Turrican – But remember: shoot or die!


Kommentiert von: Tobi, Michael, Andre, lanale, Gerry, @Ravetracer, @obiwandiDE, @randomspieler, @M_Behr_Autor, gmpearl, @brotkastenblog.
Lesedauer: 5 Minuten

Ich bekam meinen C64 zum 12. Geburtstag. Dazu komme ich aber später, denn ich war schon etwas länger davor fasziniert von diesem Computer. In unserer Stadt gab es einen Schülerklub in dem man nach der Schule seine Freizeit mehr oder weniger sinnvoll verbringen konnte (eher weniger sinnvoll, weil ich stets keine Hausaufgaben mehr erledigt hatte).

Dort waren anfangs noch die guten, alten Z1013 Selbstbaurechner der DDR aufgestellt; sehr urig mit aufgemalten Tastaturen und der Platine stets im Blickfeld. Auch einen Schwung KC-85 hatten wir gehabt, mit dem liebevollen Ladegeräusche (tuuut-krz-tuuut-krz-tuuut-krz-tuuut-krz). Hier spielte ich noch Abenteuer wie das Labyrinth, in dem man Spinnen und andere Gegner besiegen musste oder den Club-X (mein Favorit!). Später gesellten sich die ersten Atari-Konsolen, ich glaube, es waren die 2600er, dazu, in die man das klassische 32-in-1 Modul gesteckt hat. Wir durften selbst die Spiele nicht wechseln, denn für uns war das damals (etwa 1990) echt Neuland!

Club-X für den KC-85. (Bild: Götz Hupe, Elmar Klinder)
Club-X für den KC-85. (Bild: Götz Hupe, Elmar Klinder)

Der Schülerklub war ein zweistöckiges Gebäude und im oberen Bereich war neben der Bastelstube das „Computerkabinett der Stammgäste und Eingeweihten“. So habe ich mir das jedenfalls immer vorgestellt, denn man kam dort so gut wie nie hin und musste offenbar schon lange Gast im Schülerklub sein und zusätzlich einen Computerkurs belegt haben, der dort angeboten wurde. In dem Kabinett standen die Maschinen, die meine nächsten Lebensjahre (eigentlich bis heute) tief beeinflussen sollten, die COMMODORE C64!

Endlich habe ich meine Eltern nach langer Quengelei überzeugen können, dass so ein Computerkurs doch für mich ganz nützlich wäre, weil Computer ja immer mehr Einzug in den Alltag genommen haben. So kam ich dann in den Genuss des Kurses, in dem kurz BASIC angeschnitten wurde und später mit dem „OCP-Art-Studio“ Grafiken erstellt wurden. Es war wirklich nur ein rudimentärer Kurs, welcher die Funktionen der „neuen Kisten“ rüberbringen sollte. So konnte ich dann nach langer Zeit und täglichen Besuchen endlich auch meine Freizeit in dem Kabinett verbringen. Herrlich!

DDR-MINISPIELE

Der Z1013 war ein Selbstbausatz zu DDR-Zeiten, der Anfangs nur für bestimmte Personenkreise verkauft wurde. In dem genannten Labyrinthspiel ging es darum, natürlich den Ausweg zu finden und auf dem Weg die Gefahren zu meistern, die in Form von Spinnen und anderen Gegnern auftauchten. Pro Gegner benötigte man ein Schwert, welches man sich im Labyrinth suchen musste. Damit gezogen bezwang man die Gegner und der Weg war frei.

Mein Favorit auf dem KC-85, Club-X, war eine Sammlung von mehreren Minispielen. Es ging darum, dass der Protagonist alle möglichen Spiele durchspielen will, die es zu entdecken gab. Dabei musste man aber stets aufpassen, nicht vom Hausmeister erwischt zu werden, der einem immer auf den Fersen war. Die Idee mit Minispielen in einem großen Spiel ist also schon deutlich älter.

Hier machte ich natürlich Bekanntschaft mit allerhand interessanten und abgefahrenen Spielen (damals war’s halt ganz neu!). Darunter waren Giana Sisters, Buggy Boy, Last Ninja, Paperboy, Tetris und viele, viele, andere. Ein Titel aber hat besondere Faszination auf mich ausgeübt und das war der Held im elektronischen Kampfanzug, Cmdr. Bren Mc Guire a.k.a. Turrican.

