Das Verschwinden der Videospielautomaten in Deutschland

Mit Kommentaren von Bernd K., Jochen Foorden, Christian Röhr, André Eymann, Der Keyfuchs, Chris, Pötz, René, Ralf Jochem, Yesterplay80, Gamer, Ferdi, Hansi, Titus, @wondy1972, Stephan Ricken, Steve, Andy N., Manu, Gamer2011, mgoldmann, Patrick, Bavaria, @zedbeeblebrox, Rapture, HaseMaNeMark, Gamefan, Retro-Nerd, Amidar, WLAN, Arcade Spieler, Toddy S., Flunker, alaska, arcade, Tedmanxxl, Doc Sockenschuss, brillo, Torsten, Sterni, Retrofrank, Phlowmaster, Herr Planetfall.

Habt ihr auch in den 1980er Jahren unzählige Münzen in Videospielautomaten gesteckt? Dann geht es euch wahrscheinlich wie vielen anderen, die ebenfalls in dieser Zeit groß geworden worden sind. Eines Tages war es dann plötzlich vorbei. Die Geräte verschwanden aus den öffentlichen Räumen und somit aus dem Blickfeld der Jugendlichen.

So manch einer fragt sich noch heute, was damals dazu führte. Dieser Text versucht, ein wenig Licht in die Vergangenheit und das damalige Verschwinden der Videospielautomaten in Deutschland zu werfen.

Klassische Automaten in einer US-amerikanischen Arcade. (Bild: André Eymann)
Klassische Automaten in einer US-amerikanischen Arcade. (Bild: André Eymann)

In den Achtzigern hatte nicht jeder Jugendliche in Deutschland sein eigenes Videospiel Zuhause. Und mit Videospiel meine ich hier nicht eine der ungezählten Telespiel-Varianten des immer gleichen Bildschirm-Tennis von Grundig, Palladium oder ITT. Diese sportlichen Schwarz-Weiß-Spielkästen, die in der Regel mit zwei Controllern und einer Lightgun (einem Pistolen-Imitat, das über eine Photodiode angesteuert wird) ausgestattet waren, gab es zu dieser Zeit in vielen Haushalten. Sie waren allesamt Kopien des Videospielklassikers Pong.

Ich meine Videospiele, bei denen austauschbare Cartridges farbige Spiele auf den Bildschirm zauberten. Zu dieser Kategorie gehörte zum Beispiel das VCS von Atari. Durch den hohen Konsolenpreis von ca. 379 DM und den relativ teuren Spielen konnte sich allerdings nicht jeder ein eigenes VCS leisten. So kam es für die meisten zu einer ersten Begegnung mit Videospielen an öffentlichen Plätzen.

Gemeinsam auf Punktejagd

Diese Begegnungen fanden zum Beispiel im Imbiss um die Ecke, in Kaufhäusern, Supermarkteingängen, Kinos, Schwimmhallen oder in den sogenannten Arcades statt. Denn dort standen sie. Bunt, auffordernd und weltraumähnliche Töne ausstrahlend. Doch selten standen sie allein da. In der Regel waren sie umringt von mehreren, meist männlichen, Jugendlichen, die angespannt um die Rettung der Erde vor ihrer Vernichtung (Missile Command) oder das Erreichen der olympischen Goldmedaille (Hyper Olympics) kämpften. Das vorrangige Ziel war die Erreichung des so genannten „High Scores“, dem Anführen der Bestenliste des Automaten. Die Liste neuer Spiele wuchs dabei ständig.

Ms. Pac-Man von Bally Midway. Kreisgelbe Überheldin mit Schleife im Haar. (Bild: André Eymann)
Ms. Pac-Man von Bally Midway. Kreisgelbe Überheldin mit Schleife im Haar. (Bild: André Eymann)

Zu den größten Hits in den Arcades gehörten sicher Titel wie Space Invaders, Asteroids, Phoenix, 1942, Gyruss oder Moon Patrol. Chronologisch gesehen, handelt es sich hier genau um den Zeitpunkt in der Geschichte der Unterhaltungsspiele, an dem Flipperautomaten langsam aus der Mode kamen und Videospielkonsolen noch nicht die Kinderzimmer erobert hatten. Es gab weder Heimcomputer oder PCs noch war an das Internet zu denken. Das Spielen am Automaten hatte etwas spür- und sichtbar Soziales. Die Tatsache, dass man ständig versuchte, seinen Vorgänger zu übertrumpfen, machte den Sieg zu einem persönlichen Ziel, das man ehrgeizig verfolgte. Genauso aber wurde der Punkterekord des anderen respektiert und als spielerische Herausforderung verstanden.

Viele Spiele konnte man gemeinsam spielen. Dadurch wurde das eigene Geschick nur noch mehr gefördert. Und war das Spiel zu Ende, hatte man einen guten Grund einen erneuten Versuch zu wagen. Man hat übrigens nicht nur zusammen gespielt, wenn man direkt an der Maschine aktiv war. Das Zuschauen bei einem anderen Spieler und das Austauschen von Tipps und Tricks waren mindestens genauso wichtig wie das eigene Spiel selbst. Es gehörte einfach zur Spielkultur dazu. Und diese Aspekte sind bis heute geblieben. Es wird viel über Spiele, Strategien und die Erfahrungen beim Spielen gesprochen. Man durchlebt Höhen, Tiefen und Eindrücke, die man gemeinsam teilen kann.

Wo sind die Arcades geblieben?

