Ich sehe was, was du nicht siehst

Veröffentlicht in Videospielgeschichten
Mit Kommentaren von Gerrit Ludwig, Thilo Nemitz, Selmar, André Eymann, Tobi, Alex, Thorsten Weiskopf, Steffen

Dieses Kinderspiel kennt jeder von uns und hat es sicher auch schon unzählige Male gespielt. Oft habe ich das Gefühl, ich sehe vollständigere Bilder, als andere Spieler, wenn ich alte Computer-Spiele spiele oder betrachte. Geht euch das auch so?

Carrier Command - Cover der Amiga Version (Quelle: Mobygames.com)
Carrier Command – Cover der Amiga Version (Quelle: Mobygames.com)

Ich habe mich in der Vergangenheit mehrfach mit den Bildern zwischen den Pixeln beschäftigt. Die Frage, warum manche von uns detailarme Pixel oder Vektorgrafik mit wenigen Farben oft als schlecht gealtert empfinden, aber einige dies als weiterhin ansprechend oder schön wahrnehmen, beschäftigt mich weiter.

Vielleicht habt ihr ja Lust auf ein kleines Experiment? Ihr werdet gleich ein Bild von einem Spiel sehen, was genau diese detailarme (im Vergleich zu heutigen Spielen) Grafik hat. Und ich will kurz beschreiben, was ich zwischen den Pixeln sehe.

Vielleicht fällt euch dann ein Spiel ein, bei dem es euch ähnlich geht und ihr beschreibt mir kurz, was ihr in einem Screenshot eurer Wahl seht.

Lasst uns die Bilder unserer Fantasie austauschen!

Bevor es jetzt losgeht, muss ich vielleicht etwas ausholen. Der Screenshot ist aus dem Spiel Carrier Command, welches 1988 auf dem Amiga erschienen ist.

Die Aufgabe des Spielers besteht darin, einen amphibischen Träger, dessen KI ursprünglich den Auftrag hatte einen Archipel mit einem Ressourcennetzwerk zu überspannen, dann aber von einem konkurrierenden Konzern gehackt und übernommen wurde, zu besiegen.

Zu diesem Zweck steht dem Spieler ein etwas neueres Model des feindlichen Trägers zur Verfügung. Aber aus Angst vor weiteren Hacker-Angriffen wurden die exekutiven Funktionen dieses neuen Trägers dem Spieler übergeben.

Ich sehe was …

Ich sehe meinen Protagonisten über eine senfgelbe Steuerungskonsole gebeugt. Zur rechten Seite steht vielleicht eine Tasse mit Kaffee, die zu einem Modul des Trägers gehört, das extra für mich nachträglich, in das ansonsten von Robotern und KI gesteuerte Schiff, eingebaut wurde.

Ich bin mir unsicher, ob die deaktivierte Master-KI des Trägers vielleicht noch im Hintergrund der Systeme aktiv ist, mich beobachtet und sich Notizen macht, oder manchmal auch gern in meine Handlung eingreifen würde, wenn sie könnte.

An das leichte Schwanken des Schiffes habe ich mich bereits gewöhnt. An das Zischen und Knallen des feindlichen Beschusses, der auf die Panzerung des Kriegsschiffes und dessen Köderdrohnen niedergeht, werde ich mich wohl nie gewöhnen. 

Wieder erscheint die Meldung mit der Information, dass der Träger beschädigt wurde. Kurz spiele ich mit dem Gedanken, etwas von meiner wertvollsten Ressource, Zeit, zu erübrigen, um auf die Schadensmeldung zu schauen. Aber in dem Moment huscht eine feindliche Manta-Flugdrohne durch das Visier meiner Drohne.

Verkrampfter als ich zugeben will, betätige ich den Feuerknopf und zu dem Peitschen der feindlichen Raketen, gesellt sich das Zischen von den Laser-Schüssen meiner Drohne. Wolken aus verdampften Metalllegierungen bilden sich dort, wo ich die feindliche Drohne getroffen habe. In einer Kurve nach Backbord verfolge ich die flüchtende KI-Drohne, die einen neuen Angriff auf meinen Träger plant.

