Die Sims 1 – Meine Eindrücke aus der Zukunft


Kommentiert von: Christian, Nadine, Andre, Sarah Bee, Alex, Tobi.
Lesedauer: 9 Minuten

Sul Sul!

Heute präsentiere ich euch eins meiner Lieblingsspiele von damals, den EA-Klassiker aus dem Jahre 2000: Die Sims! Die Sims war und ist bis heute die populärste Lebenssimulation: Erstelle deinen eigenen Sim und stecke ihn entweder in die schäbigste Bude oder in einen Palast mit Swimmingpool. Lass ihn im Luxus leben oder im Chaos sterben.

Die Sims 1 ist, verglichen mit den neueren Sims-Teilen, eher simpel gestaltet. Was ja auch logisch ist, denn zwischen diesem und dem aktuellen Sims 4 liegen mal eben 14 Jahre. Trotzdem finde ich, dass der erste Teil noch am kreativsten und am witzigsten ist.

Was man genau in Sims 1 alles machen kann (oder auch nicht) zeige ich euch nun in meinem Review mit allen Add-ons (Das Volle Leben, Party ohne Ende, Hot Date, Urlaub total, Tierisch gut drauf, Megastar und Hokus Pokus).

Das Spiel

Nach dem Start des Spiels landet man in der übersichtlichen Nachbarschaftskarte. Hier kann man sich entscheiden, ob man nun in die Stadt, in den Studiopark, in die Stadt der Magie oder ins Vacation Island wechselt. In der Nachbarschaft selbst kann man  in ein bereits bewohntes Haus direkt einsteigen oder vorher seiner Kreativität beim Erstellen eines Sims freien Lauf lassen.

Die Nachbarschaftskarte. (Bild: Sarah Bee)
Die Nachbarschaftskarte. (Bild: Sarah Bee)

Falls man sich für Letzteres entschieden hat, landet man auf einem “Familie wählen oder erstellen”-Bildschirm. Dort kann man sich erst einmal einen Namen ausdenken. Danach geht es weiter mit dem Geschlecht, der Hautfarbe, ob Kind oder Erwachsener, dem Kopf und Outfit und natürlich dem Charakter selbst.

Beim Kopf und Outfit kann man verschiedene Gesichter mit dazugehörigen Frisuren auswählen. Bei der Kleidung gibt es nur komplette Outfits, also kein separates Ober- und Unterteil. Bei dem Charakter gibt es folgende Einstellungen:

Erstellen eines Sims. (Bild: Sarah Bee)
Erstellen eines Sims. (Bild: Sarah Bee)

Es stehen einem dabei eine gewisse Anzahl von Punkten zur Verfügung, die auf die fünf Charaktereigenschaften verteilt werden können.

Natürlich ist die Charaktererstellung im Vergleich zu Sims 2 oder neueren Teilen sehr beschränkt, aber wir müssen uns in das Jahr 2000 zurück versetzen. Damals waren die sparsamen Einstellungsmöglichkeiten sehr erstaunlich.

Danach kann man noch einen weiteren Sim erstellen, damit der eine nicht so alleine ist. Maximal acht Personen können in einem Haushalt leben, wobei ich schon mit zweien überfordert bin …

(Mein Sim hatte immer eine atemberaubende Elvis-Tolle und eine Latzhose. Das ist DIE perfekte Kombi, oh ja.)

Ist der Haushalt dann soweit fertig, stehen 20.000 Simoleons zur Verfügung, die nach Belieben für ein neues Haus auf den Kopf gehauen werden können. Entweder bezieht man dazu ein leeres Grundstück oder ein bereits fertiges Haus.

Das eigene Grundstück

Nachdem man sich dann für die passende Bude oder das passende Grundstück entschieden hat und über den Ladescreen hinweg ist, kann das turbulente Leben deines Sims starten.