Jugendliche im Dezember 1980 in Newcastle, England. (Bild: Pinterest)
Jugendliche im Dezember 1980 in Newcastle, England. (Bild: Pinterest)

In der Kultur der Videospiele hat der Begriff „Arcade“ eine besondere Stellung. Er ist hierzulande wohl am ehesten mit „Spielhalle“ zu übersetzen. Die Automaten dort vereinen Anzeige (den Bildschirm) und Steuergeräte (die Controller) in einem Gehäuse, das meist groß genug ist, um stehend daran zu spielen. Irgendwann verschwanden die Automaten aus den Kinos und Kaufhäusern. Jeder kann sich daran erinnern, nur hat kaum jemand Fotos von sich und der damaligen Existenz der Automaten in der Öffentlichkeit gemacht. Warum oder wodurch also verschwanden die Automaten?

Als Erklärungsversuch hierzu einige Zitate aus der Erinnerung von „Sammy-Jooo“, einem Videospieler der ersten Stunde:

„Da liegt ja eben das Problem, denn man hat die Bilder zwar im Kopf, kann die ja aber da nicht rausholen und anderen Leuten zeigen. Es war ja auch eher unüblich, dass jemand mit einem Fotoapparat durch die Gegend lief und jeden Eindruck auf ein Bild bannte. Aber es ist dennoch eine gute Frage, denn wo diese Kästen abgeblieben sind und warum die überhaupt verschwanden, sollte doch zu klären sein. Wenn ich mich nicht irre und die Erinnerung dann noch mitspielt, hatte es irgendwas mit dem Jugendschutz zu tun, dass als erstes die Arcade-Automaten aus den Kino-, Supermarkt- und Kaufhauseingängen verschwanden. Danach wurden wohl auch die Auflagen für die Aufstellung solcher Automaten in Gastrobetrieben verschärft und so wurden es auch dort immer weniger Automaten, die letztlich ganz verschwanden.

Videospielautomaten in einer deutschen Gaststätte. Trauriges Dasein in den Hinterzimmern der Nation. (Bild: Forum, www.best-of-80s.de)
Videospielautomaten in einer deutschen Gaststätte. Trauriges Dasein in den Hinterzimmern der Nation. (Bild: Forum, www.best-of-80s.de)

Bei den Spielhallen wird der Grund des Verschwindens wohl wirklich in den Verdienstmöglichkeiten zu finden sein. Mit den Geldspielautomaten kann man ja auch leichter und schneller sein Geld verdienen. So ein Spiel am Geldspielautomaten dauerte nur ein paar Sekunden und kostete zwischen 20 und 30 Pfennig. Da war eine Mark schon schnell verspielt, wogegen man für eine Mark mit etwas Übung doch schon recht lange an so einem Arcade-Automaten seine Zeit verbringen konnte. Auch war es doch so, dass die „Geldspieler“ oftmals mehrere Automaten zugleich laufen ließen und nebenbei noch die teuren Getränke kaufen und konsumieren konnten. Die „Arcadespieler“ hatten nur einen Automaten zur Zeit in Beschlag, alle Hände voll zu tun und meistens noch mehrere Zuschauer um sich herum stehen.

Ich glaube aber auch, dass die Entwicklung und Verbreitung der Spielekonsolen und Homecomputer dazu beigetragen haben, das Verschwinden der Automaten zu forcieren. Dann wurde doch lieber am heimischen Fernseher oder Monitor stundenlang gezockt und man musste nicht dauernd Geld nachwerfen. Bis man eines der gängigen Games beherrschte, hatten mindestens 70 DM den Besitzer gewechselt und dafür konnte man sich schon fast ein Spiel kaufen, wenn man es nicht als „Sicherheitskopie“ tauschen konnte.

Doch die tollste Konsole oder der tollste Computer ersetzen einen Automaten nicht so richtig. Besonders diese Teile mit den Motorrad-, Auto-, Flugzeug- oder Raumschiffattrappen kann man einfach nicht sim- oder emulieren. Besonders bei Motorrädern war es fies, wenn die Kurve immer länger und länger wurde, man sich also immer weiter in die Kurve legte und manchmal wirklich von der Kiste fiel.

Es waren schon lustige Erlebnisse, die man an diesen Kisten hatte, und mir kommen immer mehr Erinnerungen an die Zeit als man stundenlang an so einer Kiste stand und die Buttons mit Fäusten malträtierte. Es gab aber auch so einige Tricks, um den Kasten zu überlisten und umsonst spielen zu können. Da wurde so einiges probiert und besonders beliebt war die Methode mit dem Piezozünder aus einem alten Feuerzeug und einem langen Draht mit abisolierter Schlinge am Ende. Und auch die Münzprüfeinrichtungen konnten recht einfach überlistet werden, denn die reagierten teilweise nur auf das Gewicht und man fand so manchen Zloty (Währung der Republik Polen) in der Kasse. Heute wird ja sogar die Legierung der Münze gemessen.“

Verbot durch den Jugendschutz

Zu Beginn des Jahres 1982 begann sich in der Bundesrepublik eine öffentliche Diskussion über die Jugendgefährdung durch sogenannte „Video-Automaten“ zu entwickeln. Obwohl die Medienforschung zu Videospielen damals erst in Kinderschuhen steckte, wurden schnell monokausale Schlagworte wie „Killer-Automaten“, „Aggressionssteigerung“ oder „Mediengewalt“ gefunden.

Videospielautomaten sind in Deutschland seit 1985 aufgrund eines Verbots nicht mehr an öffentlichen Plätzen anzufinden. Mit Glück findet man hier und da einen Klassiker in zugangsgeschützten Spielhallen.

