Alte Thinkpads als Gamingnotebooks für Retrospiele

Veröffentlicht in Hardware
Mit Kommentaren von Christian, André Eymann, Tim, Poly, Tim Bartz, Alex, Kevin Puschak, Christian Drackert, Tobi, Itsame Mag | Sven

Anfang 2021 wollte ich in einem Anfall von Nostalgie, noch Mal eins meiner alten PC-Games spielen. Das dieser “Anfall” der Beginn einer langen Reise sein wird, konnte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht ahnen.

Bei dem Spiel handelte es sich um “Warhammer: Im Schatten der gehörnten Ratte” aus dem Jahr 1995. Es stand also fast 27 Jahre in einem Regal in meinem alten Zimmer (25 Jahre davon unberührt).

Bei meinem traditionellen Neujahrsbesuch ist es mir dann aufgefallen und ich dachte naiv: “Ach, dass könnte ich ja noch Mal spielen.” Also habe ich das Spiel eingepackt, bin damit nach Hause gefahren und habe dort bemerkt, dass in meinem modernen Gaming Notebook gar kein CD Laufwerk mehr eingebaut ist.

“Nichts leichter als das!”, dachte ich und schnappte mir ein USB Laufwerk, dass seit geraumer Zeit in einer Schublade meines Schreibtisches lag. Das Laufwerk eingesteckt, die CD eingelegt, das Setup gestartet und dann …

Nach mehreren erfolglosen Versuchen das Spiel zum Laufen zu bringen, entschied ich mich dazu, einfach ein altes Notebook zu kaufen, auf dem ich es dann spielen könnte.

Die Qual der Wahl

Natürlich sollte man jetzt nicht wahllos irgendein altes Notebooks kaufen. Bei diesem Vorgehen kann es ganz schnell zu bösen und frustrierenden Überraschungen kommen. Im Vorfeld ist es also sehr wichtig zwei Fragen zu beantworten:

1. Welche Systemvoraussetzungen hat das Spiel, dass ich spielen will?
2. Für welches Betriebssystem wurde das Spiel entwickelt?

Die Antworten auf diese Fragen haben einen großen Einfluss darauf, welches Notebook man sich kaufen sollte. So hat ein Egoshooter (genauso wie heute) ganz andere Anforderungen an die Hardware, als beispielsweise ein Point-and-Click-Adventure.

Diese Fragen sind relativ einfach zu beantworten, wenn man im Besitz der Originalspiele inkl. Verpackung ist. Bei “Sicherheitskopien” ist dies jedoch deutlich schwerer.

Warum ein altes Thinkpad?

Bei meinem “Trial and Error”-Verfahren haben sich schnell ein paar Dinge herausgestellt, die man beim Kauf eines alten Notebooks beachten sollte:

  1. Es sollte nicht zu teuer sein.
  2. Es sollte verfügbar sein.
  3. Es sollte gut verarbeitet sein.
  4. Es sollte gut zu reparieren sein.
  5. Man sollte noch Ersatzteile dafür bekommen.
  6. Man sollte noch alle notwendigen Treiber im Internet finden.

Alle diese Anforderungen werden tatsächlich nur von einer Notebookreihe erfüllt. Dem IBM ThinkPad.

Man findet heutzutage noch relativ viele Gebrauchtgeräte auf den gängigen Internet-Verkaufsplattformen. Teilweise sind sie sogar deutlich günstiger als die Spiele, die man auf ihnen spielen will … der Preis für alte PC Spiele, insbesondere solchen in Bigboxen, hat in den letzten Jahren kräftig angezogen.

Etwas Wichtiges im Voraus. Es gibt keine „eierlegende Wollmilchsau“. Also ein Gerät mit dem man alle Retro-PC-Spiele spielen kann. Ich beschränke mich aus diesem Grund auf die Ära Windows 95 bis Windows XP, da man diesen Zeitraum ganz gut mit zwei Notebooks abdecken kann.

