Floyd: Es gibt noch Helden


Von David Engemann am 08.02.2020
Gepostet in Spielebesprechungen

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Meine Spielerfahrung mit Floyd ist inzwischen fast zwanzig Jahre her. Wenn ich das so schreibe, fühle ich mich alt, aber wie ich hörte, ist mit dreißig ja bald sowieso alles vorbei. Dass mir nach all der Zeit ausgerechnet “Floyd: Es gibt noch Helden” so in Erinnerung bleibt, hätte ich damals allerdings noch nicht gedacht.

Ein Spiel, das ein Remake verdient!

Dem ein oder anderen fällt nun vielleicht auf, dass ich ein Spiel mit Altersfreigabe FSK12 bereits mit 10 Jahren spielte. Bitte macht meinen Eltern keinen Vorwurf – Es hat mir bestimmt nicht geschadet!

Ein kleiner grüner Alien, den man optisch vielleicht als “echsenartig” oder “froschig” bezeichnen könnte, ist der Grund für die Kornkreise auf der Erde. Diese fiktive Tatsache, in dem weitaus komplexeren und geschichtsreichen Spiel, ist mir als Erstes hängengeblieben. Wenn ich das Genre des Games beschreiben müsste, würde ich auf die Standardbeschreibung “Point & Click Abenteuer” verzichten. Bei Floyd handelt es sich meiner Meinung nach um ein “P&C Rollenspiel, Science-Fiction, Storytelling & Rätselspiel!”.

Während damals aufgrund der Steuerung und einigen weiteren “kleinen” Problemen sehr viele von dem Spiel enttäuscht waren, habe ich die vielen Stunden (Wochen), die ich in der fiktionalen Welt verbracht habe, sehr genossen!

Doch worum geht es nun eigentlich?

Floyd – Die Story 

Die kleine Vorgeschichte überspringe ich mal und das überraschende Ende nehme ich euch auch nicht vorweg. Damit ihr aber ein erstes Feeling für die fiktionale Welt von Floyd erhaltet, versuche ich das Chaos ganz kurz zusammenzufassen.

Das Regime unter der Regierung von “Omnibrain” ist ziemlich streng und erbarmungslos. Wer nicht die vorgeschriebenen Tabletten (Hardcore-Drogen) nimmt, die einen mit “Guter Laune” versorgen oder wer öffentlich negativ über die Regierung (STASI!!!) spricht, kommt kurzerhand in eine Strafkolonie. Hier wird ihm dann seine neue Meinung “vermittelt”.

Floyd ist ein ziemlich bürgerlicher Typ, der sein Geld damit verdient, Kornkreise auf den Feldern von Bauern zu machen. Ziemlich ungünstig, dass der “Held” auf dem Rückweg von seiner Arbeit mit einer Sonde zusammenkracht und die Machthaber natürlich sofort Bescheid wissen (BigBrother). Er muss sich im “Ministerium Zentralkontrolle” melden. Lange Rede, kurzer Sinn: Floyd muss auf den Gefängnis-Planeten. Hier schließt er sich mit Rebellen zusammen, um etwas gegen das Regime zu unternehmen.

Floyd Ministerium Zentralkontrolle. (Bild: David Engemann)
Floyd: Ministerium Zentralkontrolle. (Bild: David Engemann)

In diesen zwei Absätzen findet ihr nur das absolute Grundgerüst der, aus meiner Sicht, sehr gut aufgebauten Geschichte von Floyd und ich hoffe, nach all den Jahren ist mir hier auch kein Fehler unterlaufen. Die Geschichte gibt einem als Spieler das ersehnte Helden-Feeling.

Und deswegen hätte das Spiel auch ein Remake verdient!

Warum ein Remake?

Nun, leider war Floyd nicht, nun ja, “ideal”!?

Starke Probleme bei der (etwas nervigen) Steuerung, grafische Missgeschicke, ein paar Rätsel, die sich ohne Lösungsweg nur schwerlich lösen lassen konnten … doch es war liebenswert! Ja, ok. Ab und an wurde ordentlich bei Star Wars etc. abgekupfert, aber das macht das Spiel für mich nicht schlechter, sondern sympathischer. Und nun hätte man die Möglichkeit, auch an ein paar runden Ecken zu feilen!

Das Setting des Spiels und die Spielwelt haben mich damals abgeholt, wieso sonst kann ich mich fast zwanzig Jahre später an ausgerechnet dieses Spiel erinnern? Die Story und die fiktionale Welt bieten aus meiner Sicht reichlich Platz für ein vollwertiges Remake, entweder erneut im P&C-Stil oder sogar in einem Single-Player-RPG!

Das Regime, das seine Bürger unter Drogen setzt, um sie zu kontrollieren, und der Widerstand der Rebellen bilden, aus meiner Sicht, eine gute Grundlage für mehr! Gut platzierte Gags, eine so gute und zum Teil sehr kuriose Vorstellung der futuristischen Welt sowie lustige Dialoge, die gut durchdacht sind, fehlen heute einfach in vielen Spielen.

Ich würde mir ein Remake wie bei “Day of the Tentacle” wünschen – und ich würde es kaufen und spielen!

Wie siehst du das?

Ich weiß, dass viele das Spiel nicht … ähm … zu schätzen gewusst haben! (Ihr Banausen.) Gibt es da draußen noch andere Spieler wie mich, die den kleinen Alien genauso gern mochten? Die auch Wochen gebraucht haben, um das Spiel durchzuspielen? Die vielleicht auch so viel gelacht haben?

Sagt’s mir in den Kommentaren 🙂

Verweise


Schlagwörter

Adventure Adventure Soft floyd PC-Spiel Point and Click Remake

Über David Engemann

David Engemann – Gespawnt 1990. IT-ler, Nerd, Gamer, Gelegenheits-Streamer, Web- Seo- und Marketing-Mensch. Beruflich arbeite ich als IT-ler und nebenberuflich als Web-Designer. Zum Ausgleich wird nach getaner Arbeit gezockt. Hierbei habe ich mich keinem festen Genre verschrieben und konzentriere mich auch nicht dauerhaft auf AAA-Titel, sondern begegne auch gerne neuen Gaming-Ideen im Indie-Bereich.

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