Unten am Bildrand befindet sich das User Interface. Hier kann man zwischen fünf verschiedenen Modi während des Spiels wählen:

Livemodus: Sims steuern und leben lassen
Kaufmodus: Katalog für Einrichtungsgegenstände
Baumodus: Katalog für Tapeten, Böden, Fenster, Türen usw.
Kameramodus: Schnappschüsse
Optionenmodus: Speichern, Nachbarschaftsbildschirm, Grafik-, Sound, Spieloptionen und Beenden des Spiels

Das User Interface im Spiel. (Bild: Sarah Bee)
Das User Interface im Spiel. (Bild: Sarah Bee)

Die Spielgeschwindigkeit lässt sich in drei Stufen regulieren: Normal, Mittel und Schnell. (Ich gehöre zur ungeduldigeren Sorte. Es kann nie schnell genug sein! Aber Obacht! Wenn der dusselige Sim in der Küche wieder alles in Flammen setzt, kann das manchmal auch etwas zu schnell sein)

Für eine bessere Übersichtlichkeit können die Wände entweder teilweise durchsichtig oder ganz nach unten geschaltet werden. Oder man stellt sie ganz hoch oder macht das Dach drauf. Der Zoom ist ebenfalls in 3 Stufen regulierbar und es gibt 4 Perspektiven die man aus der Iso – Ansicht einstellen kann. Bei Sims 1 gibt es lediglich 2 Etagen, weshalb der Bau von Hochhäusern flach fällt.

Der Bau- und Kaufmodus

Nach der ganzen Klickerei bei der Familienerstellung kommt jetzt der Modus, den wir Sims-Spieler am meisten lieben. Der Baumodus hat mit Sicherheit die meisten Stunden meiner damaligen Spielerkarriere aufgesogen. Ich liebte das Konstruieren von Häusern die mal mehr prunkvoll oder mal mehr effizient gestaltet waren. Natürlich geschah und geschieht das alles trotz aller Add-Ons auf einem viel primitiveren Level als bei den Nachfolgern, aber das war ja auch etwas völlig Neues.

Im Baumodus können Wände gezogen und mit Farbe oder Tapeten verschönert werden. Fußböden können verlegt und zum Abschluss Fenster und Türen installiert werden. Das einzig nervige sind manchmal die Dächer. Variation gibt es dabei nicht. Nur der Neigungswinkel ist veränderbar. Wie gesagt dauert dieser Vorgang meistens ewig bis das Architektenherz endlich zufrieden ist!

Ist das Haus dann von außen endlich in voller Pracht fertig, ist es innen drin noch sehr kahl. Dafür gibt’s den Kaufmodus! Hier kann fröhlich das restliche Geld verkonsumiert werden um die Bude zu möblieren. Je nach finanziellem Aufwand sieht der Innenraum dann entweder sparsam oder piekfein aus. Auch hier ist die Auswahl natürlich sehr begrenzt im Vergleich zu den neueren Teilen. (Naja, Sims 4 ohne Addons war ja, was das angeht, schon wieder vergleichbar mit Sims 1)

Auf jeden Fall sind auch in Sims 1 durch die vielen Add-Ons einige Gegenstände dazugekommen. Man kann beispielsweise für die nächste Party ein Buffet aufstellen und für die passende Beleuchtung sorgen. Oder man kümmert sich um ausreichend Unterhaltung durch Spielautomaten, Computer (natürlich auch mit Röhre) und vielem mehr.

Die Bedürfnisse

Während des Spiels muss man sich auch, oder besser gesagt hauptsächlich, um ein paar Bedürfnisse der Sims kümmern, bevor sie noch das Zeitliche segnen.

Diese Bedürfnisse halten einen ganz schön auf Trab. Hauptsächlich wenn man dazu noch einen Job hat. Man muss sehr viel Zeit investieren um diese Bedürfnisse dauerhaft im grünen Bereich zu halten. Vor allem das Bedürfnis “Wohnung” ist ziemlich heikel. Denn ab dem Add–On “Die Sims – Tierisch gut drauf” gibt es auch Haustiere die auf dem Grundstück einfach herumlaufen und ihre „Geschäfte“ erledigen. Das schaltet automatisch die Anzeige “Wohnung” auf komplett rot. Die Schweinereien hinterher wegzuwischen bringt leider auch nicht viel, denn die Streuner kommen über Tag so oft auf das Grundstück, da kann man nicht gegen an putzen. Was für ein Geraffel!

Anzeige der Bedürfnisse. (Bild: Sarah Bee)
Anzeige der Bedürfnisse. (Bild: Sarah Bee)

Die Fähigkeiten

Im Spielverlauf können sechs verschiedene Fähigkeiten ausgebaut werden. Durch das Schach spielen kann dein Sim seine Logik verbessern um später als Wissenschaftler voll durchzustarten.

Wenn er dann doch lieber beim Militär arbeiten möchte sollte er, um nicht ganz unterzugehen, seinen Körper durch Krafttraining stählen.