Die Argumentation der Medien stützte sich darauf, dass viele der damals vorhandenen Videospiele als Kriegsspielzeuge (Beispiele: Battlezone oder Defender) bewertet wurden. Daraus wiederum wurde abgeleitet, sie würden das Aggressionspotential von Jugendlichen verstärken. Das ist heute oft nicht anders, wenn man aktuelle Beispiele wie Emsdetten (Amoklauf, 2006) oder Winnenden (Amoklauf, 2009) heranzieht.

Leider melden sich dabei häufig Menschen zu Wort, die wenig oder gar keinen Bezug zu Videospielen haben, um die Problematik zu bewerten. So wird das Thema gerade hierzulande sehr emotional diskutiert und dadurch in den Medien oft unnötig verzerrt dargestellt.

Auf der einen Seite wird schnell und vorzugsweise von der Politik eine Scheindiskussion über Gewalt durch Videospiele inszeniert, um von anderen Problemen abzulenken und zügig Identifikatoren zu finden. Auf der anderen Seite aber muss das Thema differenziert diskutiert werden können. Es existieren zum Beispiel Videospiele wie Manhunt von Rockstar Games (explizite Gewaltdarstellung) oder KZ Manager (Rassenhass, Antisemitismus), deren öffentliche Verbreitung durchaus in Frage gestellt werden sollte.

Aufgereihte Spielautomaten. Sind Q*Bert, Defender und Pac-Man tatsächlich Killerspiele? (Bild: André Eymann)
Aufgereihte Spielautomaten. Sind Q*Bert, Defender und Pac-Man tatsächlich Killerspiele? (Bild: André Eymann)

Sind Videospiele „Glücksspiele“?

Darüber hinaus gerieten die Videoautomaten am Anfang der Achtziger Jahre in Deutschland in eine weitere, zwiespältige Situation. Von der Automaten-Branche als „Geschicklichkeits-“ oder „Reaktionsspiele“ gepriesen und von der Öffentlichkeit und dem Jugendschutz als aggressionsfördernde „Glücksspiele“ abgestraft. Am Ende aber führten tatsächlich mehrere Faktoren zum Verschwinden der Automaten aus der Öffentlichkeit in Deutschland.

Der Jugendschutz und das GjS (Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften) kritisierten die Suchtgefahr („Glücksspiele mit Münzeinwurf“) der Videospiele für Jugendliche. Dies hatte zur Folge, dass die Videospielautomaten nur noch in Bereichen für Erwachsene, beispielsweise in Casinos oder in Spielotheken, zugänglich waren. Und dort sind sie auch heute noch zu finden. Zusätzlich verlagerte sich das Videospielen durch die fortschreitende Technologie und Miniaturisierung der Elektronik, gerade im Bereich der stationären Videospielkonsolen, in die privaten Haushalte. Die Diskussion über das mögliche Gewaltpotential von Computer- und Videospielen ist indes bis heute geblieben. Durch das bezahlte Online-Gaming im Internet mit monatlichen Gebühren könnte aber auch der monetäre Aspekt erneut in die öffentliche Diskussion geraten.

In den USA

In Nordamerika hingegen, gibt es sie noch: die Arcades. Grundsätzlich sind die Amerikaner schneller zu einem Einverständnis mit den Videospielen gelangt und standen bereits damals der neuen Technologie offener gegenüber. So wurden eher die positiven Eigenschaften von Videospielen (strategisches und flexibles Denken, Geschicklichkeit, Ausdauer) gesehen.

Besonders in Kalifornien kann man noch auf viele gut erhaltene Klassiker wie Skramble, Track ’n‘ Field oder Robotron treffen. Und da lohnt es sich 25¢ einzuwerfen, um noch einmal das Original-Gefühl des Spiels zu erleben. Überhaupt wird man bei der Geräuschkulisse in einer Arcade sofort in seine Vergangenheit zurückversetzt. Und schon sieht man sich wieder wie wild auf die Action-Buttons hämmern.

Die meisten Fotos in diesem Artikel sind 2006 in den USA, auf dem Santa Cruz „Beach Boardwalk“ in Kalifornien, entstanden. Das dortige „Fun Center“ versprüht den authentischen Charme einer Arcade, so wie es sie hierzulande kaum noch gibt. Es ist ein wahrhaft traumhafter Ort für Retrogamer.

Auf Geisterjagd im Fun Center. Videospiele fördern Geschicklichkeit und Ausdauer. (Bild: André Eymann)
Auf Geisterjagd im Fun Center. Videospiele fördern Geschicklichkeit und Ausdauer. (Bild: André Eymann)

Ausflug in die Technik: „Jamma“ und PCB

Ab ca. 1986 wurde für das Anschließen von Spielplatinen innerhalb der Automaten der sogenannte „Jamma“-Standard eingeführt. Durch diesen Standard konnten Spielplatinen einfacher und schneller getauscht werden.

Die Abkürzung PCB steht für „Printed circuit board“ und ist der Namensgeber der Spielplatine eines Automaten. Ein PCB enthält alle benötigten Prozessoren sowie die Software (das ROM mit den Spielen).

Das Artwork von Centipede. Fantasievolle Illustrationen aus einer anderen Welt. (Bild: André Eymann)
Das Artwork von Centipede. Fantasievolle Illustrationen aus einer anderen Welt. (Bild: André Eymann)

Wer ausreichend Platz in seinem Heim hat, kauft sich einfach einen Videospielautomaten für Zuhause. Ab etwa 300 Euro kann man bereits Original-Geräte erstehen. Neue Spielplatinen, sogenannte PCBs, bekommt man ab 40 Euro.