Nachfolgend eine Liste von Thinkpads, die ich persönlich getestet und als gut befunden habe:

ModellBaujahrOSVersionenLaufwerkeProbleme / Hinweise
Thinkpad 3901998 – 2000Windows 98 SE390, 390E und 390XDisketten- und CD-LaufwerkDas 390 kann Probleme mit der Displayhelligkeit haben.Soundblaster/Adlib komatible Soundchip
Thinkpad A20, A21 und A222000 – 2001Windows 98A20m, A21m und A22mDisketten- und CD-LaufwerkDas A20 kann Probleme mit der Displayhelligkeit haben.Aufgrund der hohen Bildschirmauflösung sind die „p“ Modelle nur bedingt für alte Spiele tauglich.Soundblaster/Adlib komatible Soundchip
Thinkpad T20, T21, T22 und T232000 – 2002Windows 98CD LaufwerkKein Diskettenlaufwerk, Deckel kann klebrig sein. Das T23 hat keinen SB kompatiblen Soundchip.Sehr gutes Display, schlankes Design
Thinkpad T60p2006 – 2007Windows XPCD Laufwerk256 MB Grafikchip
Display sollte 4:3 Ratio haben. Geeignet für 3D Spiele bis ca. 2004teuer
Thinkpad T43p2005 – 2007Windows XPCD Laufwerk128 MB GrafikchipGeeignet für 3D Spiele bis ca. 2003teuer
Thinkpads in der Übersicht

Diese Liste erfasst bei weitem nicht alle ThinkPads die in diesem Zeitraum produziert worden sind. Einen sehr guten Überblick erhält man auf dieser Seite.

Die Betriebssysteme und die Treiber

Natürlich kann es vorkommen, dass auf dem gekauften ThinkPad keins, ein zu neues oder ein „defektes“ Betriebssystem installiert ist. Bei diesen ist es dann unumgänglich das entsprechende Betriebssystem neu zu installieren.

Installations-CDs findet man auch hier auf den entsprechenden Verkaufsplattformen im Internet. Meine Empfehlung ist Windows 98 SE für Windows 95 und 98 Spiele und Windows XP für Windows XP Spiele (irgendwie logisch).

Wenn man Glück hat, befindet sich der entsprechende Lizenzaufkleber noch auf der Unterseite des ThinkPads. Hier muss man sich dann noch das entsprechende ISO File im Internet besorgen und auf CD brennen. Teilweise ist es aber auch möglich, das Betriebssystem direkt von einem USB Stick zu installieren.

Windows 98 benötigt lediglich die Eingabe eines Lizenzkeys um es zu aktivieren. Windows XP muss telefonisch aktiviert werden, damit es nicht nach einiger Zeit seinen Dienst einstellt. Zum Glück ist dies noch ohne Probleme möglich.

Bei Windows 98 SE empfehle ich danach die Installation des Windows 98 SE universelle USB Gerätetreiber (NUSB). Dieser unterstützt eine Vielzahl von USB Sticks und macht einem die Treiber und Update Installation deutlich leichter.

Alle notwendigen Treiber für das entsprechende Modell und Betriebssystem kann man auf dieser Seite herunterladen.

Wichtiger Hinweis: Mit keinem der Geräte sollte man eine Netzwerk- oder Internetverbindung aufbauen, da die Versorgung mit Sicherheitsupdates von Microsoft schon vor längerer Zeit eingestellt worden ist. Ein Virenbefall ist somit fast schon vorprogrammiert.