Damit nicht bei jeder Zubereitung die halbe Küche in Brand steht, was tatsächlich sehr sehr oft vorkommt, sollte er seine Kochen – Fähigkeiten aufbessern  … (um eine totale Katastrophe zu vermeiden, sollte immer ein Feuermelder in der Nähe installiert sein!). Tolle Kochideen sind im Bücherregal in vielen Büchern zu finden.

Dort findet man auch ausgezeichnete Anleitungen um die Mechanik – Fähigkeiten auszubauen. Damit dein Sim in Kontakt mit anderen Sims oder als politisch Engagierter nicht nur vollkommenen Quatsch von sich gibt, ist es nicht verkehrt, an seinem Charisma etwas zu feilen. Dabei hilft es ihn mit sich selbst vor dem Spiegel reden zu lassen (mach ich auch ständig).

Und vielleicht hat dein Sim auch gar keine Lust jeden Tag zur Arbeit zu gehen, sondern er will viel lieber durch seine Kreativität die Brötchen verdienen und z.B. durch komödiantische oder musikalische Aufritte ein kleines Vermögen anhäufen. Oder er betätigt sich künstlerisch an einer Staffelei und verkauft seine Meisterstücke. Das geht auch ruckizucki und das Haushaltskonto füllt sich stetig. Hach, wenn das im echten Leben mal so einfach wäre …

Die Freundschaften

Um im Job weiter zu kommen, muss dein Sim Freundschaften aufbauen. Das ist aber gar nicht so einfach. Denn es reicht nicht eine Freundschaft aufzubauen und diese einfach links liegen zu lassen. Der Freund möchte gerne angerufen werden (aber auch nicht zu viel) und möchte dich auch gerne treffen (manchmal auch nicht), sonst sagt er irgendwann ,,Lebe wohl!“.

Leider kann es meist auch nicht bei einem Freund bleiben, denn in manchem Berufen braucht man 5, 6 oder mehr. Diese alle bei Laune zu halten ist eine Plackerei, aber was tut man nicht alles für eine Beförderung und eine saftige Lohnerhöhung …

Die Grafik

Die Grafik ist dem Alter entsprechend. Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht. Man kann lediglich in 3 Stufen die Gelände- und Charakterdetails einstellen oder den Schatten, das Licht und die transparente Überlappung ein- oder ausschalten. Alles in diesem Spiel ist isometrische 2D-Grafik. Lediglich die Sims selbst und die Tiere sind 3-dimensional.

Die Grafik in Die Sims 1. (Bild: Sarah Bee)
Die Grafik in Die Sims 1. (Bild: Sarah Bee)

Der Sound

Der Sound in Sims 1 besteht hauptsächlich aus alltäglichen Alltagsgeräuschen. Ihr wisst schon: Kühlschrank auf und zu, Autohupe, Fernsehen, Feuer …

Besonders interessant wird es erst wenn die Sims anfangen zu reden. Simlisch ist die gesprochene Sprache des Spiels. Diese Sprache, die zuerst 1996 im Spiel „Sim Copter“ auf die Öffentlichkeit losgelassen wurde gelangte erst durch „Die Sims“ zu einiger Berühmtheit. Eine geniale Sprache, die das Problem löste „Die Sims“ für die ganze Welt zu übersetzen und es schaffte, die Eintönigkeit von sich immer wiederholenden, real gesprochenen Sätzen zu eliminieren. Natürlich gibt es nicht gerade viele Gesprächsbruchstücke. Diese werden aber nicht langweilig, sondern schaffen es, dass der Spieler seine eigene Geschichte in die Gespräche hinein interpretiert. Außerdem sind die Gesprächsfetzen, gerade aus dem ersten Teil, bis heute Kult. Dass ich einige auswendig beherrsche ist ja wohl klar. Natürlich musste die Sprache auch in die Radio-Lieder eingebaut werden was ich für eine beachtliche Leistung von den Musikern halte.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Hintergrund-Soundtrack. Gerade die Musik im Kaufmodus die an 1950er Jahre Einkaufsmusik erinnert. Meiner Meinung nach ist die Musik im ersten Teil der Sims damit am besten gelungen. Sie ist nicht vergleichbar mit der miesen Sims 2 Elektromusik oder der uninteressanten Sims 3 Musik. Im vierten Teil ist die Musik zwar besser, versucht im Vergleich aber immer mehr, wie beim letzten Sim City im Hintergrund zu bleiben, was wieder langweilig ist. Nur im ersten Teil schafft es die Musik dem Spielcharakter zu folgen und diesen zu unterstützen.