Zu dem Surren der Motoren, dem Stampfen des Nuklearreaktors und dem Platschen der Wellen am Rumpf, gesellt sich das Zischen der Turbinen meiner Drohne, als sie über mich hinwegrauscht. Der salzige Meerwassergeruch wird durch den süßlichen Geruch von verglühten Metall und Plastik ergänzt.

Ich überlege meinen nächsten Schritt, während ich im Hintergrund des Visiers meiner Drohne, die Insel mit dem passenden Namen Vulcan beobachtet. Neben dem goldenen Strand, an dem sich ein paar Palmen an die Dünen schmiegen und die Brandung jetzt Trümmerteile anspült, befinden sich neben den eckigen und zweckmäßigen Versorgungs- und Wartungsgebäuden auch das Gebäude mit der lokalen KI.

Im Hintergrund steht der Vulkan, aus dem immer wieder feindliche Jäger-Drohnen aufsteigen. Einige Möwen werden in einem nahen Wäldchen aufgeschreckt, als eine herrenlose Rakete dort niedergeht und eine kleine Explosion Bäume zu Boden wirft.

In der kurzen Ruhephase, die nach dem Angriff folgt, greife ich zu meinem Kaffee, rufe die Schadensmeldung auf, verteile Reparatur-Prioritäten, plane meinen nächsten Zug und rüste meine amphibische Drohne mit einer Virusbombe aus, um meinen Plan in die Tat umzusetzen und Vulcan endlich zu übernehmen.

Irgendwo unter mir im Rumpf des Trägers rastet etwas ein. Die Vibration ist bis hier zur Zentrale zu spüren, was ein gutes Zeichen ist. Schnell fliegen meine Hände über die Kontrollen neben dem Bildschirm.

Zugegeben, um dieses Bild von dem Spiel zu haben, muss ich das Spiel gespielt haben. Aber auch ohne zu wissen, um was es sich bei dem Screenshot ganz genau handelt, kann man mehr sehen als die Summe der Pixel, oder?

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Kommentare17

  1. Sehr interessanter Artikel! Ich finde es bewundernswert, dass bei dir durch “weniger Grafik” die Phantasie angeregt wird. Das war und ist bei mir nie so gewesen.
    Mein bestes Beispiel ist mein Lieblingsspiel Elite. Obwohl ich Das dunkle Rad gelesen hatte, habe ich auf dem C64 Bildschirm damals nicht das heutige Elite Dangerous gesehen, sondern war von der bahnbrechenden Vektorgrafik überwältigt. Auch als später dann auf dem Amiga immer mehr 3D Spiele möglich waren, haben mich dabei auch immer die Vektoren gefesselt. So, wie sie waren.
    Bei mir war es dann sogar eher so, dass ich die Welt manchmal im Geiste in eine 3D Vektorgrafik Welt vereinfacht habe, ähnlich wie in Tron.
    Und trotzdem spiele auch ich immer noch gerne alte, aber auch neue Spiele. Gerade erst gestern habe ich z.B. eine Modulversion von Zak McKracken (und MM) geflashed und das mal wieder angefangen – so Original am C64 wie es sein muss.

    Tobi
  2. Ich finde Deinen Beitrag einfach großartig! Wie mühelos Du es im zweiten Teil schaffst eine ganze “Bildergeschichte” in den Screenshot zu packen ist wahrlich inspirierend. Du beweist, dass Du Dir die Augen und Assoziationen eines Kindes erhalten hast. Und das lieber Selmar, ist das schönste Lob, das ich Dir machen kann. Wundervoll!

