, war damals noch für Amiga, Atari, Game Boy und Sega, sowie 1994 auch für die PlayStation und später auch für den PC erhältlich. Ich hab mir das Spiel damals als Kind auf meiner PlayStation reingezogen und fand es, wie soll ich es sagen … SUPER-MEGA-TOLL!

Leider wurde das Spiel von EA nicht mehr weiterentwickelt und blieb dann mit dem letzten Teil Road Rash – Jailbreak für den Game Boy Advance im Jahr 2003 stehen. Sehr schade muss ich sagen, denn in diesem Spiel steckt sehr viel Potenzial und da hätte EA sich ruhig mal ransetzen können, anstatt sinnlose Battlefield-Teile auf den Markt zu bringen.

Naja, wie dem auch sei. Ich hab mir das Spiel die Tage nochmal zu Gemüte geführt und muss sagen: es macht immer noch Spaß! Warum es so einen Spaß macht, erzähl ich euch jetzt mal …

Spiel und Modi

Das Ziel in Road Rash ist es an illegalen Motorradrennen teilzunehmen und im besten Fall Erster zu werden. Dabei kann man sich mit Hilfe seiner Fäuste und Füße, aber auch mit Schlagstöcken und Ketten den Weg nach vorn prügeln.

Es stehen zwei verschiedene Spielmodi zur Verfügung, in denen man sein Können als Rasher beweisen kann. Beide Modi kann man zu zweit abwechselnd an einer Konsole spielen.

Trash Mode

Der Trash Mode ist ein freies Rennspiel. Dabei kann man auswählen in welchem Level man starten möchte, also wie schwer das Spiel sein soll. Es stehen einem fünf verschiedene Level zur Verfügung.

Big Game Mode

Wenn du allerdings für Bares die Piste entlangbrettern möchtest und dir dabei ein paar schöne Bikes gönnen willst, solltest du dir den Big Game Mode reinziehen und die Clubszene ein bisschen aufmischen. In diesem Beitrag werde ich nur auf den Big Game Mode eingehen, denn dieser bietet den größten Umfang. In diesem Modus gibt es insgesamt fünf Level die man durchspielen kann. Dabei bleiben die angebotenen Strecken an sich immer gleich, nur die Länge und das Verkehrsaufkommen ändern sich.

Die Fahrer

Zu Beginn des Big Game Modus darfst du dich zwischen einigen sehr sympathischen Rashern entscheiden, die alle unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

Die Rennstrecken

Es gibt insgesamt fünf Rennschauplätze, bei denen manche Strecke ein echt harter Brocken ist.

Die Strecke Napa Valley beispielsweise raubt dir auf schmaler Straße am Rande eines Abhangs den letzten Nerv. Einmal im falschen Moment zum Überholen angesetzt, bietet dir diese Strecke keine großen Ausweichmöglichkeiten und du liegst am Boden hinter dem nächsten Busch.

Aber auch die anderen Strecken Sierra Nevada, Pacific Highway, The Peninsula und The City sind auch nicht zu unterschätzen. Viele Autos blockieren den Weg und wechseln unvermittelt einfach die Spur. Oder eine Omi mit ihrem Gehwagen kommt wieder nicht schnell genug über die Straße und wird erbarmungslos überrollt.

Das große Prügeln

Während der Jagd nach dem ersten Platz sollte man aufpassen, dass man nicht zu oft vom Bike fliegt und über die Teerstrecke rutscht, denn das kostet deinem Fahrer leider wertvolle Lebenspunkte und auch dein Bike verzeiht dir so einen Sturz nicht. Wieviele Schläge und Stürze du noch vertragen kannst, siehst du an der Konditions – und Schadensanzeige.

Falls deine Schadenanzeige einmal ganz auf Null geht, scheidest du aus dem Rennen aus, verlierst alle Qualifikationen in dem aktuellen Level und darfst erstmal die Reparatur deines Bikes bezahlen. Deine Gegenspieler sind dabei aus härterem Stahl. Die können sich nämlich komplett regenerieren.

Falls du einmal am Boden liegst musst du dich vor der Polizei in Acht nehmen. Die ist nämlich auch auf der Straße mit ihrem Motorrädern unterwegs und nutzt jede Gelegenheit dich aus dem Verkehr zu ziehen. Falls sie dir aber einmal zu dicht auf die Pelle rücken, tu dir keinen Zwang an und brate ihnen einfach eine über. Wenn du allerdings erwischt wirst, darfst du eine kleine Geldbuße abdrücken. Das sollte dir aber nicht allzu oft passieren, denn das Geld lässt sich leichter ausgeben als verdienen.

Die Bikes

Wenn du die Fahrt gut platziert überstanden hast, kannst du dir von deinem hart verdientem Geld beizeiten ein neues Bike leisten. Irgendwann kommt dein Rat Bike nämlich nicht mehr hinter den dicken Maschinen deiner Kollegen her.