Wenn man jetzt noch ein paar D-Markstücke parat hat, kann der Spaß beginnen. Und damit keine Langeweile aufkommt, kann man jederzeit eine passende Spielplatine nachkaufen. Diese wird zum Spielen einfach in das geöffnete Gehäuse eingeschoben. Möchte man beispielsweise ein horizontal dargestelltes Spiel (zum Beispiel Elevator Action) spielen, so kann man sogar den eingebauten Bildschirm entsprechend drehen. Sollte der Joystick oder ein Button kaputtgehen, auch kein Problem. Es steht viele Ersatzteilhändler bereit. Näher kann man dem Spielhallenfeeling nicht kommen.

Schön ist auch die Möglichkeit, die Arcade-Klassiker auf den aktuellen Konsolen zu emulieren. So gibt es für alle aktuellen Konsolen eine Auswahl von Zusammenstellungen, die viele bekannte Titel enthalten. So kann man auch zu Hause Ghost ’n Goblins zocken. Oder vielleicht bekommt ihr ja während eures nächsten USA-Urlaubs Mitleid und importiert einfach euren Lieblingsautomaten in euer Heimatland? So wie ich in Ventura, in Kalifornien, auf diesen Centipede-Automaten mit Trackball-Steuerung getroffen bin. Er stand verlassen und allein in der Ecke und wurde für 895 US-Dollar zum Verkauf angeboten. Da kann man schon einmal schwach werden.

Übrigens ist Centipede ein besonders schönes Beispiel für ein gelungenes Artwork, mit dem die Automaten oft verziert sind. Die Gestaltung dieses Automaten stammt von der Videospiel-Designlegende George Opperman. Ich habe dann allerdings doch von einem Kauf abgesehen. Vermutlich hätte ich eine ähnliche Summe für den Transport und den Zoll bezahlen müssen. Da verbinde ich das nächste Spiel lieber wieder mit einer kleinen Urlaubsreise in die Heimat von Atari und Co.

Das Fun Center in Santa Cruz. Spielen bis die Tore schliessen. (Bild: André Eymann)
Das Fun Center in Santa Cruz. Spielen bis die Tore schließen. (Bild: André Eymann)

Quellenangaben und Links

Weiterführende Infos

Arcades in Deutschland

Hier könnt ihr Arcade-Automaten in Deutschland heute noch spielen.

Arcades im naheliegenden Ausland

Retro Gaming Locations in Deutschland

Eine Liste von Retrokram, sortiert nach Postleitzahlen.

Tobi

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Kommentare55

  1. Was müsste man tun um wieder eine Arcade ins Leben zu rufen? Ich kann mir nicht mehr vorstellen das das Jugendschutzgesetz bei Retrospielen noch Zeitgemäß ist. Die Jugend von Heute spielen zu Hause ganz andere Spiele bei denen man eher über Gewaltverherlichung reden könnte. Nehmen Wir mal Tekken 2 von damals und das Neue Tekken 7 ein Unterschied wie Tag und Nacht. Über die Gewalt von Tekken 2 kann ich heute nur noch lächeln.

    Tobi
  2. Der 01.04.1985, der Tag an dem das “überarbeitete” JSchG in Kraft trat, war das Ende der Videospiel-Automaten. Ich selbst war 14 Jahre alt und ein Fan u.a. von BOMB JACK, das ich mittlerweile wieder über die PANDORA´s BOX spielen kann. In unserer Gesellschaft gab und gibt es weitaus wichtigere Dinge, als Videospiel-Geräte zu verbieten. Letztendlich kamen die damaligen Homecomputer (u.a. C64, Schneider CPC, Atari ST und Commodore Amiga) dadurch nur schneller auf. Was folgte waren die Spielekonsolen Playstation, Sega und Nintendo. Schade, denn durch das Wegfallen der der Videospiele bekamen die Spielhallen auch ein verändertes Bild und es gab Platz für immer mehr Geräte mit Gewinnmöglichkeit, der berüchtigten Spielautomaten…

    Tobi
    1. Das ist doch irgendwie alles lächerlich, finde ich. In Deutschland werden Spiele und Filme zensiert, in Österreich sind dieselben Filme, ebenfalls in deutsch, offen zugänglich und man konnte und kann sie sich von dort zusenden lassen. Überhaupt scheint man in Deutschland total übervorsichtig zu sein und sogar deutschen Erwachsenen werden ungeschnittene Versionen von Horrorfilmen vorenthalten, die sonst überall in jedem anderen Land normal zu kaufen sind. Man wird hier im Land selbst wenn man das 18. Lebensjahr überschritten hat, noch wie ein Kind behandelt und es wird versucht, die Massen zu steuern, wenn man es so bezeichnen will. Hab ich noch nie verstanden was das alles soll. Wahrscheinlich alles Folgen des Krieges, dass man hier mehr überwacht und versucht, Sachen den Leuten vorzuenthalten, die in irgendeiner Art und Weise gefährlich sein könnten. Andererseits kann man aber auch nicht verhindern, dass sich Leute diese Artikel dann eben aus dem Ausland bestellen, daher empfinde ich es auch irgendwie als lächerlich.

  3. Naja so traurig es auch ist bin ich echt froh, dass mittlerweile immer mehr Retro Games für die neuen Konsolen und den PC erscheinen. Oftmals hatte man das Spiel ganz anders in Erinnerung aber zumindest hat man die Möglichkeit sich das Spiel wieder für den PC oder die Konsole zu kaufen.

