Submerged – wenn der Stress baden geht


Kommentiert von: Tobi, Lenny, Michael, Couchgespräche, Sven, André Eymann, Thorsten Weiskopf, Wolfgang, Thomas.
Lesedauer: 7 Minuten

Eine Ode auf ein kleines, durchschnittliches, aber wunderschönes Spiel

Submerged (untergetaucht, überschwemmt, eingetaucht; dict.cc).

Bei diesem Spiel handelt es sich um einen meiner kleinen Ausbrüche aus dem Alltag. Von der Fachpresse weitgehend zerpflückt (metacritic ~50er Score), beklagten viele die fehlende Abwechslung, die kaum vorhandenen Interaktionsmöglichkeiten, den Umfang und manchmal auch die Steuerung.

Scheinbar wenige Tests, etwa ein einsamer Kurzbericht im Zeit Magazin, bescheinigte dem Spiel eine positive Entschleunigung – und erntete Kritik dafür in den Kommentaren. 4Players vergab eine 68er Wertung, Gamer’s Palace sogar 75. Beides sehr faire Bewertungen, wie ich finde. In anderen Reviews las ich jedoch: Laaaangweilig!

Und doch ist es eins meiner Lieblingsspiele. Warum?

Irgendwann Anfang 2020, weit bevor ich irgendetwas darüber las, hatte ich Submerged für knapp 20€ im Xbox Store entdeckt. Und war sofort Feuer und Flamme, denn Screenshots und Trailer zeigten mir ein interessantes, hübsches, scheinbar lange verlassenes Szenario auf. Eine überflutete Stadt mit bewachsenen Gebäuden und einigen “Landmarks”, irgendwo im Nirgendwo.

Aufgrund der wirklich sehr unterschiedlichen Bewertungen hatte ich aber lange gezögert, um dann im letzten Jahr, grob um die gleiche Jahreszeit wie jetzt, plötzlich ein breites Grinsen auf dem Gesicht zu bekommen, als ich auf meine Wunschliste schaute: Knapp 2€, heeeey!

Kaum gestartet, empfingen mich im Titelbildschirm melancholische und doch irgendwie geheimnisvolle Pianoklänge vor eben dieser überfluteten Kulisse und machten gleich ein paar Punkte wett. Das klang nach einem vielversprechenden Start.

Land in Sicht
Land in Sicht

Und so fand ich mich, Teeniemädchen Miku, zusammen mit meinem offenbar sehr kranken, jüngeren Bruder Taku, in einem kleinen Boot treibend inmitten dieser verlassenen und überfluteten Stadt wieder. Mehr weiss ich erstmal nicht.

Abseits von diesem Problem, welches mein Brüderchen anscheinend plagt, ist’s hier allerdings sehr schön. Der Wind rauscht durch die Palmen, die sich längst auf den Gebäuden breit gemacht haben, dass man ihn fast spüren kann. Der Wellengang ist sanft, aber teils dem Wind angemessen und Sonne oder Mond glitzern auf den Wellenkronen.

Vieles ist überwuchert und scheinbar lange verlassen. Genau mein Ding! Ein Hauch von Freiheit, trotz der misslichen Lage, macht sich breit.

Zuflucht
Zuflucht

Alles nass

Ich hasse eigentlich Wasser. So richtig. Nicht etwa beim Duschen, oder im Schwimmbad. Und bestimmt auch nicht, wenn es regnet, denn Regen mag ich richtig gern. Wasser ist toll und ich liebe es, am See, am Fluss, oder am Meer zu sein.

Aber wenn Gewässer tief sind und ich nicht weiß, wo der Grund ist, oder was da unter mir ist, mag ich es überhaupt nicht mehr und Panik macht sich schnell breit. Eine Urangst von mir sozusagen, das Ungewisse, Unbekannte. Ich habe lieber den Überblick – in diesem Fall Durchblick – sonst macht mir das manchmal Angst. Auch wenn Gedanken und Doku’s, was da unten so ist, immer wieder spannend sind, freue ich mich lieber über virtuelle Meere und Gewässer.