In Olley’s Skoot-A-Rama kannst du dich zwischen Rat Bikes (Billigmaschinen), Sport Bikes und Super Bikes entscheiden. Wobei die Super Bike-Klasse schon einen ordentlichen Batzen Geld kostet, denn dort gibt es nur die heißesten Feuerstühle. Bessere Bikes sind für höhere Level auf jeden Fall notwendig, wenn du nicht von deinen Kontrahenten verspottet werden möchtest.

Die Grafik

Die Rennschauplätze werden durch einen ablaufenden 3D – Landschaftsfilm dargestellt. Die Objekte (Autos, Fahrer usw.) sind alle zweidimensional. Für die damalige Zeit war diese Grafik völlig ausreichend und normal.

Wenn man sich das Spiel heutzutage anschaut, hat man allerdings Mühe mit seinen Augen hinterher zu kommen, da man durch die heutige Technik schon etwas verwöhnt ist.

Die Musik

Die Musik in dem Spiel finde ich ziemlich klasse. Das ist natürlich wieder Geschmackssache, ob einem die Stilrichtung gefällt. Wer Grunge und Rock liebt, dem wird die Musik hier auf jeden Fall gefallen. Auf dem Bild unten siehtst du eine Liste mit den Interpreten, die das Spiel so wunderbar machten.

Fazit

Road Rash hat mich damals als Kind total begeistert und es bietet eine gewisse Herausforderung, obwohl es natürlich an heutige Spiele vom Umfang her nicht mehr rankommt. Die wenigen Rennstrecken haben mich schon damals etwas gestört, aber trotzdem konnte ich viele Stunden mit diesem Spiel verbringen, denn der steigende Schwierigkeitsgrad und die Aussicht auf super coole Bikes haben mich doch dran gefesselt. Ich hätte mich gefreut, wenn es einen weiteren Nachfolger von EA gegeben hätte, mit toller Grafik und neuen Strecken. Aber zum Glück haben andere Spieleentwickler diese Idee bereits aufgegriffen und ein ähnliches Motorradrennspiel rausgebracht.

Moderne Alternativen

Eine etwas modernere Variante von Road Rash ist das Spiel Road Redemption von DarkSeas Interactive für den PC. Es ist zwar nicht genauso wie Road Rash, aber auch dort kann man sich mit Baseball-Schlägern den Weg freiprügeln. Wer also mal wieder Lust auf Road Rash, aber kein Bock auf die angegraute Grafik hat, der kann ruhig zu Road Redemption greifen.

Also dann, viel Spaß beim Rumknüppeln!

Eure Sarah


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Kommentare (8)

  1. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich bei einem Kumpel den Road Rash Playstation Ableger gezockt habe. Wir hatten auf jeden Fall einen riesengroßen Spaß dabei, die Gegner aus den Stiefeln zu schlagen^^.
    Schön, das Spiel mal in einer anderen Form zu sehen.

    André EymannTobi
  2. Schöner Beitrag Sarah. Ich mag die Illustrationen der Fahrer sehr, sind total 90er irgendwie 🙂
    Kann mich allerdings nur an das MegaDrive Road Rash erinnern, das habe ich ganz gerne gespielt.
    Danke für´s Erinnern! 🙂

    André EymannTobiMichael
  3. Herrlich anarchisch das Spiel! Leider sind diese Zeiten irgendwie vorbei, wo man jedes schräge Klischee durch den Kakao ziehen konnte. Ja, ich weiß: andere würden nun aufschreien und sagen: Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei! – aber tatsächlich fanden wir solche Spiele damals einfach nur spaßig und haben uns nichts weiter dabei gedacht. Schon gar nichts Böses.

    Der Gameplay-Spaßfaktor jedenfalls ist bei Road Rash 100% gegeben und die Prügelei macht ordentlich Freude. Ein wunderbarer Meilenstein, der auf jeden Fall eine Erwähnung verdient.

    Danke für den (erneut) fluffigen Text Sarah!

    SvenTobiMichael
    1. Ganz recht, André! Ich finde auch heute noch, dass man solchen Spielen auch ganz vorurteilsfrei gegenüber treten kann. Es sollte einfach nur für für gute Laune und Spielspaß sorgen :).

      André EymannTobi
  4. Hehe, cool! Vielen Dank für deinen Beitrag, Sarah, und die Erinnerung, die dadurch zurückkommen. Ich kenne Teil 1 glaube ich gar nicht. Aber mit Road Rash 3D hatte ich damals auf der PS1 jede Menge Spaß. Prügeln, Rockmusik und Motorradfahren, tja was wollte man mehr ^^ Beeindruckend fand ich damals schon, dass man zu Orten fahren konnte, die matschig irgendwo im Hintergrund auftauchten. Richtig abgebogen, fand man sich kurze Zeit später wirklich dort wieder. Hatte das der erste Teil auch schon? Liebe Grüße.

    MichaelAndré Eymann
  5. Hey Sarah! Mir gefällt die Aufmachung des Spiels sehr, insbesondere die Auswahl der Charaktere! Fährst du als Teflon Mike anders als Rhonda? Die Musikauswahl ist natürlich passend zum Genre und bietet den absolut richtigen “Drive” ;).

    TobiAndré Eymann