Die Hardware (Hinweise und Reinigung)

Keines der Geräte ist mehr „fabrikneu“ und hat schon einige Jahre „auf dem Buckel“. Aus diesem Grund kann man auch keine konkreten Angaben über deren Betriebs- und vor allen Dingen Lebensdauer machen. Ein paar Dinge sind aus diesem Grund zu beachten:

  1. BIOS Batterie: In fast allen Fällen ist die eingebaute BIOS Batterie im ThinkPad leer. Dies hat zur Folge, dass das Gerät beim Starten einen Fehler anzeigt und man im BIOS die aktuelle Uhrzeit und das Datum einstellen muss. Diese bleiben dann so lange erhalten, wie das Gerät an das Stromnetz angeschlossen ist. Das ist nicht sonderlich dramatisch und tut dem Spielspaß auch keinen Abbruch. Mit etwas Geschick kann man die leere Batterie aber auch ohne größere Probleme austauschen. Passenden Ersatz und entsprechende Tutorials findet man im Internet. Sollte man sich für einen Austausch entscheiden, sollte man auch direkt das Innenleben reinigen (siehe „Das Innenleben“ weiter unten).
  2. Der Akku: Der Akku ist ebenfalls in fast allen Geräten nicht mehr zu gebrauchen und hält (bestenfalls) noch ein paar Minuten. Für ein mobiles Gaming sind die ThinkPads also selten noch zu gebrauchen. Man kann zwar für einige Geräte noch neue Ersatz Akkus kaufen, diese sind aber oft so teuer wie das Gerät selbst.
  3. Das Gehäuse: Die Geräte, sind bedingt durch ihr Alter, häufig verschmutzt. Darüber hinaus kann auch die Oberfläche (je nach Material) etwas klebrig sein. Zum Glück lassen sich die ThinkPads relativ einfach wieder in einen ansehnlichen Zustand zurückversetzen. Außerdem beeinträchtigen Kratzer am Gehäuse nur in den seltensten Fällen die Funktion eines ThinkPads (sie dürfen natürlich nicht zu tief sein). Bei Gehäusen mit Dellen, Macken oder Brüchen sollte von einem Kauf abgesehen werden, es sei denn, man benötigt es als Ersatzteilspender (das ist häufig günstiger, als der Kauf von neuen Ersatzteilen). Auch bei fehlenden Festplatten und Netzteilen sollte man die Finger davon lassen. Wobei letztere noch gut separat erhältlich sind.
    1. Die Reinigung des Gehäuses: Ein Gehäuse kann gut mit 99% Industrie-Alkohol (Isopropanol), Küchenrolle und einer Zahnbürste gereinigt werden. Je nach verbautem Material kann sich das Gehäuse auch klebrig anfühlen. Das hängt i.d.R. mit dem verflüchtigen der enthaltenen Weichmachern zusammen, die den Alterungsprozess der Kunststoffe verlangsamen sollen. Ein bewährtes Mittel ist hier der Einsatz von sog. „Backofenspray“. Eine gute Anleitung findet man hier
    2. Die Tastatur und der Bildschirm: Auch für die Tastatur sind die oben genannten Hilfsmittel absolut ausreichend. Hier kann man mit Isopropanol, Zahnbürste, Küchenrolle und Wattestäbchen schon einiges bewirken. Der verbaute Trackpoint (der rote Knuppel in der Mitte der Tastatur) sollte durch einen neuen ausgetauscht werden. Diese bekommt kann man günstig im Internet. Zum Reinigen des Bildschirms sollte man einen handelsüblichen Bildschirmreiniger und ein Mikrofasertuch benutzen.
    3. Das Innenleben: Wer es sich zutraut, kann das ThinkPad auch auseinanderbauen. Durch die sehr wartungsfreundliche Bauweise ist das nicht so kompliziert, wie man glauben könnte. Es hat sich jedoch bewährt alle Arbeitsschritte mit einer Kamera zu dokumentieren. Das erspart einem das spätere Rätselraten, wo die einzelnen Teile und die unterschiedlich großen Schrauben hingehören. Das (teilweise) Auseinanderbauen bietet die Möglichkeit den Staub der Jahrzehnte aus dem Gerät zu entfernen. Besonders bei den integrierten Lüftern ist das sehr empfehlenswert. Hier reicht häufig schon der vorsichtige Einsatz eines Staubsaugers, von Wattestäbchen und Isopropanol.