Aber was mache ich hier überhaupt? Klar, mein Bruder braucht Hilfe. Je schneller, desto besser, denn es geht ihm mit seiner rätselhaften Bauchwunde wirklich dreckig. Wir suchen Schutz in einer verlassenen, überwucherten Kirche. Unser Schutzraum für die nächsten Stunden und mein Startpunkt, wenn ich Medikamente und Hilfsmittel suche.

Miku und Taku
Miku und Taku

Warum wir überhaupt hier sind, das eröffnet sich mir als Spieler erst nach und nach in Form von einfachen Zeichnungen auf Tafeln, die mir nach bestimmten Spielsituationen jeweils in vier Bildern unsere Familiengeschichte erzählen. Und das genau im Takt von vier umspielten Klavierakkorden.

Dieses kleine, vielleicht unscheinbare, audiovisuelle i-Tüpfelchen, ich liebe es! Wenn man die gesammelten Tafeln vom Pausemenü aus in Ruhe betrachtet, hat man eher einen Überblick, was passiert ist. Die etwa zwölf Sekunden, in denen jeweils ein Tafel-Quartett im Spiel gezeigt wird, finde ich da etwas knapp.

Unsere Geschichte. Tragisch. Parallel finde ich die Geschichte der Stadt auf gleichen Tafeln erzählt, diese sind aber, entgegen der eigenen Geschichte, überall verstreut und lassen nach und nach erahnen, was hier los war. Ebenso gibt es Bonustafeln von besonderen Orten und Tieren, denen ich unterwegs in der Stadt begegne.

Friede, Freude, ...
Friede, Freude, …

Taku

Da braucht jemand Hilfe, keine Frage. Daher halte ich Ausschau nach Kisten, die rettende Hilfsmittel beinhalten. Ob sie aus der alten Zeit stammen? Diese sind auf Gebäuden platziert, aber nicht wirklich versteckt. Wenn ich möchte, nehme ich mein Fernrohr dafür zur Hilfe, um Kisten zu markieren, muss ich aber nicht.

Dann heißt es, auf diese Gebäude hinaufzuklettern. Taku wartet schwächelnd im Unterschlupf. Meine auserkorenen oder zufällig gewählten Ziele erreiche ich mit unserem recht agilen Boot, welches uns sicher herbrachte und für das ich hier und da auch ein paar versteckte Upgrades finde, um etwas länger schnell fahren zu können.

Aber trotz totkrankem Brüderchen eilt es nicht wirklich, denn Zeit spielt in Submerged keine Rolle. Ich finde es unglaublich schön hier und muss tatsächlich aufpassen, dass ich Taku nicht vergesse, während ich die Stadt erkunde.

Entspannungsprogramm
Entspannungsprogramm

An bestimmten, nicht zu übersehenden, blumigen Ranken erreiche ich dann vom Boot aus wieder festen Boden und die Kletterei geht los. Herunterfallen oder abrutschen kann ich dabei nicht, sondern erklimme mir mit scheinbarer King Kong Ausdauer und etwas hölzernen Animationen den passenden Weg an den oft bewachsenen Fassaden nach oben.

Jetzt nicht niesen...
Jetzt nicht niesen…

Herausforderung gering bis null. Aber ich habe Gefallen daran, trotz Mittel zum Zweck. Freiheit, die ja eigentlich keine ist, da ich hier nichts falsch machen kann, macht sich breit. Bin ich übrigens bei einer dieser besagten Kisten angekommen, geht es nach einer kurzen Cutscene beim kleinen Bruder weiter.

Was geht ab?

Scheinbar geht es Taku nach der letzten Nacht etwas besser, als ich aufwache. Aber was geschieht mit mir? Und was war das da hinten, oder hab ich das geträumt? Sind wir vielleicht doch nicht ganz alleine hier?

Wie eingangs kurz erwähnt, gibt es einen Tag- / Nachtrhythmus, der wunderschöne Sonnenaufgänge produziert und die Fassaden der Häuser in goldenes Licht taucht. Diese machen aus spielerischer Sicht zwar keinen Unterschied, tragen aber viel zur Atmosphäre bei. Genau wie die Nächte, in denen das Wasser manchmal merkwürdig zu leuchten scheint. Ist hier vielleicht doch etwas im Busch?

Die goldene Stunde
Die goldene Stunde
huh?
huh?