An diese Diskette ist man als „Anfänger“ so gut wie gar nicht herangekommen. Sie war in einer Spezialbox im Schrank eingesperrt und nur der Leiter des Schülerklubs hatte den entsprechenden Schlüssel und diesen auch nur an ausgewählte Besucher kurz ausgeliehen. So saß ich stundenlang immer neben irgendwem, der gerade Turrican gespielt hatte. Die Grafik, die Sounds, der absolute Wahnsinn, technisch ein Meisterwerk bis heute!

Irgendwann war auch ich so weit, dass ich die Disketten aus dem Spezialfach nehmen durfte und zockte Turrican bis zum Umfallen. Ich stand stets in der Hi-Score-Liste ganz oben, wusste, wo alle Leben versteckt waren und wo alle Geheimgänge und Extragegner sind (auch heute noch?). Mein Held!

Endlich kam mein 12. Geburtstag und meine Eltern schenkten mir tatsächlich einen nagelneuen Commodore C64. Ich war aus dem Häuschen und musste am Anfang nach Luft schnappen, was aber fix verging, als ich sah, dass dem Gerät „nur“ ein Datasette beigefügt war. Nun ja, ok, dann muss ich (erstmal) damit leben. Das erste Spiel war S.O.S., ziemlich seltsam mit eintöniger Musik, aber auch irgendwie witzig. Turrican gab es nicht auf Kassette und so folgten noch ein paar andere Games, die immer einen schönen Loader mit Grafik davor geschaltet hatten. Am schönsten fand ich Batman mit dem Ocean Loader Song.

Es kam aber der Tag, an dem ich plötzlich ein 1541-1 Floppylaufwerk bekam. Ja, das ältere Gerät was noch schwerer als der C64 selbst war. Das war mir aber egal, Hauptsache ich konnte endlich Disketten laden und vor allem Turrican. Ich bekam das Laufwerk allerdings erst am Abend, kurz vor dem „Ins-Bett-gehen“, weil meine Eltern es gebraucht vom Onkel kurz vorher für einigermaßen wenig Geld erstanden hatten. So konnte ich doch nicht schlafen! Morgens war ich früh wach, habe den Rechner an den Fernseher angeschlossen und die ersten Disketten ausprobiert: Giana Sisters (yeah!) und noch andere.

Dann endlich, mit feuchten Händen von der Aufregung, legte ich die Diskette mit der Aufschrift Turrican ein.

LOAD"*",8,1  

… ratter, ratter, ratter …

Es kratzte aus den Lautsprechern des Fernsehers:

Hello and welcome to Turrican. Be my guest. Another day, another try. But remember, shoot or die, hahahaha …

Turrican C64 Intro

Mein Herz machte Sprünge und schlug doppelt und dreifach so schnell. Die Stimme, aus meinem C64, aus meinem Fernseher und dann das Bild dazu, welches einem Album von Manowar abgekupfert war, denn Manfred Trenz, der Entwickler von Turrican, war ein großer Fan dieser Metalgruppe. Es setzte die Melodie ein und die Schule war mir plötzlich egal, nur meinen Eltern nicht.

THE SOUND OF TURRICAN

Nicht nur die Grafik, die Steuerung, Soundeffekte und gute KI machten Turrican zu einem technischen hervorstechendem Spiel. Denn der Soundtrack hat dem Spektakel den letzten und auch entscheidenen Schliff gegeben. Kein geringerer als der bekannte Spielemusiker Chris Huelsbeck war federführend in der Umsetzung beteiligt. Bis heute hat der unvergleichbare Stil bestand und wurde auch schon mehrere Male von Huelsbeck als Remix oder Remake, teilweise durch Crowdfunding, auf dem Markt gebracht. Eine neue Orchestervariante mit limitierter LP-Auflage ist aktuell durch das Crowdfunding erfolgreich finanziert worden und wird im Dezember 2016 verfügbar sein.