    TobiAndré Eymann
    1. Wenn du mal wieder an einem Automaten zocken möchtest, bieten sich in Deutschland mehrere Möglichkeiten (je nachdem wo du wohnst) an. Da wäre das Flipper- und Arcademuseum in Seligenstadt, das OCM in Oldenburg oder das CSM in Berlin. Alle drei haben wunderbare Arcade-Automaten zum Spielen!

      Tobi
  4. Da ich in den 80ern erst geboren wurde habe ich die Zeit komplett verpasst, als es in Deutschland noch Arcades gab. Hatte mich auch schon länger gefragt, warum das hier nie so verbreitet war wie in Japan, USA oder anderen europäischen Ländern. Der Artikel und einige der Kommentare liefern da gute Informationen zu einem nicht so guten Sachverhalt. Da wurde vielen leider ein Stück Gaming Kultur genommen.

    TobiAndré Eymann
    1. Vielen Dank für Dein Feedback Chris. In der Tat sind mit den Arcades ein wichtiger Teil der Gaming Kultur verschwunden. Das “spürt” man erst richtig, wenn man mal wieder eine Runde am Automaten zockt. Das Gefühl und die Atmosphäre kann man wirklich nicht emulieren. Sofern möglich, möchte ich deshalb unbedingt empfehlen, den am Ende des Beitrags erwähnten Orten einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich unbedingt!

      FoolxTobi
  5. Hallo H.Eymann
    Kann hier nicht antworten. Warum??
    Mit Wandpaneelen habe ich die Bildschirme gemeint die an der Wand befestigt sind. Ok schlecht beschrieben. Zur Steuerung kann ich auch nits mehr sagen. Zum Spiel weiß ich nur noch man hat ein U-Boot gesteuert und mit dem die Schiffe versenkt. Ich weiß recht dürftige angaben. Aber ich denke dieses gab es nicht oft. Auch was die größe betrifft. Gruß Ralf

  6. Ich suche das Spiel Schiffe versenken das ich in den 80er Jahren
    in einer Kneipe gespielt habe. Das Spiel war auf großen Wandpaneelen ca 2-3 Stück ähnlich wie große Bildschirme.
    Ich weiß werder Hersteller noch sonst irgend etwas. Ich hoffe hier kann sich noch jemand daran erinnern.
    Wäre schön etwas zu erfahren da ich dieses suche. Bin aber nicht fündig geworden. Nicht mal ansatzweise
    Gruß Ralf

    1. Hallo Ralf,

      das sind leider in der Tat recht wenige Informationen. Was genau meinst Du mit “Wandpaneelen”? Wie wurde das Spiel gesteuert? Was war die Handlung des Spiels?

  7. Ich erinnere mich an einen Anhänger der in den 80ern immer zur Kirmes aufgetellt war.
    Darin war z.B. ein Fahrsimulater/Autorennen und eine Leinwand auf denen Ufos bzw Lichtpunkte erschienen die man mit Lichtgewehren abwechselnd abgeschossen hat.

    Darin gab es auch ein Videogame wo man Enten oder Vögel abgeschossen hat, die Melodie habe ich noch heute im Kopf.
    Kennt vielleicht jemand diese Spiel ?

  8. Hallo Freunde,

    vielleicht könnt Ihr mir helfen. Suche ein Weltraumballerspiel aus den 80er Jahren dass ich gerne in unserer alten Kneipe gespielt habe. Man begann das Spiel mit einem kleinen Raumschiff mit dem man immer mehrmals einen Schuss abgeben konnte. Hatte man einen Level überlebt hatte man die Möglichkeit das kleine Raumschiff auf ein größeres anzudocken, was auch etwas Geschick erforderte. Hat man erfolgreich angedockt, hatte man nun drei Schuss (Laser) zur Verfügung. In weiteren Leveln hatte man nun die Möglichkeit erneut auf ein noch größeres Schiff anzudocken. Nun hatte man die maximale Feuerstärke von fünf Schuss (Laser) und konnte ordentlich abräumen. Wurde man getroffen reduzierte sich die Große des Schiffes und die Feuerkraft wieder.

    Würde mich sehr freuen wenn jemand weiß, wie das Spiel hieß.
    Gruß Hans

  9. Verrückt Stephan, wir hatten damals auch einen Kirmeswagen auf einem kleinen benachbarten Dorffest. Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor 😉 Ich kann mich noch an Bosconian von Nampo erinnern. Diese Sprachsamples! Das “Alert! Alert!”, wenn sich feindliche Schiffe näherten hatte mich total unter Stress gebracht! Was für eine Maschine! Das Geld war schneller weg als ich gucken konnte 🙂 Mein Freund damals war schon ein paar Jahre älter und konnte das Spiel deutlich länger hinhalten. Aber seit diesem Tag habe ich den Klang der Bosconian-Samples nicht wieder vergessen 🙂

  10. Ich war damals auch -süchtig- nach den Automaten. Leider weiß ich nicht mehr wie mein Lieblingsspiel heißt. Es waren immer Leitern vom unteren bis oberen Spielfeld, ich hatte einen Hammer und musste Löcher in den Boden hauen, wo dann das Monstern reinfiel und festsaß und ich ich dann wieder mit dem Hammer raufschlagen musste und das Monster zum Boden fiel. Saß ein Monster eine Ebene tiefer direkt darunter, wurde es gleich mit zerstört. Muss Anfang bis Mitte der 80er gewesen sein

