The Computer Kids: Die Achtziger, mein C64 und ein Computerklub


Kommentiert von: André Eymann, Thomas Edler, Michael, Jan Beta, O Kubek, Andre, Leo, Thilo Niewoehner, Moni, Ferdi, Alex.
Lesedauer: 5 Minuten

Es war 1988. Ein kleines Dorf in der Nähe von Lübeck im hohen Norden Deutschlands. 1200 Einwohner, eine Grundschule, ein Sportplatz, ein Kiosk mit „Heiße Hexe“ Mikrowellen-Imbiss, Maisfelder, Matthias Reim im Radio, jede Menge Langeweile und viel sprichwörtliches norddeutsches Schmuddelwetter.

Mittendrin eine kleine Gruppe von Jugendlichen (vielleicht aus heutiger Sicht sogar eher noch Kindern, aber das hätten wir damals nicht so gerne gehört) im Alter zwischen 7 und 10 Jahren.

Was uns damals verband, war neben dem üblichen gemeinsamen an der frischen Luft Spielen und Unsinn machen vor allem eine geteilte große Zuneigung zu einem damals sehr weit verbreiteten Heimcomputer. Die Rede ist selbstverständlich vom Commodore 64.

Ich hatte die ALDI Version in der Brotkastenform mit der weißen Tastatur zu Weihnachten bekommen (grüner TP 200 Monochrom-Monitor von Philips), meine Schwester Antje hatte den klassischen braunen Brotkasten mit mehreren Betriebssystemen von Papa geerbt (inklusive Farbmonitor!), Michi hatte einen flachen weißen C64C mit mehreren Diskettenkästen voll „Sicherheitskopien“ vom Flohmarkt, der am riesigen Farbfernseher im Wohnzimmer angeschlossen war und Ulli hatte sogar einen 128er, der allerdings ausschließlich im C64-Modus betrieben wurde.

Lasse wohnte näher an der Stadt und wir sahen uns seltener, spielten dann aber bei ihm oft zusammen am Familien-C64 (alter Brotkasten, der an einem noch älteren schwarz-weiß Fernseher hing).

Die „Zentrale“ im Kinderzimmer, Dezember 1988. (Bild: Jan Beta)
Die „Zentrale“ im Kinderzimmer, Dezember 1988. (Bild: Jan Beta)

Papa hatte damals gerade vollständig dem Commodore 64 den Rücken gekehrt und sich dem „Neuen“, einem Amiga 500, zugewandt. Die Trennung war nicht einfach, lange standen der Amiga und der C64 einträchtig nebeneinander. Mit der Zeit wurde der 64er dann immer seltener eingeschaltet und schließlich meiner Schwester überantwortet.

Seit 1984 war der C64 im Haus gewesen und Papa hatte seitdem immer wieder Computerzeitschriften mitgebracht, die ich immer wieder gierig durchblätterte und fasziniert von den Möglichkeiten war, die in den Heimcomputern steckten: 64er, Happy Computer, die deutsche Ausgabe der RUN, das Kassetten- (und später Disketten-) Magazin Input 64.

Programme wurden abgetippt, Spieletests verschlungen und Berichte über neue Hardware neugierig gelesen.

Eine Sache, die mich immer besonders faszinierte, war der Kleinanzeigenteil in diesen Magazinen. Da wurde Software und Hardware verkauft und getauscht und es gab immer wieder Annoncen von sogenannten „Computerklubs“.

Da gab es also offensichtlich Leute, die sich in Klubs organisierten, um sich über ihr Computerhobby auszutauschen und gemeinschaftlich ihrer Leidenschaft zu frönen. Auch gab es manchmal größere Berichte über solche Klubs. Mehr als begeistert von dieser Idee und weitab von jeglichem Anschluss an städtische Computergemeinschaften, beschloss ich eines Tages kurzerhand, selbst einen solchen Klub zu gründen.

Aus dem Klubmagazin: Enthusiastische Rezension zu Bubble Bobble und ein kleines Quiz. (Bild: Jan Beta)
Aus dem Klubmagazin: Enthusiastische Rezension zu Bubble Bobble und ein kleines Quiz. (Bild: Jan Beta)
Eine Sammlung von immer noch aktuellen C64-Spieletipps (Teilweise exklusiv!). (Bild: Jan Beta)
Eine Sammlung von immer noch aktuellen C64-Spieletipps (Teilweise exklusiv!). (Bild: Jan Beta)
Die letzten Jahre mit dem C64 Anfang der Neunziger - vor den Amiga Jahren. (Bild: Jan Beta)
Die letzten Jahre mit dem C64 Anfang der Neunziger – vor den Amiga Jahren. (Bild: Jan Beta)