Auf dem C64 für Turrican 1 waren übrigens Stefan Hartwig und Ramiro Vaca ebenfalls als Musiker aktiv und haben entscheidend daran mitgewirkt. Für die Umsetzung haben die drei Musiker sich am 1986er Film „Transformers“ bedient, hier vor allem am Track „Escape“ (Titelmusik)” und „Death of Optimus Prime“ (End Titles).

So war ich den ganzen Tag total unkonzentriert im Unterricht und konnte es kaum erwarten, nach Hause zu kommen, die Diskette zu laden, das geliebte Rattern zu hören und endlich den Joystick in die Hand zu nehmen und den Kampfhelden über den Bildschirm zu jagen. Welch eine Freude, jedoch ein Leid für meine Eltern, da der TV total okkupiert war. Ich musste halt irgendwann abbrechen und dann ein anderes Mal wieder von vorn anfangen (tja, Spielstände gab es damals nicht so wirklich). Leider stellte sich später heraus, dass meine Diskette defekt war und die zweite Seite nicht geladen werden konnte. Schade eigentlich, aber mir war es egal, ich hatte zumindest einen Teil des Spiels spielen können.

Turrican auf dem Amiga. (Bild: hardcoregaming101.net)
Turrican auf dem Amiga. (Bild: hardcoregaming101.net)

Seit diesem Zeitpunkt habe ich so ziemlich alle Turrican-Spiele ausprobiert und gespielt, die ich finden konnte. Die meisten jedoch im Emulator wegen fehlender Hardware. Darunter waren Versionen natürlich für den Amiga, den DOS-PC, SNES und auch das verkappte Universal Soldier für SNES, welches im ersten Level eigen war, später aber eine komplette Replik von Turrican 2. Auch Hurrican, ein Fan-Release für Windows hatte mich in den Bann gezogen, aber leider läuft es nicht auf dem Mac und ist mittlerweile auch nur noch schwer zu finden.

Auch heute, mit 36 Jahren, spiele ich immer wieder Turrican (alles was mir unterkommt von 1-3, Super Turrican und was auch immer), höre mir oft die Soundtracks an und genieße es, meinen Superhelden über den Bildschirm zu jagen und die Schergen der MACHINE entgegen zu treten.

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Tobi

14 Kommentare

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  1. Da werden Erinnerungen wach, war Turrican, welcher Teil auch immer, einfach ein Meilenstein in jede Richtung:
    Steuerung, Gameplay, Musik, SFX und die ganze Stimmung. Mein Amiga glühte damals täglich 🙂

    Teil 2 war meiner Meinung nach spielerisch der beste. Vieles, was in Teil 1 vielleicht noch nicht ganz so rund lief, wurde hier perfektioniert. Und wenn es auch nur diese sagenhafte Heldenanimation war 😀 Und auch, wenn Teil 1 mir damals als Teenie etwas gruseliger erschien, war T2 doch nun sehr poppig von den Farben her. Die Jungs hattens drauf.
    Teil 3 hatte ich sofort bei Erscheinen bestellt. Wenn es auch etwas moderner war, passte hier irgendetwas nicht. Ich glaube, im Nachhinein war es (wenn ich mich jetzt nicht irre) das Flair der Automaten(oder war’s Konsole?)umsetzung, die irgendwie blasseren Farben und der nun irgendwie allzu leichte Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu den Prequels. Dennoch ein tolles Spiel, dass sogar meinen 1200er mit etwas Bonus belohnte, wenn ich das im Kopf richtig habe. Leider war das “neue” damals auch das erste meiner Turrican-Reihe, dessen Diskette sich zuerst verabschiedete :/

    Einen Schub unnützen Wissens hab ich noch. Kann sein, dass es bekannt ist, ich bin da nie drüber gestolpert. Zufällig bin ich vor knapp einem Jahr auf alte Moebius Concepts von Alien gestoßen und musste entsetzt (ja irgendwie doch schon ein wenig) feststellen, dass Factor 5 sich hier damals anscheinend volle Kanne an Ideen für T2 bedient hat 😀 Vielleicht gab’s ja aber auch eine Übereinkunft darüber, das weiß ich nicht.
    https://twitter.com/tobi_schwab/status/958331380634673152?s=19
    Wie konnten wir nur so lange ohne Internet überleben? Damals wusste das bestimmt niemand.