Probleme auf modernen Computern

Momentan benutze ich Windows 10 und musste mit Erstaunen feststellen, dass das Spiel ohne Probleme läuft. Das stimmt aber nur halb. Das Problem ist, dass Microsoft in Windows 10 die Treiber für den Securom und SafeDisk Kopierschutz entfernt hat. Beim Versuch das installierte Spiel zu starten passiert nach dem doppelt Anklicken des Sims-Icons nichts. Leider gibt es auch keinen offiziellen No-CD-Patch. Um es dennoch zu spielen, bleibt nichts anderes Übrig als auf ein älteres Windows umzusteigen oder das Spiel zu […PIEP…]

Wenn es dann endlich läuft, läuft es wie gesagt ohne Probleme. Leider stimmt das immer noch nicht so ganz. Wenn man während des Spiels zum Desktop wechselt und wieder ins Spiel geht, wird man mit ein paar unschönen Grafikfehlern belohnt. Dann lassen sich zum Beispiel Texte nicht mehr lesen oder ganze Häuser verschwinden aus der Nachbarschaft.

Grafikfehler. (Bild: Sarah Bee)
Grafikfehler. (Bild: Sarah Bee)

Behält man diesen Umstand im Hinterkopf, läuft das Spiel gut und sehr stabil auf modernen Windows 10 Computern.

Das Fazit

Inzwischen verdient EA sein Geld bereits mit Sims 4 und einer immer größer werdenden Add-On-Flut. Den Grundstein für diesen Erfolg hat einst „Die Sims“ gelegt. Will Wright schuf damit unter Publisher Electronic Arts eine neue Definition für das Spielgenre der Lebenssimulation und bewies gleichzeitig, dass auch Mädchen und Frauen als Zielgruppe für Computerspiele geeignet sind. Aber bei all den Nachfolgern und Add-Ons stellt sich natürlich die Frage: Lohnt es sich noch zurück zu den Wurzeln zu gehen?

Meiner Meinung nach nicht. Es ist wiedermal nur der Nostalgiefaktor, der am ersten Teil den Reiz aus macht. Zu schnell stößt man beim Spielen an die Grenzen des Machbaren. Die Möglichkeiten Gebäude zu bauen sind beschränkt und jeglicher Blödsinn wie mit Feuer spielen, auf den Boden pinkeln und die Sims verhungern lassen ist bereits gemacht.

Na gut, die vielen Add-Ons verlängern die Spielzeit ein wenig und fügen neue Objekte zum Kauf hinzu aber im Grunde ändern diese nichts am Spielgefühl. In der Zwischenzeit haben die Nachfolger einiges besser gemacht: Während man sich in Sims 1 stundenlang (oder den ganzen Tag) um Schlafen, Essen, Toilette, Hygiene und soziale Kontakte kümmern muss, hat man in den neueren Sims-Teilen viel mehr Zeit für andere Dinge, wie beispielsweise Klavier spielen, Buch lesen oder auch für soziale Kontakte, die insbesondere für die Karriere sehr wichtig sind.

Die Grafik ist natürlich auch um einiges besser geworden und einige Features wie ein eigenes Geschäfte eröffnen (Sims 2 Open for Business) oder das Begleiten der Sims zur Arbeit (Die Sims 4 An die Arbeit) sind dazugekommen. Und zu guter Letzt hat „Die Sims 4“ auch die miese Performance der Vorgänger deutlich verbessert (klar ich weiß: dafür hat „Die Sims 4“ ja auch massiv abgespeckt, was wieder über die Add-Ons reingeholt werden muss).

Mein Fazit ist daher: „Die Sims“ war das erste Spiel der Serie und als dieses war es zur richtigen Zeit ein geniales Spiel. Heute allerdings kann es mit den Nachfolgern nicht mehr mithalten. Als Nostalgiker habe ich aber natürlich trotzdem Spaß es heute immer noch zu spielen und freue mich natürlich über jeden, der sich ebenfalls noch auf „Die Sims“ einlassen kann.

Falls ihr noch etwas zu Euren Sims – Erlebnissen erzählen oder Eure Meinung loswerden wollt, dann schreibt einfach einen Kommentar, ich freue mich! In diesem Sinne … Däg Däg.

Eure Sarah

Hinweise: überarbeitete Originalfassung vom 27.12.2016. Der Hintergrund (Mauerwerk) des Aufmacherbildes stammt von Alexander Schimmeck.