    Gerrit LudwigTobiSelmar
  3. Vielen Dank für deinen Gedankenanstoß, dein Experiment, sowie deine kleine Reise, Selmar.
    Carrier Command hatte ich auf dem Amiga damals tatsächlich auch. Leider als Kopie und ohne Anleitung, auf deren Fehlen ich einfach mal schiebe, dass ich das Spiel nicht kapiert habe. Andere Antworten zählen natürlich nicht 😉 Ich liebe tolle, bombastische Grafik und bin oft hin und weg, was sogar viele Indieentwickler da heute so für virtuelle Welten präsentieren. Aber Grafik ist bei weitem nicht alles und das beweist du mit deinem Experiment hier wunderbar. Wenn mich ein Spiel nicht gefangen nimmt und an mir vorbeirauscht, kann es noch so toll aussehen. Ich werde es wohl – wie so oft, wenn mich etwas nur lauwarm umarmt – nicht weiterspielen. Dass Grafik nicht alles ist, nehme ich als mittlerweile Mittvierziger sehr viel mehr wahr, als früher. Klar, wir hatten ja nix und so und ich denke, dass die etwas älteren SpielerInnen das mit der Vorstellungskraft in Videospielen leichter haben als die jüngeren. Es gab nur ein paar Striche, dann kamen einfache Vektoren, Polygone, Sprites, … Ohne Fantasie ging es einfach nicht. Umso spannender waren damals dann auch die Box Arts, die sehr halfen, sich auf das eine, neue Spiel mit seiner aus heutiger Sicht geradezu lächerlichen Grafik einzustellen. Ich sehe es durchaus als wunderbares Plus, so viel in dem Bereich beinahe von Beginn an kennengelernt zu haben.

    Es ist ein schönes Thema, welches du hier beschreitest. Heute bin ich tatsächlich bequem geworden und ehrlich gesagt spiele ich nicht mehr viel von dem, was vor der Jahrtausendwende war. Dafür gehören für mich persönlich heute die sogenannten LowPoly Spiele mit in den Topf, deren Gradwanderung zwischen “bäh” und “hübsch” mir mit einem vorgeformtem, aber detailarmen (heute aber zum Glück meist flüssig laufendem!) Grundgerüst schon viel Arbeit im Kopf abnehmen, mir aber dennoch Spielraum bei Interpretation und gedanklichem Ausschmücken von Details überlassen. Meine Lieblingsvertreter sind da z.B. AER und State of Mind (auf der Xbox).
    Es kommt halt auch wirklich auf das Spiel und das Genre an, denn so langsam hab ich, trotz Nostalgiefaktor, den modernen Pixellook à la Game Boy Advance in gefühlt jedem zweiten Top-down-Indie-RPG ganz schön über, wenn man das auf 65 Zoll spannen und damit einen netten Konsolenabend haben soll. Danke, nein. Die Lebensumstände tragen meiner Meinung nach aber auch viel dazu bei, ob ich mich darauf einlassen möchte, oder nicht. Nach einem langen Tag, habe ich oftmals weder die Kraft, noch die Lust, meinen Kopf anzustrengen und bin dann froh, über eine hübsche, aber nicht zu überladene Spielewelt. Aus diesem Grund lese ich abends auch kaum bis nie ein Buch, lieber früher am Tag.
    Dein Beitrag hat mich erneut motiviert, wieder bewusster mit dem Thema umzugehen und vielleicht doch mal wieder das ein oder andere Spiel mit spärlicher Grafik näher und aus einem anderen Blickwinkel anzusehen. Danke dafür.

    Gerrit LudwigSelmarAndré Eymann
    1. Hallo Tobi, das ist ein interessanter Punkt, den du ansprichst. Kann ich Fantasie üben? Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass es für mich anstrengend ist. Für mich ist es das Gegenteil. Ich entspanne dabei. Vielleicht ist das wie Sport, erst mal muss es trainiert werden und kann dann erst Erholung sein?

      Wie auch immer, ich würde mich freuen, wenn du den ein oder anderen Klassiker “neu”entdecken kannst.