Das Zubehör

Natürlich darf man beim Kauf eines ThinkPads nicht das Zubehör vergessen. Ohne Maus und Joystick machen die meisten Spiele keinen Spaß oder sind im schlimmsten Fall sogar unspielbar.

Alle von mir genannten Geräte haben einen USB Anschluss. An diesen kann man ohne Probleme eine Maus oder Joystick anschließen. Wenn man richtig „Retro“ sein will, kann man sich natürlich auch entsprechende Geräte mit einem Stecker für den COM Port besorgen.

Klassische PC Lautsprecher sorgen für einen besseren Klang und PCMCIA Steckkarten bei Bedarf für mehr USB Anschlüsse. Die „hohe Kunst“ der Peripherie Geräte wäre dann noch eine passende Dockingstation. Diese bietet zusätzliche Anschlüsse und verpasst dem Retro Setup ein professionelles Aussehen.

Abgerundet wird dann alles mit einen alten schwarzen IBM Röhrenmonitor. Dieser ist dann aber meistens teurer als alles oben genannten zusammen.

Was ist denn mit den alten DOS Spielen?

Ich habe DOS Spiele ganz bewusst ausgelassen, da deren Installation eine Wissenschaft für sich ist. Darüber könnte man einen eigenen (sehr umfangreichen Artikel) schreiben.

Hier sind sehr viele Dinge zu beachten. Exemplarisch will ich nur CPU Geschwindigkeit, Soundkarten Kompatibilität und Speicherverwaltung (EMS, XMS) nennen. Nichtsdestotrotz laufen alte DOS Spiele manchmal auch ohne größere Anpassungen auf einem Teil der oben genannten Windows 98 Geräte.

Hier sollte man einfach mal testen was geht.

Bildergalerie

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Kommentare17

  1. Ein toller Artikel, Tim 🙂 Leider kann ich mit Deinem Enthusiasmus aber selbst nur bedingt mithalten. Zufällig habe ich gerade gestern mal wieder ein altes Notebook mit Windows XP ausprobiert, um ein paar Retrospiele stilecht zu spielen. Doch die Spielesession endete quasi im Frust, noch bevor sie überhaupt richtig losgegangen ist.

    Zuerst war die BIOS Batterie leer. Ok, nicht schlimm. Dann wollte ich eine Runde Mad TV spielen. Mad TV lies sich problemlos installieren, allerdings verweigert die Maus (sowohl eine externe USB-Maus, auch auch das Touchpad des Thinkpad) im Spiel ihren Dienst. Klicks werden registriert, bewegen will sich der Mauszeiger aber nicht.

    Nächster Versuch: Mad News. Installation ist problemlos, das Spiel startet, wirft mich aber nach dem Hauptmenu ohne Fehlermeldung wieder ins Windows zurück.

    Eine Spielesammlung u.a. mit Turrican II, Rings of Medusa, M.U.D.S. – kein einziges Spiel startet.

    Schon ziemlich gefrustet, habe ich ein noch älteres Notebook aus dem Schrank geholt, auf dem Windows 98 installiert ist. Zumindest Mad TV wollte ich darauf dann doch noch spielen. Hier gab es den nächsten Stolperstein: Die USB Maus wurde ich erkannt, einen USB-Treiber hatte ich wohl nicht (obwohl es die Windows 98 SE war). Ich wusste noch ganz sicher, dass sich in meiner Rumpelkiste noch ein PS2 Adapter befindet, den ich vor Jahren dort mal reingelegt hatte – leider spurlos verschwunden.

    Sicherlich lässt sich das alles mit Geduld und etwas Recherche lösen. Viele dieser Probleme hast Du ja auch in Deinem Artikel aufgeführt. Ich merke aber, dass mir dazu mittlerweile die Geduld fehlt. Wenn ich mir mal eine Stunde zum Spielen freischaufle und nach dieser einen Stunde noch immer rätsel, wie ich ein Treiberproblem o.ä. löse, damit ich das Spiel überhaupt zum Laufen bekomme, frage ich mich schon, ob es das wirklich wert war oder ob es nicht doch besser ist, sich die schöne Dosis Retrospiele an einem modernen Laptop mit einer GOG-Version des Spiels zu holen oder eben ein SNES oder eine andere Spielkonsole herauszuholen und diese einfach zu starten.