ClaudioNadineAndreTobi

16 Kommentare

Neuer Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen schönen Beitrag. Da werden Erinnerungen wach. Die Sims 1 habe ich auch eine ganze Weile mit viel Freude gespielt und alles mögliche mit den Bewohnern angestellt und ausprobiert. Irgendwann wurde es dann etwas anstrengend, sich um alle Bedürfnisse zu kümmern und das Spiel fühlte sich dann wie Arbeit an. Trotzdem hatte mich das Spiel lange fasziniert. Mit der Serie gings mir dann allerdings wie bei einigen anderen Spielen auch. Teil 1 habe ich gerne und intensiv gespielt und trotzdem die Nachfolger irgendwie ignoriert. Teil 2 und 3 habe ich gar nicht gespielt, bei Teil 4 eine zeitlang meiner Tochter zugeschaut. Ich kann gar nicht sagen, warum das so ist.

  2. Mit den Sims hatte ich mal in einem Zeitraum über eine Woche ganz intensive Erfahrungen gemacht. Dann ist mir aufgefallen das ich mich vielleicht mal um mein eigenes Leben kümmern sollte und nicht um die Sims im Computer. Hab das Spiel dann direkt de-installiert und seit damals nicht mehr angefasst.
    Heute bin ich ja um einiges weiser geworden. Ich sollte es einfach noch mal ausprobieren. In meiner PS+ Bibliothek schlummert noch der 4. Teil. Könnte ich ja mal installieren. Grundsätzlich fand ich damals die Idee und Umsetzung von den Sims ziemlich genial. Teil 1 würde ich mir nicht mehr anschauen.

    NadineTobiSarah BeeAndre
    1. Hehe, “mich vielleicht mal um mein eigenes Leben kümmern sollte” finde ich gut 🙂 Da kann man auf jeden Fall resümieren, dass das Spiel sehr erfolgreich war. Sozusagen die Rolle rückwärts: bei den Sims merken, dass man das eigentlich auch alles in der Realität machen kann, oder besser noch, sollte.

      NadineTobiSarah Bee
    2. Ich hatte da eine ganz ähnliche Erfahrung. Ich habe stundenlang Sims gespielt und dabei dann ganz gerne mich selbst und meine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt.
      Leider habe ich länger als eine Woche gebraucht, um mich von dem Spiel zu lösen. 😄

      Ich empfand es auch immer als furchtbar stressig, gerade den 1. Teil von Sims zu spielen. Keine Ahnung, wieso ich das überhaupt so lange ausgehalten hatte. 😅

      TobiSarah Bee
      1. Ich fands auch total stressig. Der Job, dann Lebenserhaltung, Freunde finden nach dem Job. Es gab ja auch keine freien Tage, wie bei den neueren Sims-Teilen. ^^ Am besten konnte man mit Kunst oder so Geld verdienen, da konnte man wenigstens etwas Freizeit raushauen. Ansonsten war der Job die Haupttätigkeit und dann war der Sim zu nix mehr zu gebrauchen … Oh man, jetzt wo ich so drüber nachdenke: DAS ist ja wie im echten Leben! D:

        TobiNadine
        1. Da stellt sich schon irgendwie die Frage: Ist das „nur“ Lebenssimulation oder auch geschickte Gesellschaftskritik?

          Ich will da ja nicht zu viel hinein interpretieren, aber darüber könnte mensch sicherlich eine eigene Abhandlung schreiben. Ich lehne mich mal ein wenig aus dem Fenster und behaupte, das hat sicherlich auch schon mal jemand gemacht. 😄

          TobiSarah Bee
  3. Ich MUSS bei Die Sims immer an Little Computer People auf dem C64 denken. Es ist fast wie ein Automatismus. Als ich zum ersten Mal 1985 meinen kleinen Bewohner auf dem Commodore beobachten konnte, war ich hin und weg. Was für ein Spiel! So süß, so liebevoll gestaltet! Ich habe erst viel später entdeckt, dass es von David Crane programmiert wurde. LCP war meine erste “Simulation” überhaupt und ich hatte ein Spiel wie dieses noch nie zuvor gesehen. Ich konnte mich Stunden damit beschäftigen. Es war eine Erfahrung!