  11. Ach ja, das war wirklich eine schöne, leider viel zu kurze Zeit mit den Automatenspielen.

    Ich erinnere mich noch an einen Kirmeswagen mit fünf bis sechs Arcadeautomaten, der bei uns zur Kirmes und zum Schützenfest auf dem Festplatz mitten im Dorf stand. Neben Pac-Man standen dort Gorf und Dig Dug, das sind zumindest die Automaten, an die ich mich genau erinnere. Genau so gut erinnere ich mich daran, was für ein harter Kampf es für mich mit meinen damals elf Jahren war, bis ich von den älteren auch endlich mal an die Automaten gelassen wurde. Aber auch das Zuschauen war ja bereits faszinierend genug – etwas, das beim Zocken im Wohnzimmer ein paar Jahre später einfach nicht mehr so intensiv da war.

    Nie werde ich auch den 75. Geburtstag meines Opas vergessen, den er in einer Gaststätte im Nachbarort gefeiert hat. Im Nebenraum stand dort ein Asteroids Automat – und diesmal gab es keine Älteren, die sich vor dem Gerät drängten. Ich hatte freie Bahn und das nötige Kleingeld schnorrte ich mir bei all den Opas, Omas, Tanten und Onkel die anwesend waren. Leider verging die Geburtstagsfeier so wie im Flug, gerne hätte ich die Highscore-Liste noch weiter mit meinem Kürzel gefüllt. 😉

  12. Schöner Artikel! Ich suche nach einem Automatenspiel aus Mitte / Ende der 80er Jahre. Die Protagonist war eine junge Hexe. Das Spiel ist ein Jump and Run, ählich wie Giana Sisters. Man musste sich von der unteren Ebene zur oberen Ebene bewegen. Ähnlich wie bei Super Mario oder Giana Sisters gab es einen Power Stern / Ball. Hatte man ihn aufgenommen bekam man für kurze Zeit einen Besen und konnte damit nach oben fliegen und Ebenen überspringen. Kennt jemand den Namen des Spiels?

  13. Hallo,

    ich such ein Spiel aus ca. 1985. Bin mir aber nicht ganz sicher. Das Spiel ähnelt ein bisschen GIANA SISTERS.

    Man war glaube ich eine Art Zauberer und hatte einen Stab in der Hand. Dieser konnte Steine erstellen und wieder weg machen.

    Ziel war es, so schnell wie möglich zum Ausgang.

  14. Ich suche dringend das Spiel Mitte 80iger da musste man immer im Kreis also rund fliegen mit seinem Raumschiff und dabei fremde Raumschiffe abballern. Man kam dann immer weiter zum nächsten Planeten z.b. iranischen zum Schluss zur Erde! Schutz Schirm gab es und freischiffe. Ich hab mit einer Mark damals vier Stunden gespielt ich War so gut das ich oft bis zur Erde kam und soviel freischiffe hatte, das die gar nicht mehr alle angezeigt werden konnten. Der Wirt der Kneipe hat mir dann nach mehreren Std. Den Stecker gezogen lach. Weise jemand wie das hieß?

  15. Das erste Spiel mit diesem Prinzip heißt Quix. Danach gab es noch Volfied. Es gibt aber noch viele weitere Spiele die nach ähnlichem Prinzip funktionieren wie z.B. Amidar, dass auch auf Atari 2600 erschien.

  16. Ich war da immer nur Zuschauer an den Automaten. Eine Mark pro Spiel, das in meinem Fall nach rund 30 Sekunden zu Ende war? Neee 🙂 Leider fehlt mir das harte Training bei Jump and Run Spielen heute immer noch. Von irgendwelchen Shootern ganz zu schweigen 😉

  17. Hallo Patrick,

    auch wir suchen nach diesem Spiel.

    Konntest du schon was in Erfahrung bringen?

    Viele Grüße
    Bavaria

  18. Hallo,

    ich suche schon lange einen Videospiel-Automaten mit grausamen Suchtfaktor!

    Name: ?
    Spiel Jahr: 1980 (ca.)
    Inhalt: Es handelt sich hierbei um ein “puzzel” Spiel.
    Ich glaube man war ein Käfer (?) und mußte Linien über den Bildschirm ziehen und dabei auf Extras und Gegner achten.
    Wenn man es schafte den Bildschirm zu einem gewissen Prozentsatz zu füllen(90%?), dann hatte man ein Puzzel geschaft und eine aufreizende Frau in Fantasiebekleidund/Umgebung wurde präsentiert.
    Dann folgte das nächste Puzzel.

    Wer weiß um welches Spiel es sich handelt?!

    Grüße aus Berlin
    Patrick

  19. In den 90ern war ich immer in Belgien im Urlaub, da waren immer viele Spielhallen direkt am Strand! Das war ne hammergeile Zeit! Also vom warmen Strand mit Tageslicht in die dunklen kühlen Arcaden rein, mit Freund ne Stunde oder zwei zocken, dann wieder raus an den Strand. Supergeil!

    Heute stehen da nur noch Einarmige Banditen in den Räumen, das sind jetzt langweilige Casinos… echt ätzend :/ Hachja, früher war eben doch alles besser!

  20. Für wehmütige Erinnerungen an Arcade-Automaten empfehle ich das Buch Extraleben von Constantin Gillies. Bei uns hießen Extraleben aber immer Extrapanzer, auch wenn es im Spiel gar keine Panzer gab 😉

    War es nicht sogar in dem Buch, dass die Figuren auf einem Roadtrip in den USA feststellen, dass auch dort immer mehr Automaten verschwinden?