Persönlich erscheint mir vieles in Submerged magisch und geheimnisvoll. Und unterbewertet. Nehme ich zum Beispiel neben den glitzernden Lichteffekten nur mal die Glühwürmchen, die mir nachts manchmal den Weg auf Gebäuden weisen. Die tierischen Begegnungen in den Gassen oder weit draußen, wenn ich mit dem Boot unterwegs bin. Oder die dicht bewachsenen Etagen einer Hausruine, herrlich!

Ja, trotz Macken, trotz steifer Spieleranimationen und trotz eines manchmal irrwitzig unrealistisch wendbaren Bootes – ich liebe es.

Spielerischen Tiefgang sucht man trotz des Titels aber vergeblich. Vielleicht ist es aber auch gerade diese spielerische Sicherheit, die mich hier gefangen nimmt. Die friedliche Bubble, in der nichts schiefgehen kann und in der keine Zeit läuft.

Und genau da holt mich Submerged mit dem roten Teppich ab und lädt mich ein in eine kleine Welt von Schönheit und Leichtigkeit.

An manchen Stellen sehe ich Parallelen zu meinem geliebten Enslaved – Odyssey to the West. Aber Submerged dreht hier eindeutig sein eigenes Ding und erzählt mir dabei eine doch interessante Geschichte.

Suchbild: Dachterrasse mit Miku
Suchbild: Dachterrasse mit Miku

Alltag

Mit dem Boot fahre ich manchmal noch durch die ehemaligen Straßen, die unter mir versunken sind. Vorbei an viel Grün, Ranken und reflektierenden Fensterfronten. Gebäude kann ich zwar nicht betreten, aber auf manche von ihnen klettern und die Aussicht genießen.

Für mich stellt Submerged, trotz vielleicht ein paar Ecken und Kanten, ein absolutes Wholesome Game dar, welches ich auch lange nach dem Durchspielen gerne für einen entspannten Ausflug nutze, denn es gibt nach der Story den Erkundungsmodus, falls man etwas übersehen hat.

Und immer noch mag ich es, mir meinen Weg durch kleine, von Wurzeln und schwimmendem Grünzeug bewachsenen Gassen zu bahnen, um dann auf eine der großen Hauptstraßen einzubiegen und entlangzupötteln. Dem großen Wal oder den Delfinen, die dort vergnügt und ohne Angst frei ihre Bahnen ziehen dürfen, sage ich dann gerne mal Hallo und entspanne mich bei dem beruhigendem Auf und Ab des Wellengangs und dem stimmungsvollen Soundtrack.

Der "Titanspeer"
Der “Titanspeer”

Informatives

  • Das Studio Uppercut Games besteht aus teils erfahrenen Entwicklern, die unter anderem auch aus dem BioShock Lager kommen und ihr eigenes Ding machen wollten.
  • Bei meinem aktuell angehefteten Tweet (kann sich natürlich ändern) hat Submerged den Start hingelegt und war sogar maßgeblich für die Idee des Hashtags #MomentsToLoveGamesFor verantwortlich, unter dem ich ab und an zeigen wollte, für welche Momente ich Spiele liebe.
  • Ich hatte Submerged schon in meinem letzten Beitrag Die Entnetzung kurz als schönes Spiel erwähnt.
  • Mein Spieltimer mit 100% Spielerfolg sagt aktuell 12h irgendwas, wohingegen ich schon von 5h für 100% und sogar unter 3h für bloßes Durchspielen gelesen habe.
  • Manche meiner Screenshots tragen einen Stempel und Schmuddelrahmen, diese Bilder wurden mit dem im Spiel vorhandenen Fotomodus erstellt.
  • Den wunderschönen piano- & streicherlastigen Soundtrack von Jeff van Dyck, der für mich so viel zur Atmosphäre beiträgt, gibt es bei Bandcamp.
  • Und das Beste zum Schluss: Trotz der vermutlich überschaubaren Verkaufszahlen gibt es einen Nachfolger, Submerged – Hidden Depths, derzeit Stadia-exklusiv. Neugierig wie ich bin, habe ich die Entwickler angeschrieben, ob vielleicht die minimale Chance besteht, dass es irgendwann nicht mehr exklusiv sein wird. Zu meiner Freude schrieb man mir zurück, dass der Titel bald auch auf anderen Plattformen erscheinen wird. Und ja, da freue ich mich riesig drauf!