    Für viele gehört diese Bastelei mit der alten Hardware vermutlich zum Retrospaß dazu, ich muss mir wohl eingestehen, dass das bei mir nicht (mehr) der Fall ist. Um die Kurve aber nochmal zu bekommen und nicht in meinem Frust zu enden: Ein letzter Installationsversuch war erfolgreich: Gothic 1 läuft ohne jegliche Probleme. Damit kann ich nun doch nochmal locker 20-30 Stunden mit dem alten Notebook verbringen, durch die Strafkolonie ziehen und In Extremo lauschen und wenn der Schläfer ein weiteres Mal besiegt ist, wird auch das Notebook wieder schlafen gelegt.

    André Eymann
    1. Hallo Chris,
      zumindest das Problem mit Windows 98 und den fehlenden USB Treiber hättest du einfach lösen können, wenn du meinen Artikel aufmerksam gelesen hättest 😉😅.

      Aber du hast schon recht… Ein bisschen Geduld und Enthusiasmus gehört dazu, wenn man alte Spiele auf alter Hardware zocken will. Außerdem betrachte ich ganz oft den Weg als Ziel…

      … und da wir uns schon etwas besser kennen, kannst mich auch jederzeit fragen, wenn du Probleme hast. 🙂

      Gruß
      Tim

      1. Ich verstehe euch beide. Vielleicht muss man hier unterscheiden zwischen den Menschen die Freude daran haben, (alte) Technologie zu begreifen und wieder zum Laufen zu bringen und Menschen denen die Inhalte, also die Spiele selbst, wichtiger sind. Im Idealfall kann man beides vereinen. Aber ich selbst kann sehr gut nachvollziehen, wenn die Geduld Grenzen kennt.

        Früher habe ich auch jahrzehntelang an PCs geschraubt und Millionen von Stunden mit Betriebssystemen, Treibern, Karten usw. verbracht. Dann verlagerten sich die Interessen und die Zeitfenster wurden knapper. Damals bin ich auf Konsolen umgestiegen und habe es nicht bereut. Auch weil mir das Kunstwerk Spiel wichtiger als die Technologie geworden ist.

        Ich kann aber natürlich die Faszination am “Basteln” sehr gut nachempfinden. Nur möchte ich es selbst nicht mehr so gern machen.

        1. Das ist ein guter Punkt und trifft wohl auch ziemlich genau auf mich zu. Früher habe ich auch gerne gebastelt, sowohl an der Hardware als auch an den Einträgen in der autoexec.bat, um noch etwas mehr Platz im Arbeitsspeicher zu schaffen. Heute möchte ich meine knappe Freizeit damit nicht mehr verbringen. Es ist wohl kein Zufall, dass Retrospiele bei mir heute oft auf dem SNES oder dem Mega Drive laufen. Da weiß ich, dass ich einfach nur die Module einlegen und die Konsole anschalten muss und schon kann der Spaß beginnen.
          Natürlich verstehe ich aber auch den Reiz, sich mich alten PCs auseinanderzusetzen. Ich bin dafür wohl einfach nicht mehr der Richtige.