    In Karlsruhe kann man Samstags beim Verein RetroGamer e.V. an alten Arcades spielen (Ab 21:00 Uhr, Eintritt 3 Euro, alle Automaten+Flipper auf Freispiel, Infos auf http://www.retrogames.info).

  21. Super artikel. Kennt jemand das spiel wo man im raumschiff von unten nach oben fliegt und sich gänge frei ballern musste? Die grafiken waren immer auf recht grossen viereckiegen pixel und das spiel war relativ hell und bunt viel gelb und orange töne.

    also keine galaxy wie bei galaga. Und am ende des levels musste man immer einen endboss erledigen in der art von phönix spiel der end-boss wo man eine mauer durchlöchenern muss um den boss zu vernichten.

    Der automat war nicht wirklich weit verbreitet wie donkey kong und co. Aber das spiel war echt super, weiss leider auch nicht mehr den namen der firma. Würde mich echt freuen das spiel noch mal als mame oder so zu spielen, oder nur ein video auf youtube zu finden.

  22. Die Automaten wieder aufstellen? Ein interessanter Gedanke. Sicher nicht mit 1 Euro Münzen für 3 Minuten Spielzeit. Aber vielleicht findet sich ja ein alternatives und attraktiveres Bezahlmodell? Bitcoins, Gamecredits, Apple Pay oder einfach via Smartphone SMS-Token. Es wäre auf jeden Fall ein spannendes Experiment. Kann mir gut vorstellen, dass so einige Kids bei entsprechendes Titeln stehenbleiben würden. In den Spielhallen funktioniert das Prinzip der Automaten ja auch noch.

    Und mit Automaten 2.0 in Shopping-Malls, Schwimmbädern oder im Kino hätten wir wieder ein öffentliches Erlebnis inkl. “Attract-Mode”.

  23. ich finde es ehrlich gesagt schade denn es gibt mittlerweile Studien die besagen das der damalige mist den sie da verbreiteten mit Gewalt Verherrlichung usw absoluter müll ist.

    Nachweislich wurde festgestellt das die Automaten sogar das Gehirn stimulieren und die Motorik verbessern und das logische denken fördern. wer also sagt Konsolen seien schädlich und man würde dumm davon werden, der hat ehrlich gesagt absolut keine Ahnung von den Studien oder redet den mist von 1980.

    es ist sehr schade das sie alle verschwunden sind mittlerweile in Deutschland. früher hab ich viele Flipper Automaten gesehen irgendwo stehen zum spielen bereit doch heute sterben sie aus…
    meinen letzter Flipper habe ich letztes Jahr gesehen nach 6 Jahren suchen nach einem. (der stand in einer Spielhalle für Erwachsene mit Glücksspiel)

    ich weiß das viele spiele man mittlerweile emulieren kann aber dass ist nicht dasselbe.

    Man sollte sie wieder erlauben und in Deutschland wieder verbreiten.

  24. Interessant ist wirklich, dass das Gesetz ab dem 1.4.1985 gelten sollte. Allerdings habe ich definitv in meinem Dorf bis 1990 in der Dorfkneipe meine Automaten gezockt. Danach war ich in Berlin und gab es ja die Spielhallen. Jedenfalls standen Pinballs/Cabs auch im Vorraum von Kantinen (Ausbildungsstelle). Definitiv bis Ende der 90er.

    Wer damals die Zeit miterlebt hat, der weiß, dass ein gefüllter Raum mit Cabs und Pins echt Spaß machen kann. High-End Grafik auf den heutigen Konsolen ist nicht alles. Die Mehrheit der Spiele damals hatten einfach Spielwitz und einen Suchtfaktor. Einige Spiele waren Geldfresser, andere konnte man erlernen und dann recht lange für 1,-DM dran spielen.

    Und man war immer unterwegs, weil regemäßig die Gameplatinen getaucht wurden und man traf dort Freunde…nur durchs Daddel oder aufgrund “moneyless” durch das Bestaunen des Attract-Modus (den von Mr.Do! z.b. kann ich auswendig… *g*)

  25. Danke für diese Ergänzung zur Jugendschutzgesetzänderung vom 1.4.1985. Sicher ein wesentlicher Beitrag zum Verschwinden der schönen Maschinen aus unserem Blickfeld. Wenn man sich die heutige Situation mit den DLCs anschaut (Downloadable Content), fragt man sich, ob es nicht eigentlich auch dort bald zu einer Regulierung kommen wird. Die “Gefahr” ist sehr analog zu damals.

  26. Die Kostensicht ist eine interessante Ergänzung. Gleichwohl kann man das Verschwinden wahrscheinlich nicht auf nur diesen Punkt zurückführen. Warum sollten die Kids Geld in Automaten stecken, wenn sie bereits eine Videospielkonsole Zuhause hatten?

  27. Erst vor kurzem habe ich gelesen, was die Kommunen für Gebühren fordern für das Aufstellen von Automaten.

    Während Geldspielautomaten regelrecht billig sind, max 500 € im Jahr, stehen für Automaten mit “gewaltverherrlichenden” Spielen 12.000€ an. Damit war das Schicksal vieler Automaten besiegelt. (Gebühren variieren je nach Bundesland)

    Bedanken kann man sich bei der Geldspielautomatenlobby und den Sozialpädagogen, die zu doof sind, das zu durchschaun.