Links zu den anfangs genannten Reviews: Zeit online , 4Players , Gamer’s Palace ;
Achtung, Zeit online & 4Players spoilern die Geschichte!

CouchgesprächeWolfgangAndré EymannLenny

20 Kommentare

Neuer Kommentar

  1. Mir gefällt sehr, wie du über Submerged schreibt und wieviel Wert du auf kleine und liebevolle Details legst! Auch kann ich deine Intension sehr gut nachvollziehen, einfach nur der Entspannung wegen zu spielen, mal ganz ohne Leistungsdruck.

    Tobi
    1. Herzlichen Dank, Michael 🙂 Mein Alltag stresst mich leider oft schon genug, das muss ich dann nicht zuhause weiterführen, sondern versuche gegenzusteuern und erfreue mich gern an entspannten Titeln, wie diesem hier.

  2. Moin Tobi,
    einen sehr schönen Beitrag hast du da geschrieben. Da bekommt man fast selber Lust einmal durch die Kanäle zu schippern.
    Was ich aber besonders gut finde ist, dass du hier trotz der oftmals gegenteiligen Meinung von Fachblättern, deine subjektive und sehr positive Meinung hier preisgibst. Manchmal muss man halt ein Spiel durch andere Augen betrachten und schon findet man für sich selbst ein kleines Juwel.

    Tobi
    1. Danke schön, Christian 🙂 Da geb ich dir recht, Meinungen über Spiele können sehr weit auseinander gehen und ich denke da gerade auch an deinen persönlichen Eindruck von Cyberpunk.
      Ich finde, dass sich in einer Meinung zu einem Spiel viel Persönliches befindet. Schafft es der Titel, eine Brücke zu meinen Gefühlen, Träumen, Hoffnungen, oder auch Ängsten zu spannen, oder ist er ein bloßer, wenn vielleicht auch netter Zeitvertreib? Welche Schwerpunkte hat das Spiel, passen sie zu mir? Daher sind Reviews immer schwierig, wenn auch oft eine gute Hilfestellung (wenn man denn genug davon zu einem Titel verschlingt). Danke schön für deinen Kommentar!

  3. Toller Beitrag!

    Direkt gekauft danach im Xbox Store (wenn auch im ausländischen 😉 ). Liebe es mich in Welten zu verlieren, fremdes zu entdecken und über Wasser zu segeln/schippern oder zu rudern. Bestes Beispiel wäre AC Odysee. Erkunde da manchmal einfach nur die See und die Inseln was es da so gibt und laufe dann dort im normalen Gehtempo herum. Völlig entspannend das ganze und ein ganz andere Art ein AC zu spielen und viele Details zu entdecken. In diesen Titel steckt auch mehr drinnen als es einem die Kritiker erzählen.

    Vor allen ganz ganz viel Arbeit und Liebe zu kleinen Details die kaum einer wahr nimmt.

    Tobi
    1. Danke für die Blumen, Sven! Es freut mich, wenn ich dich durch meinen kleinen Bericht zum Kauf animieren konnte. Vielleicht hast du sogar ähnlich viel Freude an dem Titel 🙂

  4. Lieber Tobi,

    ich wollte einfach mal Danke sagen. Danke, dass du über dieses schöne Spiel geschrieben hast. Sonst hätte ich es wohl nicht gespielt, obwohl ich es mir schonmal gekauft hatte. Ich bin zwar noch nicht weit, aber Submerged hat jetzt schon eine ganz besondere Atmosphäre voll Schönheit und Melancholie und auch einer diffusen Bedrohung in dieser Welt.

    Tobi
    1. Danke Lenny! ♥
      Du hast jetzt in deinem kurzen Kommentar genau das beschrieben, wofür ich so viele Wörter gebraucht habe! Perfekt! 😀
      Dass du Submerged schon besessen hast, ist ein echt schöner Zufall und ich freue mich wirklich sehr darüber, dass es dir bei diesem kleinen Abenteuer scheinbar ähnlich geht wie mir.