      Gerrit LudwigTobi
  4. Ich musste etwas überlegen aber jetzt ist mir ein Spiel eingefallen. Bei Stunt Car Racer dröhnten in meinem Spielzimmer immer die Motoren laut auf. In schwindelerregender Höhe bewegte ich mein Auto über die Rennbahn. Die Geschwindigkeit war ein Adrenalinschub für mein junges Gehirn und ich fühlte mich als Rennfahrer unbesiegbar. Dann der Aufschlag wenn ich von der Piste rutschte und hart auf dem Schreibtisch aufschlug. Das Publikum tobt vor Begeisterung.

    https://www.c64-wiki.de/wiki/Stunt_Car_Racer

    Wie man durch den Link sehen kann: Die Grafik liess viel Raum für Fantasie.

    Gerrit LudwigSelmarAndré EymannTobi
  5. Yeah!

    Für kurze Zeit war ich selbst am “Drücker” irgendwo mitten im Ozean und habe das Schaukeln, den Meeresgeruch, den Motorenlärm und die Anspannung spüren können. Mit dem Artikel ist dir bei mir die Immersion gelungen! Genauso schaffen es heute noch gerade die älteren Videospiele bei mir. Weil sich hier eben doch viel mehr im Kopf abspielt.

    Mein Vater meinte damals, mich als Kind vor den Videospielen schützen zu müssen. Sie würden mich der Fantasie berauben. Damals keine seltene Meinung. Ich konnte ihm das Gegenteil beweisen, indem ich bereits damals Geschichten gesponnen und geschrieben habe, beflügelt durch das Erlebte im damals noch neue Medium.

    Also ja, ich teile deine Leidenschaft.

    Gerrit LudwigSelmarAndré EymannTobi
    1. Zu dem Kommentar kann ich was aus der jüngeren Vergangenheit berichten. Mein Sohn, 5 Jahre, hatte zum ersten Mal Giana Sisters gespielt. Danach griff er zu Papier&Buntstift, hat sich selber weitere Level ausgedacht und zu Papier gebracht. Das Videospiel hat seine Fantasie also eher angeregt.

      Gerrit LudwigSelmarAndré EymannTobi
    2. Hallo Thorsten, danke für die schöne Geschichte. Ich finde es toll, dass du deinen Vater vom Gegenteil beweisen konntest und dass er “erwachsen” genug war, seinen Fehler zuzugeben.

      Gerrit Ludwig
  6. Wow, das ich dieses Spiel mal wieder zu Gesicht bekomme hätte ich nicht gedacht. Das war anno knips mein aller erstes selbst gekauftes Spiel für meinen Commodore XT PC-10. Und wie es sein sollte, war die Kiste viel zu schwach auf der digitalen Brust und ich war eigentlich auch noch nicht so recht des englischen mächtig. Das ist jetzt gute 33 Jahre her. Alter, wie die Zeit verfliegt. Aber hey – ich war jung, begeistert und hatte Fantasie. Herrlich…

    Danke für den Artikel, das hat echt was getriggert in der alten Denkstube.

    Gerrit LudwigAndré EymannTobiSelmar
  7. Danke für den schönen Artikel, durch den ich auch Deinen “Zwischen Pixeln und Polygonen”-Artikel gelesen habe.

    Eine winzige Sache vorweg, die ich schon mal bei Andre angemerkt hatte: Wenn ein Artikel von einem bestimmten Thema oder Spiel handelt, wie in dem Fall “Carrier Command”, dann sollte das auch in die Überschrift. “Carrier Command – Ich sehe was, was du nicht siehst” oder so… Sonst vergeben wir auf dieser wunderbaren Domain hier unnötig Sichtbarkeit bei Google 🙂

    Ansonsten bewegen mich als 80er-Kind dieselben Gedanken wie dich. Wieso konnte z.B. Maniac Mansion so viel mehr begeistern als so mancher Triple-A-Titel heute? 5 Gründe fallen mir ein:

    1. Das noch jungfräuliche Kindergehirn, dessen Festplatte noch nicht so vollgeschrieben ist und unter dem “Seen it all done it all”-Syndrom leidet.