  28. Ich hab es so in Erinnerung:

    Die frühen öffentlichen Arcadeautomaten zogen männliche Jugendliche in ihren Bann (so auch mich). Ihre grafische Qualität lag weit über allem, was käuflich für den Heimgebrauch zu erwerben war und die Preise für Heimgeräte waren, wie beschrieben, hoch. Es gab den C64 aber die Grafik war deutlich schlechter. Dann wurden die öffentlichen Automaten verboten (wegen Jugenschutz) und standen nur noch in Spielhallen ab 18 zur Verfügung, das recht lange. Dann setzten sich Heimcomputer wie Amiga und später der PC durch und die Qualität der Spiele wurde besser. Dann kam die Zeit der Netzwerkcafes und Lanpartys (beides PC), und gleichzeitig wurde das Internet polulär, aber noch ohne Onlinespiele. Vieles verlagerte sich damals von den Arcadeautomaten in die Netzwerkcafes. Heute laufen alle Spiele über das Netz und alle sind bewegungsfaul (was schade ist, denn zusammen im selben Raum macht mehr Spaß). Was laufen könnte wäre ein Simulatorzentrum. Das geht nicht zuhause.

  29. Ich habe in diesem Artikel unter der Überschrift “Wo sind die Arkaden geblieben?” ein neues Bild eingefügt. Es zeigt Jugendliche, die 1980 in Newcastle an einem Space Invaders Automaten spielen. Ich habe das Bild über Twitter erhalten und finde, dass es sehr gut zum Artikel passt und einen typischen Moment festhält, wie ihn wahrscheinlich unzählige Jugendliche in den Achtzigern erlebt haben. Egal ob in Deutschland, England oder sonst wo auf der Welt.

  30. Tagesschaubeitrag vom 1.4.1985 zu den Verschärfungen:
    http://www.youtube.com/watch?v=Qu8RjyeGAuc

    Das entsprechende Gesetz ist damit vermutlich:
    Jugendschutzgesetz, Paragraph 13, Bildschirmspielgeräte.

    Keine Ahnung, warum Arkanoid dann definitiv noch in freier Wildbahn rumstand. War es ab 6 Jahre, oder ist ein Imbiss ein beaufsichtigter Standort? Heute wären die Klassiker wohl alle ab 0 Jahre freigegeben, also könnte man die Automaten eigentlich wieder aufstellen.

  31. Ich erinnere mich noch genau an die Standorte der Arcade-Klassiker in Duisburg. Ältester Automat war Night Driver im Europa-Kino. Der Neueste vermutlich Arkanoid von 1986 im Imbiss gegenüber der Cristus-König-Kirche, Karl-Jarres-Straße. So 86/87, wurde ein Gesetz verschärft, weil die Markstücke immer öfter illegal beschafft wurden (Spielsucht). Für Teenager unerreichbar wurden die Automaten in Spielhallen versteckt und Raubkopien spielen war ja auch billiger. Gesucht: Datum des Gesetzes

  32. @brillo Moon Cresta – Daumen Hoch das war auch mein Lieblingsspiel in den 80ern. Das Spiel gibts auch für emus wie zb. MAME –> einfach mal danach googeln.

  33. suche ein spiel von früher. stand in einer kneipe wo ich das spiel gespielt habe. leider weiß ich den namen nicht mehr. man mußte kometen abschießen, drei raumschiffe aneinander koppeln, erst schoss man nur mit einen laser dockte man ein zweites an erhöhte sich die feuerkraft. beim dritten raumschiff das gleiche spiel. es war so mitte der 80er.

  34. Ich hatte das Glück vor wenigen Wochen noch einmal richtiges Arkaden Feeling zu erleben. Auf unseren Retrostand der GamesCom in Köln hat der Verein “For Amüsement Only” ein halbes Dutzend Video Spiel Arkaden sowie Flipper und sogar einen Mechanischen Spielautomat aus den 60er Jahren aufgebaut! So konnte ich Donkey Kong, Pole Position und Asteroids wieder erleben. Meinen Donkey Kong High Sore von damals konnte ich leider nicht knacken. Schade das es hier in Deutschland keine Arkaden mehr gibt.

  35. Ach ja, die guten alten Spieleautomaten. Habe mal in einem Buch eine Bauanleitung gefunden, wie man sich einen Automanten selber bauen kann. Der läuft dann per Emulator.

  36. Automaten hatten halt hier ne den Stellenwert, wie in japanischen Arcaden, wo man vom Kind bis zu Greis die komplette Generationsbreite vor dem Kasten finden kann. Hier wurden die Geräte oft in schummrige Kneipen oder Spielotheken verbannt.

  37. Sehr schöner Bericht,der erklärt warum es hierzulande keine oder kaum noch Automaten,geschweige den Arcardehallen gibt.

    Finde ich persönlich sehr schade.

    Ich habe meinen Sommerurlaub dieses Jahr in Los Angeles verbracht. Und natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen den einen oder anderen Quarter in den Automaten der Arcarden zu versenken. Ist echt schon beeindruckend was da an Automaten und Flippern steht.

  38. Ich erinnere mich auch noch vage an Videospiel-Automaten an öffentlichen Plätzen, aber selbst gespielt habe ich nur T2 ’94 in London; der Controller war eine MG-Attrappe. Danach hab ich nochmal einen Bomberman-Automaten in Frankreich entdeckt. Und vor Jahren hatte ich mal eine Retro Gamer in der Hand, darin war eine Karte von England, auf der eingezeichnet war, wo dort noch welche Automaten aus den 80ern stehen.