      1. Mittlerweile habe ich auch Submerged durchgespielt (Also die Hauptstory habe ich beendet. Von der Welt und ihrer Geschichte habe ich noch nicht alles gesehen). Ich hatte es auch schon nach meinem Ersteindruck geschrieben, was Submerged ausmacht ist die Atmosphäre. Von beruhigend bis bedrohlich. Voller Leben und verfallen. Altes Leben liegt in Ruinen, passt sich an, entwickelt sich weiter. Mitten darin ein kleines Mädchen, dass allen Gefahren trotzt um ihrem kleinen Bruder das Leben zu retten. Wie du (und ich auch) während der Sammelmissionen und beim erkunden manchmal den Bruder vergessen hast, so hat sie auch im Laufe des Spiels sich selbst vergessen. Alles dreht sich um ihn, um sein Wohlergehen. Was die Geschichte dahinter ist, wie sie mit der Welt zusammenhängt, dass verrate ich natürlich nicht. Nur, dass Submerged immer wieder besondere Momente kreiert hat. Ein schöner Ausblick, nachdem ich eine verfallene Ruine erklommen habe. Ein Sonnenaufgang. Delfine die mit mir schwimmen wenn ich mit dem Boot fahre. Und noch viel mehr.

        Tobi
        1. Du bringst einmal mehr das ganze Spiel mit deinem Kommentar auf den Punkt. Es freut mich sehr, dass du auch so schöne Momente in Submerged finden konntest 🙂 Die bildhafte Erzählung der Stadtgeschichte fand ich dabei sehr interessant, denn die schloss für mich die Lücke zwischen dem, was ich erlebt hatte und dem kleinen Fragezeichen, welches in meinem Kopf übrig blieb. Danke schön für deinen lieben Kommentar, Lenny!

          Lenny
  5. Hi Tobi,

    danke für den ausführlichen Artikel. Ich liebe es, solche Perlen zu entdecken. Leider gehen solche Spiele ja oft in der Masse von Spielveröffentlichungen unter. Um so cooler, dass du es uns vorstellst. Ich glaube das Spiel ist definitiv auch was für mich.

    Gruß Thorsten

    André EymannTobi
    1. Sehr gerne! Da stimme ich dir voll zu. Ich finde es immer wieder spannend, alte oder neue Spiele zu entdecken, die ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte. Wenn mir diese Spiele dann wirklich gefallen, finde ich es auch total spannend, nach und nach Infos und Hintergründe davon im Netz zu finden.
      Ich könnte mir ebenfalls gut vorstellen, das dir Submerged gefallen könnte, denn ich finde es total beruhigend und entschleunigend. Da wurden die paar Macken dann ganz schnell ganz schön nebensächlich für mich. Danke für deinen Kommentar, Thorsten 🙂

      Thorsten Weiskopf
  6. Möchte mich auch für den schönen Beitrag bedanken. Bin ja schon durch deinen Twitter Post (ist schon etwas her) auf dieses Spiel aufmerksam geworden und dachte mir da schon, das mit all dem Wasser spricht mich richtig an. Gerade die Fahrten mit dem Boot sehen toll aus. Ich denke, Submerged könnte etwas für mich sein 🙂

    André EymannTobi
    1. Danke dir Wolfgang, sehr gerne 🙂
      Wie André schon kommentiert hat, ist meine Euphorie für dieses Spiel natürlich sehr subjektiv, aber ich finde, dass Submerged sehr viel Ruhe ausstrahlt – obwohl es alles andere als perfekt ist. Das kann natürlich einerseits am ruhigen Auf und Ab des Wassers liegen. Oder auch daran, dass das Spiel sogar in dessen Nachtphase mehr geheimnisvoll als bedrohlich daherkommt, trotz sich wiederholenden Aufgaben. Für mich persönlich ein schönes, kleines, stressfreies Wholesome Game. Aufgrund der Länge und des Alters vielleicht aber nicht unbedingt zum Vollpreis zu empfehlen. Danke für deinen Kommentar 🙂

      Wolfgang
  7. Wunder, wunderschön Tobi! Und das gleich aus mehrfacher Sicht. Schon der Beginn Deines Beitrags holt mich ab, weil Du – entgegen der “objektiven” Bewertung der Fachpresse – Deinen eigenen Narren an Submerged gefressen hast.