  2. Habe im Zuge des Gestern erst gehörten STAY FOREVER Turrican-Podcast die Reihe am FS-UAE mal wieder angespielt und bin nun über diesen Artikel gestolpert. Es sind schon immer noch hervorragende Spiele. Ich erinnere mich für den Amiga erst eine ziemlich kapputgeckrackte Version mit Trainer von T2 gehabt zu haben, die direkt ohne Menü und Intro mit Level 1 startete. Später gab es T1 in einem Diskmag für 19,95DM und dann bin ich auch noch günstig an das original T2 gekommen.

    T3 kaufte ich mir sofort nach Release und war etwas enttäuscht. Rundumschuss, Sprungkraft und weitläufigere Welten fand ich einfach besser. Stilistisch mag T3 besser gewesen sein, aber technisch empfand ich als Laie vor allem T2 am Amiga deutlich runder, flüssiger und bunter.

    Schön, dass die alte Crew die Lizenz (und noch einige mehr) wiedererworben hat und sich wieder für was neues zusammenraufen will (so zumindest laut Julian Eggebrecht aus dem SF-Podcast).

  3. Vielen Dank lanale! Großartiger Link, der ein gutes Gefühl dafür vermittelt, wie sich die KC85-Spiele “angefühlt” und ausgesehen haben. Sehr farbenfroh finde ich. So viele unbekannte Schätze… 🙂

  4. Hallo,

    ich finde es auch immer wieder schön, wenn sich Leute and die DDR-Computer erinnern, insbesondere den KC85/3 und KC85/4 und die Spiele darauf.

    Hier ist eine Webseite, wo man KC85-Spiele online im Browser (HTML5) spielen kann.

    Viele Grüße,
    lanale

  5. Hallo zusammen,

    vielen Dank für die vielen tollen Kommentare!
    Das freut mich sehr und motiviert natürlich auch, über den nächsten Artikel stärker nachzudenken.

    Zum Thema:
    Sicherlich haben die Twitterer schon mitbekommen, dass Erinnerung an die Vergangenheit bei mir nicht das Einzige ist, sondern sich das Thema bis heute noch in mein Leben festigt. Am Wochenende habe ich (erst mal absolut just-for-fun) mit einem kleinen Projekt begonnen, welches Turrican in den Browser auf HTML5/Canvas-Basis bringen soll. Die genutzte Engine “MelonJS” nutzt sich sehr gut dafür. Auch Ressourcen gibt es reichlich im Netz, so dass dieses kleine Konzept bisher entstanden ist: http://ravetracer.de/trcn

    Mal schauen, vielleicht bastel ich ja weiter dran und mache es sogar mobiltauglich.

  6. Wunderbarer Beitrag, Christian!

    Zum einen Deine Erzählungen aus DDR, von denen wir natürlich mehr lesen möchten! Das Thema Retrospiele ist grenz-, sprach- und kulturübergreifend und so sehr wir oft dieselben Programme und Plattformen nutzten und nutzen, so ist das persönliche Umfeld etwas eigenes, das die Computer- und Videospiele in ihrer Rezeption beeinflusst und das umgekehrt von der neuen Technologie gleichsam vereinnahmt wird. So ist es wichtig, dies aufzuarbeiten und ich freue mich – wie wir hier alle bei videospielgeschichten.de – auf Deine weitere Ausführungen über die DDR und ihre Videospiel- und Heimcomputerszene.

    Zum anderen Turrican, ein Spiel, das seinesgleichen suchte. Es gibt keinen Amiga, der nicht einmal die Disketten eingelesen hatte. Umso erstaunlicher, dass ich selbst Turrican nie intensiv verfolgt hatte. Ja, man könnte meinen, ich hätte streng genommen keine Ahnung davon, umso mehr freute mich die Darstellung Deiner Beziehung zu Manfred Trenz’ legendärem Turrican. Ich konnte mich lebensnah in die Faszination hineinversetzen, die ich sebst eigentlich nicht kannte, sodass Du mot Deinem Text mein Retrowissen vielseitig erweitert hast!

    Vielen Dank, Christian, Deine Turrican-Story ist ein wichtiges Stück Computergeschichte, das gelesen gehört.