          André Eymann
      2. Hey Tim, den Beitrag habe ich natürlich aufmerksam gelesen und auch den Hinweis auf die USB-Treiber unter Windows 98 gesehen. Das Problem war, dass ich mich mit dem Notebook am Sonntag beschäftigt hatte, Deinen Artikel aber erst heute gesehen habe 😉 Schlechtes Timing.
        Aber vielen Dank für das Hilfsangebot. Das ist ja ohnehin das Schönste an der Retrocommunity, dass sich hier viele nette Leute tummeln, die sich gegenseitig gerne helfen 😀

        André Eymann
  2. Ein schöner und informativer Bericht, der bestimmt bei ein paar Spieler*innen nicht nur Erinnerungen weckt, sondern auch zu ungeplanten Käufen führt 😀 Ich selbst finde es zwar toll, dass man auf die Art noch eine “neue” Verwendung für die alten Geräte finden kann, aber ich glaube, am Ende habe ich dann doch lieber gleich einen vollwertigen Retro-PC da. Tatsächlich warten in meinem Keller u.a. ein klassischer Desktop mit nem Pentium 2 und auch noch die passende Hardware für einen separaten XP-Rechner darauf, endlich mal wieder benutzt zu werden, aber wenn man kein passendes Spielzimmer hat, dann ist das natürlich alles deutlich unpraktischer als so ein Notebook-Oldie. Es gibt für beide Varianten gute Gründe und am Ende ist wohl alles authentischer als die Klassiker auf nem 27-Zoller mit 1440p zu emulieren. Vielleicht krame ich ja bald mal mein uraltes HP-Notebook raus und mache daraus auch mal so eine Retro-Kiste.

    André EymannTobi
    1. Schön das Dir mein Artikel gefallen hat… Einen alten PC mit einer Vodoo 1 habe ich auch noch im Keller, aber mit dem kann man sich so schlecht abends auf’s Sofa setzen. 😉😅

  3. Ich habe ja auch noch ein Spiel in meiner GOG Sammlung liegen. Das bekomme ich unter Win10 nicht zum laufen. Dafür aber extra Hardware anschaffen ist mir zu aufwändig. Mein Plan war eigentlich eine Virtuelle Maschine mit Windows XP zu installieren. Allerdings war die Suche nach einem legalen Betriebsystem schon aufwändig. Ich habe wohl kein Händchen sowas im Netz zu finden. Wenigstens habe ich inzwischen ein Windows Vista auftreiben können. Dein Artikel erinnert mich daran, das ich hier noch weiter mit meinen Möglichkeiten testen wollte. In den letzten Wochen habe ich lieber gespielt als mich mit Installationsproblemen zu beschäftigen 😉

    André EymannTim Bartz
    1. Hallo Alex,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Das man lieber spielt als installiert ist absolut nachvollzierbar.. 🙂
      Das die Installation von Spielen über GOG auf einem modernen Rechner deutlich komfortabler ist, als sich alte Hardware zu besorgen ist ebenfalls unumstritten…
      …meine Artikel wendet sich ja primär an Leute, die das “Zocken” von alten Spielen als “ganzheitliche” Erfahrung erleben wollen (Soft- und Hardware).

  4. Ich persönlich bin nicht unbedingt ein Freund von Notebooks als Gaming-Device für Retrospiele, gerade weil die älteren Gerätschaften nicht fürs Spielen gemacht wurden und später rausgebrachte Geräte dann langweilig wären, weil da viele ältere Titel laufen würden. Aber ich kann verstehen, warum man eher darauf setzen würde: man hat schlichtweg alles in einem und der Stromverbrauch ist – gerade in heutigen Zeiten ganz wichtig – gar nicht so hoch wie ein zum Game-Release zeitgemäßer PC-Aufbau (CRT, Lautsprecher mit wenig Bass, Maus mit Ball unten, PS/2- oder DIN-Tastatur…).

    Gerade in ThinkPads hätte ich erst recht keine Spielegeräte gesehen, aber für ältere Titel scheinen sie wie gemacht zu sein. Die Tastatur von den Teilen ist ja schon zum Schreiben perfekt, da freuen sich zumindest die Leute, die so Adventures wie “King’s Quest” spielen würden. Aber die Teile werden gerne ziemlich teuer, insbesondere die 90er-Modelle. Die wären nicht unbedingt meine erste Wahl, wenns um Kosten geht.