    Ich kenne (und liebe) viele Spiele, die andere als langweilig, sich wiederholend oder einfach nur “platt” einordnen. Dennoch habe ich etwas gefunden, was mir daran gefällt und was mir gut tut. In diesem Aspekt spiegelt sich für mich die Magie der “Liebe zum Spiel”, denn aus meiner Sicht ist diese immer subjektiv und sehr persönlich.

    Submerged klingt, schon allein wegen des Mediums Wasser, sehr “tranquilo” und scheint, Deiner Beschreibung nach, auch tatsächlich entspannt daher zu fliessen. Das gefällt mir sehr. Spiele, die mich aufgrund der Atmosphäre überzeugen, können bei mir locker dafür sorgen, dass ich über “mechanische” Schwächen hinweg schaue.

    Was mir übrigens auch sehr an Deinem Text gefallen hat, ist der Abschnitt “Informatives”. Denn dort finde ich coole Zusatzinfos und sozusagen “Trivia”, die ich grundsätzlich bei Kunst liebe.

    Danke für diesen persönlichen Ausflug in die schillernde Wasserwelt und lass mich Dir am Ende sagen, dass mich das Lesen Deiner Beiträge allein schon immer mit einem Wohlgefühl beglückt.

    Tobi
    1. Vielen lieben Dank André! ♥ Ich mag die Art, wie du meinen Beitrag analysierst und so viel Schönes darin findest, wie ich in diesem Spiel 🙂
      Ich denke, dass gerade dieses viele Wasser bei Submerged, mit seinen Wellen und Wogen, eine meditative Wirkung auf mich hat. Das Grün der Gebäuderuinen passt mir da natürlich auch extrem gut. Dazu der tolle Soundtrack. Das atmosphärische stimmt hier für mich persönlich sehr, obwohl es ja eigentlich ein sehr simples und sich wiederholendes Spiel ist.
      Was du hier schreibst, ist übrigens ein ganz starker Satz, mit dem du mir total aus dem Herzen sprichst:

      Spiele, die mich aufgrund der Atmosphäre überzeugen, können bei mir locker dafür sorgen, dass ich über “mechanische” Schwächen hinweg schaue.

      Ehrlich gesagt wusste ich nicht so ganz, wie ich mir wichtige Informationen, die ich gerne noch drin haben wollte, einarbeiten konnte, ohne gleich den Text wieder kaputt zu machen. So entstand ursprünglich die Trivia Ecke zu Submerged.

      Vielen lieben Dank für die Blumen! Du trägst übrigens einen Großteil dazu bei, indem du mit VSG eine so entspannte Plattform mit Herz anbietest. Klar, es gibt viele Projekte, die unterstützenswert sind. Bei dir aber habe ich erst angefangen überhaupt irgendetwas zu schreiben, was ich vorher nie gemacht habe. Ich merke, dass mir das gut tut und das macht VSG für mich persönlich ganz besonders.

      André Eymann
      1. OMG Tobi

        Bei dir aber habe ich erst angefangen überhaupt irgendetwas zu schreiben, was ich vorher nie gemacht habe. Ich merke, dass mir das gut tut und das macht VSG für mich persönlich ganz besonders.

        Danke für Deine Worte. Was für eine Ehre es mir ist!

        Die “Trivia-Ecke” hat für mich das Potential zu einem Standard bei VSG zu werden. Ich finde diese Ergänzung für die Spielebesprechungen eine tolle Idee. Man kann hier “unbekannte” Fakten unterbringen, aber auch Hintergrundinformationen in eigener Sache. Eine super Sache den eigenen Text zu “vertiefen”.

        Tobi
        1. Sehr gerne. Danke für deine VSG, André!
          Ich recherchiere gerne Hintergründe – soweit möglich – wenn mich ein Spiel wirklich interessiert. Das mache ich meist nicht bei jedem Titel.
          Aber die Idee mit dem “Trivia Bonusinhalt” in Spielebeiträgen mag ich und es freut mich, wenn ich das unbewusst anstupsen konnte 🙂
          Mir fällt gerade auf, ich hätte auch noch den stimmungsvollen Trailer verlinken können, aber den wird man bestimmt auch ohne Direktlink finden 😉

          André Eymann

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