Gesagt, getan – im Rahmen der kindlichen Möglichkeiten. Ich traf mich mit den genannten Freunden draußen beim Spielen (ja, es wurden durchaus nicht nur Computerspiele gespielt) und fragte, ob sie Mitglied im Club werden wollten. Einen Namen hatte ich zunächst noch nicht festgelegt, ebensowenig wie eine genauere Vorstellung davon, was eigentlich der Inhalt und Zweck des Clubs sein sollte. Natürlich waren dank des jugendlichen Spieltriebs alle schnell damit einverstanden sich zusammenzutun.

Zuhause bastelte ich sogleich Mitgliedsausweise und dachte mir gemeinsam mit meiner Schwester den Namen „Z1-Club“ aus. Inwieweit dieser von Konrad Zuses legendärem Ur-Computer beeinflusst war, kann ich rückblickend nicht mehr sagen.

Ich vermute, es war wenn überhaupt eher eine unterbewusste Beeinflussung, weil mir Computerhistorie damals absolut noch nicht geläufig war. Die selbst gebastelten Mitgliedsausweise waren natürlich nummeriert und gestempelt (ich glaube, es war ein Micky Maus-Stempel) und liebevoll mit Filzstiften bemalt.

Ansonsten war es mit dem Club nicht weit her. Wir trafen uns wie gesagt in Grüppchen und Gruppen und spielten gemeinsam Spiele wie „Summer Games“, „Bubble Bobble“ und „Giana Sisters“ auf unseren „Compis“. Michaels C64 war besonders beliebt, weil er wie gesagt an einem großen Fernseher im Wohnzimmer hing (außerdem servierte seine Mutter gerne Brause, Süßkram und Erdnussflips, ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil gegenüber anderen Spieltreffpunkten).

Etwas später dann begann ich mit GEOS herumzuexperimentieren und hatte schnell die Idee, eine kleine Clubzeitschrift zu basteln. Schnell waren erste Entwürfe getippt, die sehr von damaligen Zeitschriften beeinflusst waren; ich hatte sogar zeitweise die fixe Idee, mich bei der „Power Play“ als Spieleredakteur zu bewerben – aus meiner damaligen Sicht ein absoluter Traumjob: Spielen und Schreiben und dafür auch noch bezahlt werden.

Etwas später ging mir dann auf, dass die meisten Redaktionen damals in der Nähe von München saßen, also sehr weit weg von meinem Norddeutschen Zuhause, und das wollte ich dann doch nicht auf mich nehmen.

Maniac Mansion war schon damals einer der Favoriten und blieb es bis heute. (Bild: Jan Beta)
Maniac Mansion war schon damals einer der Favoriten und blieb es bis heute. (Bild: Jan Beta)
Natürlich gab es im Magazin auch eine Highscoreliste. (Bild: Jan Beta)
Natürlich gab es im Magazin auch eine Highscoreliste. (Bild: Jan Beta)

Die Zeitschrift nannte ich ziemlich treffend „The Computer Kids“ und war erster und einziger Redakteur, obwohl ich die anderen Mitglieder erfolglos immer wieder bat, doch auch einmal etwas zu schreiben. Wegen der kleinen Auflage fand der Druck auf meinem treuen EPSON RX-80 Nadeldrucker statt.

Weil die Ausgaben meistens nur ein oder zwei Seiten haben, dauerte das trotz aus heutiger Sicht Schneckentempo nicht allzu lange. Im Clubmagazin rezensierte ich Spiele, die ich kaufte, es gab eine Highscore-Liste, die geführt wurde.

Jeder hatte so sein Spezialspiel und blieb in diesem auch meistens lange führend. Irgendwann kritzelte ich sogar einige Comics hin, die extrem von den damals im „Power Play“ erscheinenden „Starkiller“ Strips beeinflusst waren. Leider (oder zum Glück) sind diese nicht mehr erhalten.

Später wich mein C64 einem Amiga 500, die Spiele wurden noch bunter und die Schule fraß mehr Zeit. Der Z1-Club verlief ohne viel weiteres Aufsehen im Sande. Die paar Monate (oder waren es Jahre?) die er existierte, fühlten sich gut an und unsere kleine Computerdorfgemeinschaft war ein gemütlicher Ort.

Nicht, dass wir ohne den Club nicht auch gemeinsam Dinge erforscht und gespielt hätten, aber so hatte alles einen ernsthafteren Überbau und half uns, unser Hobby so ernst nehmen zu können, wie es damals für uns war.