  7. Dankesehr.

    Ich habe die Tage erst wieder T1 bis T3 im Emulator durchgespielt. Man kann auch bequem ein PS3-Gamepad oder andere Controller anschließen und so das alte Feeling wieder aufleben lassen.

    Viele Grüße,
    Christian

  8. Hallo,

    Lazy Jones kenne ich nicht, aber nachdem, was ich da gerade im Wiki gelesen habe scheint es so zu sein. Sehr interessant.

    Was die Geschichten zu den DDR-Computern angeht, muss ich wohl ernsthaft darüber nachdenken, was ich dafür beitragen kann. 1-2 Maschinen habe ich kennengelernt und könnte aus eigenen Erfahrungen darüber schreiben.

    Wie aber schon im Artikel mehr oder weniger angemerkt, bin ich ein Wendenkind (Ich war 10, als die Mauer fiel) und habe die “Urzeit” der Computer nicht mitgemacht, sondern nur die relativ letzten, aktiven Züge. Mache ich aber gern mal.

  9. Hach ja, Turrican…

    Ein sehr schöner Artikel und ein super Game! Ich hatte die Amiga Version immer auf unserem Familien-Computer gespielt. Vor ein paar Monaten habe ich mich nochmal an der Emulator Version versucht aber ich schaffe nichtmal mehr das erste Level 😀

  10. Ein schöner Artikel zu einem Spiel, das mich persönlich irgendwie nie so richtig anfixen konnte. Ich bin mir aber bewusst, dass ich damit einer absoluten Minderheit angehöre.

    Ich möchte nur schnell die dritte Stimme dafür abgeben, dass mich Geschichten zu diesem Computerclub sehr interessieren würden – zumal der KC-85 ja meinem innig geliebten Schneider CPC nicht unähnlich war.

    Und ist Club-X wirklich ein reinrassiger “Lazy Jones”-Klon

  11. Wirklich eine schöne Geschichte Christian! Ich finde es wunderbar, dass Du Deine Erinnerungen mit uns teilst 🙂 Wenn man Deinen Text liest, kann man sofort wieder selbst an solche Momente erinnern.

    Turrican ist wirklich ein Hammerspiel. Und selbst aus heutiger Sicht noch ein richtiger “Knaller”. Ich habe es selbst nie auf dem C64 gespielt, sondern immer gleich auf dem Amiga. Natürlich sieht es auf dem Amiga etwas besser aus und hat so klar gezeichnete Action-Welten, dass man einfach nicht genug davon sehen kann. Als ich später die C64-Version spielte fühlte es sich aber fast genauso an für mich. Auch wenn die Grafik nicht ganz so fantastisch war.

    Ja und nun zu dem Punkt von @brotkastenblog: Deine Anekdoten aus dem Schülerklub in der DDR haben mich mindestens so angefixt, wie Deine Turrican-Story. Wenn man sich diese Screenshots vom KC-85 usw. anschaut, dann will man mehr darüber erfahren! Allein schon die schönen deutschen Spielenamen und Beschreibungen sind herrliches Kulturgut! Ich stimme hier nun offiziell als zweite Stimme: Christian, darüber musst Du unbedingt noch mehr schreiben!

  12. Hallo Christian!

    Ein toll geschriebener Artikel, dem man Zeile für Zeile deine Begeisterung für die damalige Zeit und für Turrican entnehmen kann.

    Sehr interessant finde ich auch all die weiterführenden Links zu den Computern und den Spielen aus der DDR – gibt es hierzu eigentlich schon einen eigenen Artikel auf VSG?! 🙂

    Immerhin hast du deinen C64 damals überhaupt mit einem Speichermedium geschenkt bekomme. Ich musste damals drei Monate warten, bis ich die Datasette dazu geschenkt bekam. Ich bin meinen Eltern im Nachhinein darum aber nicht böse, denn vermutlich hätte ich andernfalls sofort Games ohne Ende mit der Kiste gezockt. So habe ich sie drei Monate lang erst mit abgetippten und später dann mit immer ausgefeilteren eigenen BASIC Programmen gefüttert.

    So, und jetzt entschuldige mich, ich hole nun das iCade aus dem Retrozimmer und zocke ein wenig Turrican auf dem SNES Emulator. ^^

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