    Aber auch schön, eine andere Vorangehensweise zu sehen, Emulatoren auszuweichen und auf echter Hardware Retrospiele zu zocken. Meine war es, zeitgemäße Hardware anzuschaffen, so dass ich auf einer Pentium-133-Kiste etwa “Tomb Raider” zocke, aber auf einer Athlon-1000-Kiste sowas wie “Deus Ex”. Und dann noch mit einem schönen Guide. Gerade den Tipp mit dem Backofenspray würde ich zu gerne mal anwenden. Schöner Artikel. 😀

    André EymannTim Bartz
    1. Hi Kevin,
      danke für deinen Kommentar… ich habe im Keller auch noch einen alten PC stehen, mit einem P133 und einer Voodoo 1. Die habe ich mir natürlich speziell (wie könnte es auch anders sein) für Tomb Raider zusammen gebaut. Über den Preis von alten Voodoo Grafikkarten müssen wir glaube ich nicht wirklich reden… 😉
      Mir ist es tatsächlich nicht zu 100% wichtig, dass mein Thinkpad aus der gleichen Zeit wie das Spiel stammt.. das ist sogar meistens gar nicht möglich, weil die entsprechenden Geräte meistens gar nicht “stark” genug für die Spiele waren.. besonders fällt das natürlich bei 3D Shootern ins Gewicht. Aus diesem Grund sind die Thinkpads sogar fast immer ca. 3 Jahre jünger als das entsprechende Spiel.

  5. Vielen Dank für deine Technikreise und die ganzen Tipps, Tim. Ich hab ja schon bei Twitter öfters gesehen, dass es dir die Thinkpads angetan haben. Schön, dass du den alten Kisten nochmal Leben einhauchst, bzw sie vor dem Elektroschrott-Container bewahrst, denn diese Gerätegeneration hängt wohl irgendwo undankbar zwischen der Moderne und den Klassikern fest. Dass du viel Freude an den Geräten und natürlich auch an den alten Spielen hast, können wir ja regelmäßig bei Twitter sehen 🙂

    André EymannTim Bartz
    1. Hallo Tobi,
      danke für deine Kommentar und dein Lob… das stimmt, dass ein oder andere Mal habe ich tatsächlich darüber getwittert.. 😉
      …über den Umweltaspekt meines Hobbies habe ich mir tatsächlich nie Gedanken gemacht, aber jetzt wo du es sagst.. 🙂

      Tobi
  6. Toller Beitrag Tim. Wie oft habe ich die letzten Jahre darüber nachgedacht mir einen Retro PC zu besorgen um meinen alten PC Games wieder Leben ein zu hau hen und den Staub von ihnen zu pusten. Leider bin ich, was das angeht, nicht mehr engagiert genug. Ende der 90er bis Ende 2000 war ich ein richtiger Bastler. Heute mich Frau, Kinder und Job habe ich nicht mehr die Zeit und Muse mich da Stunden oder Tagelang hin zu setzten um nach Problemlösungen zu suchen. Spannend finde ich das Thema trotzdem sehr und viel Respekt vor Leuten wie dir, die sich da richtig reinfuchsen können. Zum Glück gibt es mit GoG eine Möglichkeit, alte PC Spiele auch auf Win10 Rechnern spielen zu können. Funktioniert auch nicht immer ohne Probleme, aber damit bin ich glücklich. So konnte ich einige Klassiker wieder erleben oder nachholen. Aber ich werde weiterhin im Auge behalten was in der PC Retroszene ab geht.

    André EymannTim BartzTobi
    1. Hallo Sven,
      danke für Deinen Kommentar und dein Lob :-). Es ist natürlich unumstritten, dass es deutlich komfortabler ist die Spiele über GOG auf einem modernen Rechner zu installieren… mein Artikel wendet sich ja hauptsächlich an Leute, die ihre alten Originalspiele möglichst einfach und kostengünstig zum Laufen bringen wollen… und evtl. nicht soviel Platz haben, um sich für jedes Spiel einen zeitlich passenden PC (inkl. Röhrenmonitor) hinstellen zu können.