Schicksalhafte Begegnung: Jan und der erste eigene C64, Weihnachten 1987. (Bild: Jan Beta)
Schicksalhafte Begegnung: Jan und der erste eigene C64, Weihnachten 1987. (Bild: Jan Beta)

Seltsamerweise war ich später nie Mitglied in anderen Computerklubs, auch wenn die Maschinen immer ein wichtiger Teil meines Lebens waren. Soviel ich weiß auch keiner der anderen. Vielleicht ist einer der Gründe dafür, dass der Z1-Club bis heute nicht offiziell aufgelöst wurde.

Ich finde das gut so.

18 Kommentare

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  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe auch ein Buch über meine Erlebnisse mit dem C 64 und meine Schulgeschichte, die sich dazu parallel abspielte, niedergeschrieben.
    Wenn Sie Interesse an dem Buch haben, schicke ich Ihnen ein Exemplar.
    Das Buch heisst “Das Drehtür.modell”.
    Mit besten Grüssen,
    Thomas Edler

    TobiAndré Eymann
  2. Danke für den schönen Artikel !!! Tja, da kommen so einigen schöne Erinnerungen wieder hoch. War ne wirklich tolle Zeit und der C64 hat mich definitiv zum heutigen Beruf gebracht. Mein Lieblingsspiel war Boulder Dash und ist es eigentlich heute noch 😀 … Wobei, wir haben viel gespielt, aber uns auch recht viel mit den technischen Dinge befasst. Angefangen vom einfachen anlöten zweier Drähte für den Reset Schalter, über EPROMS mit Speeddos brennen usw… Am besten war für diese Belange aber das Modul Magic-Formel. War glaube ich eher unbekannt aber wirklich super.. Danke nochmals für Teilen 🙂

    André Eymann
  3. Ola,
    ich war zwar in keinem Club aber hab die Zeit ähnlich erlebt. Für mich waren ArcadeAutomaten das Maß der Dinge bevor es Heimcomputer gab. Dazwischen kam noch Atari 2600 und dann gings Schlag auf Schlag.
    Mich hat der 8-Bit Sound genauso wie die Technik und das Spielerlebnis bis heute begleitet und wird dies auch bis an mein Ende tun.

    @Jan: Ich bin zufällig auf deinen Youtube Kanal gestoßen und find deine Videos echt Klasse. Ich finds schade das deine Videos Englisch sind aber dennoch habsch unglaublichen Spaß. Von amüsant bis komisch und von interessant bis faszinierend, alles dabei. Danke dafür! 🙂

    1. Oh, vielen Dank! Ich habe mit dem Hintergedanken auf Englisch angefangen, möglichst viele Menschen weltweit zu erreichen. Und es funktioniert! Mittlerweile habe ich über den YouTube Kanal und Twitter Kontakte zu Retrocomputer-Fans aus Kanada, England, Frankreich, Japan, Brasilien und Amerika (und bestimmt vergesse ich sogar noch Länder gerade). Das macht das Ganze doppelt spannend für mich. Freut mich, dass dir die Videos trotz der Sprache Spaß machen. Ich habe auch viel Spaß beim basteln und filmen und werde vermutlich noch eine ganze Weile dabei bleiben. 🙂

      Die Arcades habe ich leider nie so richtig mitgemacht. Wahrscheinlich war ich auf dem Dorf zu weit weg vom bunten Treiben (und ein mü zu jung). Der Atari 2600 beim Nachbarn war mein erstes selbstgespieltes Computererlebnis, glaube ich. Stilecht mit Erdnussflips und Apfelsaft dabei. 😉

  4. Ich bin froh, dass ich anscheinend nicht der Einzige bin der sich zwar an jede Einzelheit seiner C64-Zeit erinnern kann, aber keine Ahnung hat, was er vor einer Woche zu Abend gegessen hat. Das spiegelt mMn ganz einfach wieder, wie Wichtig dieser Lebensabschnitt für uns war bzw. welchen Einfuss er auf uns hatte. Die 64er Zeit war eine unglaublich schöne Zeit. Mein Vater hat sich nie wirklich für Computer interessiert. Er kaufte zwar unseren C64 eigentlich für sich, verlor aber (zu meinem Glück) schnell das Interesse weil er ihn nicht verstand (oder nicht verstehen wollte)

    Der Computerklub ist eine herzige Idee, und dass Ausgaben davon heute noch erhalten sind ist wirklich spitze! So ein Computerclub mit richtigem Ausweis wäre aber auch heute cool. Vielleicht ein VSG Ausweis mit Real und Spitznamen aufgedruckt gegen einen kleinen Mitgliedbeitrag….*zuandreschiel*