    Kennst Du es? Falls nicht, schaue mal hier: https://www.c64-wiki.de/wiki/Little_Computer_People

    TobiSarah Bee
    1. Danke André für deinen Kommentar! 🙂 Little Computer People ist mir nicht bekannt, das liegt aber auch daran, dass ich nicht so richtig Kontakt mit einem C64 damals hatte und auch nicht so die Beziehung entwickeln konnte. Wir hatten zwar so einen Brotkasten bei uns stehen, aber da war ich 3 Jahre alt. 😀 Hab mir aber gerade mal die verlinkte Internetseite angeschaut und muss sagen: Das Spiel hätte mir damals auf jeden Fall auch gefallen! Es erinnert mich an mein Holzpuppenhaus mit den kleinen Möbelstücken, was ich als Kind hatte. <3

      AndreTobi
      1. Mich hatte damals vor allen Dingen fasziniert, dass dieser kleiner Herr mit seinem Hund in meinem Computer “lebte”, und das die Dinge dort “von allein” vor sich gingen. LCP war wie kein anderes Spiel zu dieser Zeit. Du hast vollkommen recht, der Vergleich mit einem Holzpuppenhaus liegt nahe. Für mich jedenfalls ist LCP die “Ur-Sim”-Fassung 🙂

        Sarah Bee
  4. Danke für deinen ausführlichen Beitrag, Sarah! Man merkt ja beim lesen gleich, dass du ein Fan der Sims bist 🙂
    Ich hatte nie etwas mit denen zu tun, stimme dir aber total zu, was Hintergrundmusik in langwierigen (nicht langweiligen) Spielen angeht. Die MUSS einfach gut sein, sonst knippst man sie zu schnell aus. Und das finde ich immer schade, wenn es so weit ist, dass Spielemusik nervt und zum wegschalten / anderweitig beschallen lassen motiviert.

    Wo du den Nostalgiefaktor ansprichst, mal klappt das, mal nicht. Das habe ich gestern erst bemerkt: Flashback (die Version von 1992, nicht die Neuauflage) im Xbox Sale, yay! Kurz installiert, angespielt – oh wow 🙁 Was damals so unglaublich gut und neu war, hat sich gestern schnell als vier total verbrannte Euro herausgestellt. Wobei prinzipiell natürlich nicht alles alte Müll ist, ganz im Gegenteil, aber mmh, naja 😉

    Sarah BeeAndre
    1. Danke für deinen lieben Kommentar, Tobi! Man wünscht sich so oft das Gefühl von damals wieder und leider klappt es selten, dass man die gleiche Freude wie damals empfindet, aber das ist auch ok. 🙂 Wobei ich aber auch ein paar Spiele habe, bei denen es klappt: Super Mario World auf dem SNES oder Road Rash auf der Playstation 1. Da fühl ich mich wieder wie ein Kind, wenn ich das spiele. ^^

      Tobi
    2. Ein interessanter Punkt: warum “altern” manche Klassiker schlechter als andere. Woran liegt das? Liegt es an den eigenen Toleranzgrenzen, oder an der Art wie sich Spielmechaniken verändert haben? Warum kann man “Pac-Man” nach so vielen Jahren noch immer spielen, obwohl es schon so alt ist? Das Thema wäre wohl eine Dissertation wert 😉

      Sarah BeeTobi
      1. Das wäre bestimmt interessant, taucht die Thematik gefühlt ja doch schon recht häufig auf. Nicht nur hier 😉
        Speziell bei Flashback ging das schon im Menü los. Die Songs wurden entweder überarbeitet, oder es ist eine andere Version, als die, die ich vom Amiga kenne. Jedenfalls hatte ich wohl eine andere Erwartung, die so nicht erfüllt wurde. Das wohl typische Problem mit älteren Dingen 😀
        Prinzipiell ist das Spiel mit seinen Optionen nicht schlecht, mehrere Filter, Kantenglättung, Röhrenmonitor Optik – alles auf Wunsch abschaltbar. Vielleicht finde ich noch einen 4:3 Modus und schau mir das nochmals an.

        Sarah Bee
        1. Ich bin mal gespannt wie es mit Diablo 2 Resurrected aussehen wird. Diablo 2 haben wir früher bis zum Erbrechen im Lan gezockt. Bei dem Spiel kann man wohl zwischen alter und neuer Grafik wechseln. Mal gucken 🙂

          1. Die alte Grafik in der Auflösung 640×480 sieht heute nicht mehr schön aus. Ich fand das damals auch erst nach den Patch auf die Auflösung 800×600 gut spielbar. Die Grafik war damals schon vielen Spielern ein Dorn im Auge und Blizzard hatte sich nicht viel Freunde damit gemacht. Zum Glück ist die Grafik für die Neuauflage überarbeitet worden.

            Sarah Bee

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