    2. Rückblickend natürlich auch die Nostalgie. Weil all die warmen, abenteuerlichen Gefühle noch einmal zurückkommen. Es kommt eben nichts an diese (hoffentlich) sorgenfreie Zeit in der Kindheit heran. Als alles noch neu und voller Wunder war. Das ist dieses bittersüße Gefühl von “Paradise Lost”. Hängt natürlich eng mit Punkt 1 zusammen.

    3. Die assoziative Fähigkeit des Gehirns Lücken zu schließen. Genau wie beim Lesen. Da braucht es gar nicht so viel, um den “Film” in Gang zu bringen. Ich finde allerdings, dass das bei neuen Hochglanztiteln durchaus auch noch funktionieren kann. Besonders durch ein Gefühl, was immer noch ausgelöst wird:

    4. “Yūgen” wird das in der japanischen Ästhetik genannt, das “Dunkle, nicht offensichtliche, Mysteriöse”. Eben das, was zischen den Zeilen steht und was dafür sorgt, dass es so unglaublich spannend ist das Haus von Maniac Mansion zu erkunden, nie wissend, was für ein Schrecken hinter der nächsten Tür warten könnte. In meinem Elvira-Artikel, hier bei den Videospielgeschichten, habe ich beschrieben, wie mich durch “Yūgen” Pixel in Verbindung mit unheimlicher Dudelmusik trotz aller Hürden stundenlang vor dem Rechner fesseln konnten. Und ich glaube, dass geht bei heutigen Spielen durchaus auch noch – nur dass diese eben durch Grafikpracht mehr vorwegnehmen, keinen Nostalgiebonus haben und vielleicht schon der X-te Aufguss eines vergangenen Spielprinzips sind…

    5. Weil die Grafik früher eben noch in den Kinderschuhen steckte, mussten Spiele eher durch Story und/oder Mechanik begeistern. Vielleicht hat es auch was damit zu tun.

    Obwohl ich hunderte Amiga Games gezockt habe, habe ich Carrier Command nie gespielt. Aber ich kann deine Assoziationen sehr gut nachvollziehen 😉

    Gerrit LudwigAndré EymannTobiSelmar
    1. Adventure, gerade auch die Infocom Adventure sind natürlich Paradebeispiele. Da gebe ich dir recht.

      Ich glaube, du hast viele gute Punkte aufgezählt. Ich stimme dir ein allen zu. Würde aber auch noch hinzufügen wollen:

      6. Als älterer Mensch, ändert sich durch das Wissen, was wir angesammelt haben unsere Wahrnehmungsperspektive. Dinge, die als Kind “Cool” waren, sind als älterer Mensch oft albern und brechen so meine Immersion. Das ist bei Filmen, Büchern und Filmen natürlich so. Bei älteren Titeln bin ich aber – aus mir unbekannten Gründen – viel nachgiebiger und verzeihe mehr ohne das die Immersion zerbricht.

      Gerrit LudwigAndré EymannThilo NemitzTobi
      1. Ja stimmt!

        Dein Punkt 6 und mein Punkt 1 hängen, glaube ich, untrennbar zusammen. Erwachsene haben einfach mehr Querverweise im Gehirn, können Dinge besser einordnen und in Perspektive setzen. Da hauen einen manche Dinge einfach nicht mehr so vom Hocker wie früher… 🙂 Lösung: Ich lobotomiere mich selbst ;-P

        Gerrit LudwigTobiSelmarAndré Eymann
        1. Da hast du vermutlich recht.

          Vor der Lobotomie würde ich vielleicht eine etwas weniger invasive Methode wählen. Du könntest versuchen den kleinen Thilo wiederzufinden und das gelernte bewusst zu ignorieren? Geht so etwas?

          Thilo NemitzTobi
          1. Hahaha, ja, ich denke das geht auch.

            Versuche ich eigentlich auch schon seit Jahren: geistige Entrümpelung, um wieder mehr das Wunderbare an der Welt zu sehen.

            Und wenn ich es mal nicht schaffe, erlaubt mir mein Sohn die Welt kurz durch seine Augen zu sehen. Das hilft auch. 😉

            Tobi