    1. Das war definitiv ein sehr zentraler Lebensabschnitt für mich, den ich unter keinen Umständen missen möchte. Hat zwar in der Folge für einige Sommer gesorgt, die ich eher blass aussah, dafür habe ich aber viele andere schöne Dinge erlebt. 😉

      Ein VSG-Klubausweis wäre eine gute Idee. 🙂

      1. Ein VSG-Klubausweis? Da muss ich mal drüber nachdenken… Eigentlich keine schlechte Idee. So mit schicken Ansteckbuttons und einem Stempelheft und so 😉 Auf offiziellen VSG-Events gibt dann eine Micky Mouse ins Heftchen und alle drei Monate einen “Geheimreport aus der Redaktion”. Man könnte auch einen Comic, der Bezug auf die Autoren nimmt, mit einbinden. Oder einen Anzeigenmarkt in Papierform. So richtig retro! Hat noch jemand Ideen…? 🙂

  5. Ich finde ja immer faszinierend, an wie viel Ihr Euch noch erinnern könnt.
    Aus der Zeit habe ich nur vage Bilder im Kopf, wie ich an nicht näher spezifizierten Computern (mutmaßlich C64, Amiga 500 und Atari ST) von Bekannten und Freunden mitspielen oder sogar nur zuschauen durfte.

    Meine eigene Erinnerung setzt erst so richtig ein, als mein Bruder Ende der 90er seinen IBM XT bekam, und ich kurz darauf meinen ESCOM-286er. Die durchzockten Nächte begannen für mich erst mit Civilization und Railroad Tycoon.

    Um so spannender ist es dann, von Euch zu erfahren, was ich hätte erleben können. 🙂

    1. Für mich sind die Computererinnerungen sehr lebendig. Ich bin selbst heute noch überrascht, wenn ich mich urplötzlich an ein bestimmtes Cracktro erinnere, das ich zufällig am C64 starte oder Ähnliches. Die Zeit war für mich sehr intensiv und wichtig, vielleicht erinnere ich mich deshalb so genau. Außerdem helfen die paar Erinnerungsstücke, die noch übrig sind ein wenig dabei, das Ganze zu rekonstruieren. 🙂

  6. Ich beneide ja alle, die in dieser Zeit Freunde mit den gleichen Interessesn gehabt haben. In meinem Umkreis hat man sich in diesem Alter eher für Pferde (ich natürlich auch) als für Computer interessiert. An einen Club war da schon gar nicht zu denken.
    Ich hatte aber das Glück, dass sich mein Papa für der C64 begeistern konnte und einen störrischen Flugsimulator zu seinem Lieblingsspiel auserkoren hatte. Damit hatte ich wenigstens einen Mitstreiter.
    Das hat sich dann erst während der Ausbildung (IT-Kauffrauen) geändert, da ich hier auf viele Gleichgesinnte mit ähnlicher Hardwareausstattung gestoßen bin. Hier folgten dann viele gemeinsame Spielabende und der Tauschhandel mit “Sicherheitskopien” florierte. Aber aus dem Alter für Computer-Clubs waren wir da leider schon raus.
    Und mit Bedauern muss ich immer wieder feststellen, dass ihr bei euren Beiträgen immer so schöne Fotos von eurem Kinderzimmer mit Computerzentrale rausziehen könnt und sich in meinem Fotofundus so etwas leider gar nicht findet. Schade eigentlich.

    Ein wunderbarer Artikel jedenfalls, der mich doch wieder an meine durchzockten Nächte erinnert, auch wenn es für eingeschworene Club-Gemeinschaften und einen Zeitungsdruck bei mir nicht gereicht hat.

    1. Vielen Dank! Ich glaube ich hatte Glück, dass in einem so kleinen Dorf tatsächlich einige gleichaltrige Menschen dieses Hobby teilten. Ansonsten wäre das mit dem Klub auch nie passiert, denke ich. Die Fotos sind übrigens auch bei mir sehr rar. Ich vermute, dass uns damals die Computer einfach so alltäglich vorkamen, dass sie nicht so häufig abgelichtet wurden. Aus meiner Amiga-Zeit gibt es zum Beispiel kein einziges mir bekanntes Bild. Schade eigentlich. 😉

  7. Hallo Jan,

    wäre ich in Deinem Alter und in dem 1.200-Seelendorf bei Lübeck aufgewachsen; ganz sicher wäre ich auch Mitglied im Z1-Club geworden. Aber der Z1-Club ist ja – wie Du schreibst – offiziell gar nicht aufgelöst. Wenn das so ist, werde ich es eben jetzt. Schick mir auch so einen Club-Ausweis mit allen Stempeln zu 😉

    Aber genau genommen ist das gar nicht mehr nötig, denn der André hat für die Generation Commodore, Atari, Sinclair und wie sie alle heißen einen exklusiven Club namens VSG gegründet. Einen Club für uns also. Hier treffen sich Retro-Papas (und die Moni) und tauschen fast vergessene Erinnerungen an schöne Zeiten aus. Dein Artikel hat den Zeitgeist gut getroffen. Wie eine Zeitreise in meine eigene Vergangenheit.

    Aber was ein paar Jahre Altersunterschied doch ausmachen. Mein Vater hatte mit dem C64 und überhaupt mit Computern nichts am Hut, bis heute nicht. Da war bei Euch ja ganz anders. Spielt Dein Vater eigentlich heute noch? Und was machen die anderen Z1-Club-Mitglieder? Michi und so. Oder ist das etwa der erste Z1-Online-Club-Artikel? Der Club ist ja schließlich nie aufgelöst worden.

    1. Haha, eine schöne Idee. Vielleicht sollte ich wieder Mitgliedsanträge annehmen. Aber du hast recht, die VSG ist schon ein sehr schöner Ort, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Ich bin sehr froh, dazu beitragen zu können.

      Mein Vater war (zum Glück) sehr früh an der Computerei interessiert und hat seine Erfahrungen immer gerne geteilt. Er ist heute immer noch schwer aktiv am Computer, genauso meine Schwester und meine Mutter. Zuletzt hat die ganze Familie “Thimbleweed Park” gespielt. Das fühlte sich beinahe an wie damals, als wir “Zak McKracken” durchgespielt haben. Zu den anderen Mitgliedern habe ich leider heute nur noch sehr sporadisch Kontakt.

  8. Der Schauland-Aufkleber auf Deinem Stuhl, die Diskettenbox mit Rauchglasabdeckung. Viele Details aus Deiner Heimcomputer-“Zentrale” hätten auch von mir stammen können. Besonders das letzte Foto im Artikel, das Dich persönlich – Auge in Auge mit Garfield – zeigt, lässt die Vergangenheit für mich so lebendig wirken, als hätte ich den C64 gerade erst ausgeschaltet und der Duft des noch heißen Netzteils würde gerade wieder von der Sommerluft des Gartens neutralisiert werden.

    Ich möchte mich ganz herzlich für das Festhalten Deiner Erinnerungen bedanken und Dir sagen, dass ich Deinen Artikel mit viel Emotionen genossen habe. So leicht war die Zeit damals und so spannend zugleich. Ich versetze mich gern gedanklich in diese Tage zurück, in denen Stunden mit Summer Games oder das Warten auf die Datasette prägend für unseren Tages-Rhythmus waren.

    Find ich auch gut, dass der Z1-Club nie offiziell aufgelöst wurde. So lebt er auf seine Art fort!

    1. Freut mich sehr, dass der Text dir gefällt und die schönen Erinnerungen wieder wachruft. Mir ging es beim Schreiben und Heraussuchen der Bilder ganz genauso. Was für eine schöne Zeit das war. 🙂

  9. Yo! Das war eine schöne Zeit damals. Auch ich hatte mit meinen Freunden einen eigenen Club gegründet. Der CCB – Computer Club Blomberg. Das erste C kann auch für C64 stehen, da bin ich mir grad nicht so sicher. Wir waren 5-6 Mitglieder und hatten, bis auf einen C-128, nur verschiedene C64er.
    Die Satzung wurde in Visawrite getippt. Wir hatten ein Clubmagazin auf Diskette mit Demos und Texten. Es gab damals Programm, mit denen Texte, mit lustigen Effekten verschönert, am Bildschirm abliefen. Die Disketten liegen noch bei mir auf dem Dachboden. Oh je, wahrscheinlich dürften die inzwischen nicht mehr funktionieren (zum Glück).
    Irgenwann war der Club Geschichte, die Freunde sind aber geblieben.

    1. Wie cool, dass es das gleiche Modell vom kleinen Klub auch anderswo gab. 🙂 Zu den Disketten kann ich nur sagen: die halten erstaunlich lange, wenn sie halbwegs trocken gelagert sind. Diese Letterwriter (hießen die so?) Programme kenne ich auch noch. War ja zeitweise groß in Mode.

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